Freitag, 31. Januar 2014

[REZENSION] Brixton Hill

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Brixton Hill
Autor: Zoë Beck
Verlag: Heyne
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 384 Seiten



Autor:
Zoë Beck, geboren 1975, wuchs zweisprachig auf und pendelt zwischen Großbritannien und Deutschland. Ihre große Liebe neben der Literatur ist die Musik: Mit drei Jahren begann sie, Klavier zu spielen, gewann bald darauf diverse Wettbewerbe und gab zahlreiche Konzerte. Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Übersetzerin. 2010 erhielt sie den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Bester Kurzkrimi".


BRIXTON HILL

Inhalt:
In einem der ganz neuen Hochhäuser in Canary Warf fällt der Strom aus. Aufzüge bleiben stecken, die Klimaanlage funktioniert nicht. Sämtliche Ausgänge sind blockiert und Rauch zieht auf. Em hilft einem Praktikanten der Ohnmächtig geworden ist und kann dann ihre Freundin nicht mehr retten. Kimmy springt aus dem 15. Stock. Em ist schockiert, doch sie hat keine Zeit zum trauern denn kurz danach wird sie verhaftet. Sie wird verdächtigt das System des Hochhauses manipuliert zu haben. Em kommt da nur einer in den Sinn der es gewesen sein könnte. Sie möchte beweisen das er es war und wird aber selber gejagt…

Meine Meinung:
Ich habe schon einmal vor etwas längerer Zeit ein Buch von Zoë Beck gelesen und war nicht so begeistert, aber hier riss mich schon der Rückentext mit und ich musste es einfach nochmal versuchen.

So ging ich ohne jeglicher Erwartung an dieses Buch dran. Ein Buch das mit dem Attentat beginnt und so schon eine immense Spannung aufbaut. Nun besteht natürlich die Gefahr das diese recht schnell sinkt, aber das passierte nicht. Die Autorin hielt die Spannung aufrecht und steigerte sie dann am Ende.

Dabei bleiben die Protagonisten recht überschaubar und auch viel Tiefe kann ich da nun nicht bestätigen, aber es ist ausreichend um diesen Thriller gut zu erzählen und mich zu fesseln. Em hat schon viel durchgemacht und jeder der denkt an dem was sie durch gemacht hat, und auch noch durch machen muss, wird sie zerbrechen irrt in diesem Fall. Em ist stark durch ihre Vergangenheit. Sie wirkt auch immer stärker. Sie gibt nie auf und hat ein klares Ziel vor Augen. Em ist eine mutige zielstrebige starke Protagonistin vor der ich wenn sie real wäre den Hut ziehen würde. Manchmal wirkt sie Eiskalt, aber das ist nur eine Art Schutzpanzer.
Die anderen Figuren tauchen auf und bleiben mal mehr mal weniger. Es gibt ein paar die die ganze Geschichte begleiten, aber auch welche die nur ein kurzes Gastspiel haben. Es gibt die Familie, die Gegner, den Bruder im speziellen, aber keiner hat eine Position wie Em. Es gibt auch Männer, aber keine Liebesgeschichte, diese würde zu Em auch irgendwie nicht passen.

Der Plot ist kompliztiert, aber auch wieder einfach. Es ist etwas verworren und geht um Machtl, Intrigen und Geld. Um die Position in der Gesellschaft. Arm gegen Reich. Dieser Thriller ist nicht nur sehr unterhaltsam sondern greift auch aktuelle Themen auf wie Wikileaks. Hacken, Bankenkrise und auch das Macht oft missbraucht wird.
Die ganze Geschichte spielt überwiegend in London. Hmm ich denke für die Handlung stellenweise ging es gar nicht anders, aber ich weiß nicht ob die Autorin zuerst London gewählt hat und die Handlung sich anpasste oder umgekehrt. Gestört hat es nicht.

Am Ende war ich über den Ausgang überrascht und nicht nur darüber. Bei dem ganzen Plot malt man sich Einiges als Motiv aus. Dann ist es doch recht einfach wie ich finde und doch so weit weg das ich nicht darauf gekommen wäre.

