Samstag, 17. Januar 2015

[REZENSION] Tod eines Revisors

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Tod eines Revisors
Autor: Olaf Jahnke
Übersetzer: -/-
Verlag: fhl Verlag
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 250 Seiten



Autor:
Olaf Jahnke arbeitet als Kameramann und Reporter für den Hessischen Rundfunk in Frankfurt. Er ist 1963 in Uelzen geboren und lebt seit 1982 in Hessen. Es ist sein erster Krimi, geschrieben hat er aber schon früh. Zuerst für die Schülerzeitung, kurz danach für die Lokalzeitung, später erschienen seine Artikel in überregionalen Blättern.
Nach sieben Jahren bei der Fernsehproduktion der FAZ wechselte er zum Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen. Die Schwerpunkte seiner Arbeit spiegeln sich in seinem Buch wider: Wirtschaft, Arbeit und Soziales.
Seine Erfahrungen in diesen Bereichen und viele Kontakte ermöglichten ihm, einen sehr realitätsnahen Krimi zu schreiben.
Mehr zum Autor: http://www.olafjahnke.de/


TOD EINES REVISORS

An einen Selbstmord glaubt die Frau des leitenden Innenrevisors einer deutschen Bank nicht, als dieser leblos in der Psychiatrie aufgefunden wird. Sie wendet sich an Privatermittler Roland Bernau und beauftragt ihn, den Mörder zu finden. Dies gestaltet sich schwieriger als gedacht. Nicht nur, dass er nicht so einfach an die Großen und Mächtigen herankommt, ihm werden auch noch Hindernisse in den Weg gelegt, die nicht so einfach zu überwinden sind. Einschüchterung ist nur ein Teil von dem was dies bewirken soll. Doch Bernau lässt sich nicht aufhalten, merkt er doch, dass er auf eine ganz heiße Spur gestoßen ist...

Schon früh stellen sich für den Leser einige Fragen, die allerdings eher weniger inhaltlicher Natur sind, sondern sich mehr mit Begrifflichkeiten aus der Bankenwelt beschäftigen. Doch kurz darauf werden alle Zweifel, dass man nicht alles verstehen würde, zerstreut, denn der Autor ist darauf bedacht jene Erläuterungen auch für Laien verständlich darzustellen. Das Lexikon kann also getrost zugeschlagen bleiben, es finden genügend Worterklärungen statt, um nicht völlig im Dunkeln zu Tappen.

Dies geschieht schon von ganz alleine, wenn es darum geht, den Täter zu ermitteln. Viele Indizien ergeben sich, jedoch nicht eine wirklich konkrete Spur. Lange Zeit ist man mehr als unsicher was den Tatverlauf angeht. Im Grunde könnte es jeder gewesen sein, Motive liegen zuhauf vor, es fehlen jedoch die Beweise. Auch Bernau ergeht es nicht besser, was natürlich mehr als frustrierend für einen Privatermittler ist. Da hilft es auch nicht, dass er mehr als einmal eingeschüchtert werden soll. Außer, dass man nun weiß, dass er jemandem gewaltig auf die Füße getreten hat, ändert sich nichts.

Fast schon glaubt man, dieser Fall würde nie aufgeklärt werden, da ergibt sich plötzlich eine unerwartete Wendung, die das gesamte Geschehen noch einmal umschmeißt.
Spannungstechnisch baut das Buch nach und nach langsam auf, bevor am Ende das Tempo gewaltig angezogen wird, um das Finale einzuleiten. Auch zwischendurch ergeben sich hochspannende Passagen, die jedoch nicht immer von langer Dauer sind, so dass die Spannung ein klein wenig absinkt.

Im Großen und Ganzen hat Olaf Jahnke mit „Tod eines Revisors“ ein Werk erschaffen, das dem Leser die deutsche Wirtschaft einmal von einer anderen Seite nahe bringt. Dabei bleibt das Thema alles andere als trocken, es vermag sogar Leser mitzureißen, die in diesem Bereich ansonsten nicht unbedingt versiert oder interessiert sind.

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