Dienstag, 27. Januar 2015

[REZENSION] Karpfhamer Katz

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Karpfhamer Katz
Autor: Ingrid Werner
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: Karin Schneider 3
Ausführung: Taschenbuch, 320 Seiten



Autor:
Ingrid Werner wurde 1964 in München geboren. Nach Abitur und Banklehre studierte sie in München und Erlangen Jura. Im Anschluss daran arbeitete sie bei der Landeshauptstadt München als Verwaltungsjuristin. Nach der Geburt ihrer drei Kinder und dem Umzug nach Niederbayern ist sie als Heilpraktikerin und Entspannungspädagogin in eigener Praxis tätig. Daneben stellt sie als freischaffende Malerin in der Region ihre Werke aus und veranstaltet regelmäßig Workshops in Meditativem Malen. Sie lebt mit ihrer Familie im Rottal.
Mehr zur Autorin: www.werner-ingrid.de


KARPFHAMER KATZ

Karin Schneider wird gebeten ein Auge auf den potentiell untreuen Ehemann einer Bekannten zu werfen. Doch das Karpfhamer Fest bietet noch ganz andere Verbrechen, so dass Karin sich plötzlich Ermittlungen ganz anderer Art gegenüber sieht – wieder einmal. Allerdings bleibt ihre Schnüffelei und ihre Verdächtigungen in mehrere Richtungen nicht lange unbemerkt, so dass sie gefährlich nah ins Visier des wahren Täters gerät...

Eigentlich sollte ich es inzwischen besser wissen – die Polizei und ich, wir passen einfach nicht zusammen. Wütend stürmte ich zu meinem Auto zurück. Dann muss ich selbst für uns sorgen und wenigstens meine Kinder in Sicherheit bringen. Ich werde hier ausharren und weiterhin meine Nase in Sachen stecken, die mich nichts angehen. Jetzt erst recht! (S. 184)

Hobbyermittlerin Karin Schneider ist eigentlich Heilpraktikerin, gerät aber immer wieder in verzwickte Fälle, die sie, sehr zum Leidwesen der Polizei, auf eigene Faust zu lösen versucht. „Karpfhamer Katz“ ist ihr dritter Fall, der sich gefährlicher darstellt als zunächst angenommen. Doch auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände ist das Geschehen verständlich und nachvollziehbar. Wichtige Informationen, in erster Linie bezüglich der agierenden Personen, werden immer mal wieder eingestreut, um jedem die vorherrschenden Charaktereigenschaften zugänglich zu machen.

Nicht nur Karins Ermittlungen führen zu mehreren Tatverdächtigen, auch der Leser verfolgt diverse Spuren, bleibt allerdings schnell an einer sehr heißen hängen und ist gespannt, ob sich diese im Endeffekt auch tatsächlich als die richtige herausstellen wird. Schnell ist man mitten im Geschehen und auf dem Karpfhamer Fest. Obwohl die meisten Leser dieses wohl noch nie hautnah miterlebt haben, so springt die Atmosphäre doch gleich über, als wäre man live dabei. Die authentische Darstellung macht es leicht sich ein Bild von den Begebenheiten zu machen.

Ein bißchen verärgert ist man dann allerdings doch ob Karins offen zur Schau gestellter Naivität. Am liebsten würde man die Hauptprotagonistin packen und gut durchschütteln, damit sie wieder klar sehen und denken kann. Daher wird man mit ihr nicht so richtig warm, auch wenn sie ansonsten ein herzensguter Mensch ist.

„Karpfhamer Katz“ bietet neben einem spannenden Kriminalfall immer wieder auch humoristische Passagen, bei denen man sich fragt, ob diese wirklich gänzlich der Fantasie der Autorin entspringen oder vielleicht doch den ein oder anderen wahren Hintergrund haben.


Reiheninfo:
Band 1: Niederbayerische Affären
Band 2: Unguad

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