Mein Fazit: Ich bin froh das ich der Autorin noch eine Chance geben hat da sie mich mit Brixton Hill vollkommen gefesselt hat

Donnerstag, 30. Januar 2014

[REZENSION] Stirb leise mein Engel

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Stirb leise mein Engel
Autor: Andreas Götz
Verlag: Oetinger Verlag
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
Ausführung: Hardcover, 368 Seiten



Autor:
Andreas Götz, geboren 1965, studierte Germanistik und arbeitet als freier Autor von Hörspielen für mehrere Rundfunkanstalten, als Journalist und Übersetzer. "Stirb leise, mein Engel" ist sein erster Jugendroman.



STIRB LEISE MEIN ENGEL

Inhalt:
Drei Mädchen haben sich selbst getötet. Alle drei starben durch Zyankali. Da nichts auf Fremdverschulden hindeutet ermittelt die Polizei nicht weiter, aber so ganz stimmt das Denken der Polizei nicht, denn die Mädchen wollten nicht alleine in den Tod gehen, sie wollten es mit Tristan ihrer großen Liebe tun, nur spielt dieser ein falsches Spiel...

Meine Meinung:
Stirb leise mein Engel gefiel mir schon alleine durch das Cover. Auch wenn dieses schon ein wenig an die Bücher von einem anderen großen Autor erinnern ist es aber auch sehr auffällig und drückt die Trauer aus, die durch bzw. in dieser Geschichte hervorgerufen wird.

Die Kurzbeschreibung macht dann Neugierig auf den Inhalt. Von gemeinsamen Selbstmord habe ich schon gehört im Fernsehen. Bücher in der Richtung habe ich bisher nicht gelesen. So war ich sehr gespannt darauf wie dieses doch recht sensible Thema umgesetzt wurde.

Man muss sagen, dieses Buch soll natürlich unterhalten, aber es zeigt auch auf was passieren könnte wenn der Selbstmordpartner dann einen Rückzieher macht. Doch ist die Geschichte hier noch etwas anders, denn hier ist dieser Partner hinterhältig und verfolgt einem Plan.
So sterben gerade am Anfang viele Mädchen und alles ist recht rasant. Man muss regelrecht Angst haben vor dem Täter, denn es scheint kaum Zeit zwischen den Selbstmorden zu sein. Etwas unglaubwürdig fand ich das der Polizei in einer Stadt nicht auffällt wenn drei Mädchen in einem Alter sich umbringen. So scheint es zumindest. Ansonsten aber wirkt die Geschichte von Anfang bis Ende real und hat auch nicht zu viel oder zu wenig Tempo.
Das bedeutete aber auch das der Anfang zwar interessant zu lesen war aber so ein wenig vor sich hin dümpelte. Erst etwa ab dem ersten Drittel des Buches stieg die Spannung stetig an und gipfelte am Ende.

Der flüssige und leicht verständliche Schreibstil macht das Lesen hier sehr leicht. Dazu ist der Text unterschiedlich dargestellt. Einmal aus Sicht von Protagonist Sascha und einmal aus Sicht des Täters. Außerdem noch wenn es um Briefe oder ähnliches geht. So bleibt auch alles sehr übersichtlich. Die Kapitel sind unterschiedlich lang und ich habe mich zwischendrin mal gefragt nach welchem Schema ein Kapitel aufhört und ein neues anfängt. Das wirkte für mich willkürlich. Störte mich aber nicht.

Die Figuren haben recht viel Tiefe. Am besten lernt man Sascha kennen, Ein Junge der eins der Mädchen, das sich umgebracht hat kennt. Er kämpft noch mit dem plötzlichen Tod seines Vaters als er sich schon wieder mit dem Sterben konfrontiert sieht. Sascha ist ein sehr vernünftiger Teenie, zu Beginn etwas überängstlich. Er bemuttert seine Mutter nicht umgekehrt. Im Laufe der Geschichte verliert er aber seine Ängstlichkeit ein wenig und macht Sachen mit denen man nicht gerechnet hätte. Sie passen teilweise auch nicht zu ihm.
Seine Nachbarin und Freundin ist Joy, gerade frisch hinzugezogen verstehen die Beiden sich Prima und fangen an selber auf Spurensuche zu gehen. Joy ist die flippigere von den Beiden, aber auch sie schlägt nie wirklich über die Strenge.
Etwas komisch fand ich die Mütter in diesem Buch. Sei es die Mutter von Sascha, der scheinbar die Karriere wichtiger war wie ihr Sohn oder auch die Mutter von Joy die sie sogar dazu drängt wegzugehen und sich zu verlieben so wie die Mutter selber es wohl sehr häufig macht. Beide Mütter sehe ich nicht als die idealen Vorbilder. Fehler hat jeder das ist normal, aber manches war hier doch recht zweifelhaft. Das typische Beispiel von: Die Kinder wollen nicht so werden wie die Eltern.

