Sonntag, 25. Januar 2015

[REZENSION] Verbotene Sünden

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Verbotene Sünden
Autor: Helen B. Kraft
Übersetzer: -/-
Verlag: Romance Edition
Reihe: Victorian Secrets 1
Ausführung: Taschenbuch, 328 Seiten



Autor:
1979 geboren und aufgewachsen in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau, war Helen B. Kraft schon von Kindesbeinen an von der Macht des Wortes fasziniert. Bereits in frühen Jahren begann sie, eigene Geschichten und Figuren zu entwickeln, bis sie im Laufe der Zeit im Genre der romantischen Fantasy ein Zuhause fand. Unterstützt durch ihren Mann, der ihr stets den Rücken frei hält, lebt Helen noch immer in Hanau, wo sie stets auf der Suche nach neuen Ideen ist. Ihr Debüt feierte die Autorin 2012 mit ihrem Roman “Höllenjob für einen Dämon”, erschienen beim Machandel Verlag Haselünne.


VERBOTENE SÜNDEN

Eine brutale Mordserie erschüttert London, niemand traut sich nachts mehr allein auf die Straße. Wer ist der „Schlächter“, wie er von der Presse betitelt wird? Das herauszufinden hat höchste Priorität. Inspector Shawn Whiting ist sicher, dass Sir Ian Connery der Täter ist, doch fehlen ihm handfeste Beweise. Diese soll Traumgängerin Emma St. Claire liefern, denn Träume lügen niemals. Wird sie das Geheimnis des Lords lüften, bevor ihre Gefühle sie zu übermannen drohen?

Ian schenkte Emma ein Lächeln, das ihr für einen Augenblick den Atem raubte. In Kombination mit seiner Körperwärme und seinem herben Duft gelang es ihm, ihre Knie weich werden zu lassen.
„Sie wollen also immer noch mit mir schlafen?“
Seine Doppeldeutigkeit trieb ihr die Schamesröte auf die Wangen. Empört drehte sie sich zu Seite, damit er verstand, dass sie keine Dirne war. (S. 76)

Bereits das Cover lässt eine Mischung aus Romantik, Steampunk und fantastischen Elementen vermuten, weshalb man mit ebenjenen Erwartungen an die Lektüre herangeht und gespannt auf die Umsetzung der Thematik ist.
Ende des 19. Jahrhunderts erschüttert eine mehr als brutale Mordserie London, deren Aufklärung von höchster Notwendigkeit ist, um die Bevölkerung wieder in Sicherheit zu wissen. Scotland Yard hat ungewöhnlichere Methoden als heutzutage, die aber nicht minder interessant sind oder gar weniger zur Aufklärung beitragen können.

Der zwischenmenschliche Aspekt der Figuren Lord Connery und Emma St. Claire war sicherlich vorhersehbar, doch was genau sie tatsächlich verbindet und inwiefern sich die einzelnen Ereignisse ergeben würden, konnte man zu Beginn wahrlich noch nicht ergründen. Entsprechend überraschend gestaltet sich manch eine Situation, wodurch der Leser einmal mehr ans Geschehen gefesselt wird. Überhaupt tragen sowohl der flüssige Schreibstil wie auch die Mischung der inhaltlichen Elemente dazu bei, dass man völlig in den Bann gezogen wird und unbedingt wissen muss, wie es weiter geht.

Der Schluss ist, wie auch der übrige Teil des Buches, mit Spannung durchzogen, wobei sich einzelne Passagen allerdings ein wenig ziehen. Hier hätte eine Straffung möglicherweise dazu beitragen können, den Spannungsbogen noch einmal mehr auszureizen. Nichtsdestotrotz lässt man sich von der angespannten Atmosphäre anstecken und kommt erst wieder zu Atem, wenn die Gefahr gebannt scheint...

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