Freitag, 2. Januar 2015

[REZENSION] Stammtischmorde III

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Stammtischmorde III
Autor: Diverse
Übersetzer: -/-
Verlag: fhl Verlag
Reihe: Stammtischmorde
Ausführung: Taschenbuch, 220 Seiten



Autorinnen und Autoren in Stammtischmorde III:
Andreas M. Sturm, Anne Mehlhorn, Bernd Merbitz, Birgitta Hennig, Christian Barz, David Gray, Frank Kreisler, Hartwig Hochstein, Jan Flieger, Joachim Anlauf, Mandy Kämpf, Matthias Seydewitz, Stefan B. Meyer, Traude Engelmann


STAMMTISCHMORDE III

Mit „Stammtischmorde III“ legt Hartwig Hochstein die dritte Krimi-Anthologie der Stammtischmorde aus dem fhl-Verlag vor. Hier darf gemordet werden was das Zeug hält, einzige Bedingung: Die Autoren müssen sich kurz fassen. Neben 13 Krimi-Experten, wie bspw. Stefan B. Meyer, Andreas M. Sturm, Jan Flieger oder Frank Kreisler, gibt auch Polizeipräsident Bernd Merbitz eine Story zum Besten, die alles andere als fiktiv ist.

Wie bei einer Anthologie erwartet wird, unterscheiden sich gemeinhin die Stile und der Sprachgebrauch jeder einzelnen Geschichte. Macht doch gerade dies den Reiz aus, schließlich soll und will jeder Autor etwas von seiner Persönlichkeit in den Text einfließen lassen. Hätte man einen einheitlichen Stil, bräuchte man nicht vierzehn gänzlich verschiedene Geschichten. Auch inhaltlich gibt es natürlich große Unterschiede, egal ob es um den Spielort, die -zeit oder gar um die Mordmethode geht. Dass es so viele verschiedene Tötungsarten gibt, ist zwar hinlänglich bekannt, doch es ist noch einmal etwas anderes diese so geballt zu erleben. Zudem kommen die sonderbarsten Motiven ans Tageslicht, die man sich teilweise nicht einmal hätte vorstellen können.

Den Reiz einer Anthologie macht aus, dass man innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne viele Autoren kennen lernen kann. Doch die Gefahr liegt auch immer darin, dass nicht unbedingt alle Geschichten auf dem gleichen Niveau angesiedelt sind und somit nicht in gleichem Maße gefallen. Auch wenn es sich um vollkommen verschiedene Situationen handelt, ist man schnell versucht Vergleiche herzustellen. Schwer ist es außerdem, auf einer sehr begrenzten Seitenanzahl Spannung zu erzeugen sowie zu halten, die Vorhersehbarkeit darf nicht zu groß sein. Zum Teil gelingt dies in der vorliegenden Anthologie gut, teilweise allerdings auch gar nicht. Da stehen sich manches Mal Welten gegenüber. Häufig kann man gar nicht richtig benennen, woran es gelegen hat, aber möglicherweise gibt es Themen, die nicht unbedingt für eine Kurzgeschichte geeignet sind, die sich eher auf mehreren hundert Seiten entfalten sollten.

Kurzum: „Stammtischmorde III“ bietet abwechslungsreiche Geschichten, hier ist sicherlich für jeden Krimileser etwas dabei. Im Allgemeinen betrachtet und auf das große Ganze gesehen bewegt sich die Anthologie allerdings eher im Mittelfeld.


Reiheninfo:
Band 1: Stammtischmorde
Band 2: Stammtischmorde II

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