Sonntag, 1. Februar 2015

[REZENSION] Extinction

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Extinction (OT: Genocide)
Autor: Kazuaki Takano
Übersetzer: Rainer Schmidt
Verlag: C. Bertelsmann
Reihe: -/-
Ausführung: Broschur, 560 Seiten



Autor:
Kazuaki Takano, geb. 1964 in Tokio, arbeitet in Hollywood und Japan als Drehbuchautor. Für seine Romane erhielt er renommierte Preise. »Extinction« stand in Japan monatelang auf den Bestsellerlisten und wurde u.a. als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet.


EXTINCTION

Jonathan Yeager und sein Team werden tief in den Kongo geschickt. Das Ziel ihrer Operation soll sein, einen tödlichen Virus zu eliminieren, der bei einem Pygmäenstamm ausgebrochen sei. Doch je weiter sie in das Gebiet vordringen und je näher sie dem angebliche feindlichen Lager kommen, desto mehr zweifeln die Männer an ihrer Operation. Bald schon sollen sie den wahren Grund für ihre Reise erkennen – und dann müssen sie sich entscheiden.
Zeitgleich sieht sich in Tokio ein junger Mann einer schier unlösbaren Aufgabe gegenüber. Im Wettlauf gegen die Zeit und den US-Geheimdienst soll er ein Medikament gegen eine unheilbare Krankheit entwickeln. Dabei handelt es sich just um die Krankheit, an der auch Jonathan Yeagers Sohn leidet...

Kazuaki Takano entwickelt mehrere Handlungsstränge, die gekonnt nebeneinander herlaufen, auch wenn jedem klar ist, dass sie in irgendeiner Weise zusammen gehören und sich irgendwann verbinden werden. Doch zunächst gibt es immer nur minimale Schnittstellen, auf Grund derer der Leser neugierig wird und unbedingt erfahren will wie nun alles zusammenhängt. Denn dass es sich um ein Konstrukt weit größeren Ausmaßes als gedacht handelt, wird sehr schnell deutlich.

Der Autor verwendet einiges an Fachvokabular, vor allem, wenn man sich gerade in Tokio und bei der Herstellung des Medikaments befindet. Dies ist natürlich durchaus stimmig, hält zuweilen aber auch ein wenig auf. Es wird zwar versucht die Vorgänge für jeden verständlich darzustellen, jedoch braucht der Leser, wenn er sich mit der Materie nicht auskennt, ein bißchen Zeit, um sich damit auseinanderzusetzen, um tatsächlich nachvollziehen zu können was nun hier geschieht.

Ansonsten ist Takanos Schreibstil eingängig, spannend und vor allem auch für Leser mitreißend, die sich bisher nicht unbedingt der Wissenschaft verschrieben haben. Zahlreiche überraschende Wendungen erwarten Protagonisten wie Leser gleichermaßen. Atemlose Spannung und rasante Verfolgungsjagden unvorhersehbaren Ausgangs sind schon fast an der Tagesordnung.
„Extinction“ hält einen gefangen und lässt ihn auch so schnell nicht wieder los.

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