Recht früh gab es eine Teilauflösung. Der Autor versucht den Leser zunächst auf eine falsche Spur zu bringen, so dass man nicht mehr sicher sein kann ob man richtig liegt mit seinen Vermutungen.Das macht die Geschichte nochmal extra spannend und diese kleine Auflösung störte mich da gar nicht, denn es passierte trotzdem noch einiges. Der Autor schrieb hier ein sehr ausführliches Ende, was ich für die Geschichte sehr gut fand. Er zeigt wie es weiter geht und was noch passiert. Sicher hätte nach dieser Auflösung Ende sein können, aber dann hätte etwas gefehlt.

Mein Fazit: Ein Jugendthriller der ein sensibles Thema aufgreift und nicht nur unterhält sondern auch zeigt das es nicht immer so läuft wie man sich es vorstellt.

[REZENSION] Zucker, Zimt und Liebe

Redakteur: Anette Leister

Titel: Zucker, Zimt und Liebe
Autor: Virginia Horstmann
Fotograf: Virginia Horstmann
Verlag: Coppenrath
Ausführung: Hardcover, 176 Seiten



Autor:
Frisch, fröhlich, liebenswert - das ist Jeanny. Auf ihrem erfolgreichen Blog "Zucker, Zimt und Liebe" lässt die Bremerin seit nunmehr zwei Jahren die Herzen aller Backliebhaber höher schlagen. Mit einzigartiger Handschrift, vielen persönlichen Anekdoten und leckeren Rezepten lädt sie jetzt endlich auch in gebundener Form ein in ihre wunderbare Welt von fruchtigen Pies, knusprigen Cookies und cremigen Schokotartes. Damit kein Tag mehr ohne ein Stück Kuchen vergeht!


ZUCKER, ZIMT UND LIEBE

Virginia Horstmann betreibt seit 2012 ihren Blog "Zucker, Zimt und Liebe" zu dem jetzt ihr gleichnamiges Backbuchdebüt erschienen ist.
Der Schutzumschlag weist einige sehr schöne Beispiele von Foodfotografie auf, unter dem Schutzumschlag verbirgt sich das Hardcover, welches mit einem rosafarbenen Vintagemuster bedruckt ist. Abgerundet wird der erste hochwertige und zartromantische Eindruck von einem blassrosa Lesebändchen.

Der Inhalt ist untergliedert in:
Vorwort
Kleine süße Sünden
Für den Kuchenteller
Aus der Keksdose
Französische Tartes & American Pies
Im Schokoladenhimmel
Register

Im Vorwort schreibt Virginia "Jeanny" Horstmann einiges zu ihrer Person und wie sie ihre Liebe zu süßen Rezepten letztendlich zum Bloggen (ver)führten.

Die Rezepte sind sehr schön, aber immer übersichtlich und sehr großzügig auf einer Doppelseite, präsentiert. Dabei nimmt das Rezeptfoto eine Seite ein, auf der anderen Seite befinden sich Titel und eine nähere persönliche Ausführung zum vorgestellten Rezept, sowie die Zutatenliste inklusive Angabe der entstehenden Menge (z.B. 20 Cookies oder eine Tarteform Ø24) und eine detaillierte Schritt-für-Schritt-Zubereitungsfolge.
Persönlich gefallen mir die Rezeptrubriken "Kleine süße Sünden" und "Aus der Keksdose" am besten. Da wir eine Kleinfamilie sind, ist uns ein Kuchen - wenn nicht gerade ein Besuch ansteht - meist zuviel und die Kleinigkeiten oder Kekse kann man auch mal als Geschenk oder Mitbringsel backen. Zudem finde ich die Kapitel über Kuchen und Tartes & Pies nicht ganz so innovativ wie die Rezepte des ganzen Kleingebäcks. Die sind einfach einen Tick besonderer als die vorgestellten Kuchenideen.
Im Gegensatz zu einigen anderen "Blogger"-Büchern ist hier die persönliche Note nicht ganz so stark ausgeprägt, die Funktionalität als Backbuch steht hier an erster Stelle. Im Vergleich zu dem bunt gestalteten Schutzumschlag und dem abweichend bedruckten Hardcovereinband darunter, ist das Innere nicht weniger schön, aber wesentlich ruhiger und einheitlicher gestaltet. Das lenkt natürlich vom wesentlichen Inhalt des Buches - den Rezepten - nicht ab, für mein persönliches Empfinden fehlt dadurch aber das gewisse Etwas, das I-Tüpfelchen, das bisher andere "Blogger"-Bücher für mich ausgemacht hat.

Im Register kann man nicht nur nach Rezepten, sondern auch nach Zutaten suchen. Impressum und Bildernachweis hätte meines Erachtens in einer größeren Schrift abgebildet werden sollen, sie lässt sich sehr schlecht lesen und dabei findet man hier unter anderem den wichtigen Verweis auf Jeannys Blog.

Trotz kleiner Kritikpunkte: Wer den Blog von Jeanny liebt, kommt auch an ihrem Backbuchdebüt nicht vorbei!

Mittwoch, 29. Januar 2014

[REZENSION] Kalte Wut

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Kalte Wut
Autor: Volker Mauersberger
Übersetzer: -/-
Verlag: Aufbau
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 240 Seiten



Autor:
Volker Mauersberger, Journalist und Autor, promovierte an der Universität Göttingen und arbeitete als Korrespondent der ARD. „Kalte Wut“ ist sein erster Kriminalroman. Er beschreibt einen Mord im westfälischen Gevelsberg, wo der Autor in den fünfziger Jahren seine Laufbahn als Lokalreporter begann.


KALTE WUT

Vier Jahre nach Kriegsende, es ist noch lange nicht wieder alles aufgebaut, wird in einer Ruine in Wuppertal ein Männertorso gefunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Wer ist der Tote, wie kam er dorthin und wo ist der Rest des Körpers? Als Ellen Rinsche ihren Mann als vermisst meldet, wird schnell klar, dass es sich bei dem Opfer um ihren Mann Josef handelt. Doch noch immer bleibt unklar was geschehen ist. Die Ermittler sind unerbittlich und haben schnell die Frau im Verdacht ihren Mann umgebracht zu haben. Doch wäre sie wirklich fähig eine solch grausame Tat zu begehen?

Heinrich Faust rutscht auf seinem Drehstuhl hinter dem wuchtigen Schreibtisch hin und her. Er reibt sich die Stirn und schnäuzt umständlich in sein weißes Taschentuch. Dann blickt er fragend in die Runde. Ihm ist nach dem widersprüchlichen Verlauf des Gesprächs längst klar, dass er die Aufklärung des absolut Widerwärtigen, das hier geschehen ist, selbst in die Hand nehmen muss. (S. 29)

Ein Kriminalfall, der das Nachkriegsdeutschland erschüttert, bis dahin aber so einzigartig ist, dass man einfach nicht wegschauen kann. Das Bergische Land birgt viele Geheimnisse und wahrlich nicht alle werden gelüftet, die damaligen Ermittler allerdings sind fest entschlossen den Fall aufzuklären. Verbissen verfolgen sie jede erdenkliche Spur und kommen doch immer wieder bei der Ehefrau aus.

Da man das Wissen hat, dass es sich um einen realen Fall handelt, der sich in dieser Weise zugetragen hat, ist der Blick des Lesers gleich ein anderer. Man nimmt die Atmosphäre viel intensiver wahr und spürt den Aussagen der Beteiligten nach. Denn Volker Mauersberger spickt seine Geschichte mit Auszügen und Zitaten aus den Ermittlungsakten sowie damaligen Presseberichten. Dadurch wird die Authentizität nochmals verstärkt und gleichzeitig erhält man ein besseres Gefühl für die agierenden Personen. Es ist eben etwas anderes, ob einem Protagonisten Worte in den Mund gelegt werden oder ebenjene abgedruckt sind, die er tatsächlich von sich gegeben hat.

Fassungslos verfolgt man die Geschichte, die zu ihrer Zeit etwas gar außergewöhnliches war. Das Schicksal der Figuren geht dem Leser sehr nahe, auch wenn man sie nicht gekannt hat. Durch die lebendige Erzählung kommt es einem allerdings so vor, als wäre man ihnen schon einmal auf der Straße begegnet. Gleichzeitig wird auch das Nachkriegsdeutschland in den Schilderungen der Örtlichkeiten wieder lebendig, egal ob man es nun miterlebt hat oder nicht. Wer vor Ort lebt, hat direkt die Bilder im Kopf und vergleicht die Gegend heute und damals. Einiges hat sich natürlich verändert, aber es ist auch etwas erhalten geblieben beziehungsweise neu aufgebaut worden, so dass man sich leicht zurecht finden kann.

„Kalte Wut“ ist grausamer als jeder fiktive Thriller, packend und nervenaufreibend.

[REZENSION] Gray Kiss

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Gray Kiss (OT: Wicked Kiss)
Autor: Michelle Rowen
Übersetzer: Gisela Schmitt
Verlag: Darkiss
Reihe: Band 2
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 412 Seiten



Autor:
Michelle Rowens Name steht für erfolgreiche paranormale Romances, Urban Fantasy und All Age Fantasy. 2009 zeichnete die Kritikerjury der Romantic Times die Vampirromane der Bestsellerautorin aus. Zusammen mit einer launischen Katze lebt der bekennende „Bufffy“-Fan in Ontario, Kanada.


GRAY KISS

Inhalt:
Samantha ist nun eine Gray und möchte nichts lieber als ihre Seele und ihre Freundin Carly zurück zu bekommen. Dafür muss sie aber erstmal Stephen finden, der ihre Seele hat und das so schnell wie möglich. Doch bei der Suche nach Stephen muss sie sich mit ihrem Hunger nach Seelen und den Brüdern Bishop, dem Engel und Kraven, dem Dämon rumschlagen…

Meine Meinung:
Das ist die Fortsetzung von Darkiss, ein Buch das ich verschlungen habe und es kam mir gar nicht in den Sinn das es hier anders sein könnte
Doch es kam zunächst Anders, denn die ersten etwa 160 Seiten fand ich sterbenslangweilig. Es passierte nur wenig. Alles was an Spannung sich aufbaute flachte recht schnell wieder ab. Ich war schon etwas verzweifelt, denn schließlich wollte ich dieses Buch beenden. Dann ging es aber aufwärts und ich kam richtig rein in die Geschichte.

Bei dem Buch muss man den Vorgänger einfach kennen, auch wenn hier und da aus dem ersten Band Sachen erzählt werden ist es nur Bruchstückehaft und somit nicht ausreichend um wirklich Lesefreude zu haben. In die Geschichte rein zu finden fiel mir auch sehr leicht und gelang ohne Probleme. Ich glaube das Problem für mich am Anfang war dieses warten darauf das etwas passiert.

Sicher es werden neue Figuren eingefügt. Das Team wird größer, aber auch das war für mich recht unspektakulär. Wie oben Geschrieben gab es sich dann aber irgendwann und ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte baut ab dem Moment eine immense Spannung auf die erst zum Ende hin wieder etwas abfällt. Nachdem es mehrere Höhepunkte gab.

Die Protagonisten sind fast alle aus dem ersten Band bekannt. Sie entwickeln sich aber weiter und man lernt sie näher kennen. Es gibt neue Figuren, die eine wichtige Rolle spielen, aber doch recht geheimnisvoll sind. Da ist der Engel Cassandra, die in Trinity ist um dem Team zu helfen. Noch ein Engel mehr. Sie war mir zunächst recht unsympathisch, schaffte es aber mich von sich zu überzeugen.

Die Geschichte wird direkt an Band 1 angeknüpft und wird aus Sicht von Samantha erzählt. Es gab ein zwei Situationen wo ich gerne gewusst hätte was das Team macht und diesen Schreibstil ein wenig verflucht habe, aber im großen und ganzen hat Michelle Rowen es gut umgesetzt.

Das Ende war dann eine Überraschung. Kennt ihr das wenn man meinen könnte hier ist Ende und man aber anhand der Seiten sieht das noch etwas kommen muss. So war das hier auch. Die Autorin hat nochmal eine Wendung in die Geschichte gebracht. So war es ein logisches und schlüssiges Ende. Keine Fragen blieben offen. Alles war geklärt und war für mich ein guter Abschluss.

Dienstag, 28. Januar 2014

[REZENSION] Gewandelt

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Gewandelt (OT: Jennifer Scales and the Ancient Furnace)
Autor: Mary Janice Davidson
Übersetzer: Christine Gallus
Verlag: Ink
Reihe: Drachenstern 1
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten



Autor:
Mary Janice Davidson schreibt erfolgreich Liebesromane für ein erwachsenes Publikum. Mit „Weiblich, ledig, untot“, dem 1. Band einer humorvollen Vampir-Serie, gelang ihr aus dem Stand der Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Sie lebt mit Co-Autor Anthony Alongi, ihrem Ehemann, in Minnesota.


GEWANDELT

Als Jennifers Fähigkeiten immer deutlicher und ausgeprägter werden, haben ihre Eltern keine Wahl mehr. Sie müssen ihrer Tochter erzählen was sie wirklich ist, nämlich ein Werdrache. In einer Sichelmondnacht setzt schließlich ihre erste Verwandlung ein, die sie gleichzeitig verstört, aber in gewisser Weise auch euphorisch macht. Nicht nur Jennifer selbst, auch ihr Vater und ihr Großvater besitzen diese Gabe, die sich regelmäßig in solchen Nächten zeigt und für einige Tage anhält. Gemeinsam mit ihrer Familie und weiteren Werdrachen, die sie kennenlernt, erforscht Jennifer das neue Terrain, muss aber schnell feststellen, dass ihr nicht alles gesagt wurde. Denn die Werdrachen haben mächtige Feinde und sie sind bereit alles zu tun, um die Werdrachen zu vernichten...

Ihre Schulterblätter fühlten sich an, als würden sie jeden Moment zerbrechen und die Haut durchstoßen. Die Wirbelsäule krümmte und streckte sich abwechselnd. (S. 46)

Werwölfe kennt man inzwischen zur Genüge. Sogar Wertiger oder Werbären sind keine Unbekannten mehr. Mit Werdrachen allerdings hatte man bisher noch nicht so häufig zu tun. Dementsprechend erfrischend ist es, dass die Geschichte von Jennifer Scales sich um diese Spezies dreht. Außerdem gibt es noch einige andere Fantasiewesen, die noch nicht allzu häufig ihren großen Auftritt hatten. Wobei es vielleicht zu voreilig ist von Fantasiewesen zu reden, schließlich leben sie alle friedlich und unerkannt unter den Menschen. Wer sagt denn, dass dies nicht auch in der Realität möglich ist. Man darf nur nicht zu engstirnig denken und bloß keine rationalen Erklärungen verlangen, dann erscheint schon vieles gar nicht mehr so klar und eindeutig wie zuvor.

Gespannt verfolgt man die Geschichte der Werdrachen, hauptsächlich natürlich die von Jennifer. Schon von Anfang an ist klar, dass sie eine ganz besondere Rolle spielt, doch lange Zeit wird nicht deutlich was diese Besonderheit darstellt. So wird man zunächst in die Welt dieser seltsamen Wesen eingeführt und lernt quasi mit Jennifer gemeinsam was es heißt solch außergewöhnliche Fähigkeiten zu besitzen.

Dem Geschehen lässt sich leicht folgen, der Schreibstil der Autorin ist absolut leicht und flüssig. Auch wenn aus der beobachtenden Perspektive erzählt wird, so ist die Sprache doch eher flapsig und passt somit gut zu einer Vierzehnjährigen, deren gesamtes Leben zuerst in Frage und dann auf den Kopf gestellt wird. Gebannt ist man nicht nur auf Grund des Hintergrunds der Geschichte, sondern auch wegen der Spannung, die sich kontinuierlich aufbaut. Ein paar Details sind durchaus vorhersehbar, es gibt aber auch wahrliche Überraschungen, die man im Vorhinein nicht einmal in Erwägung gezogen hätte.

Dass die Geschichte rund um Jennifer und die Werdrachen noch nicht zu Ende erzählt ist, darauf deutet nicht nur das offene Ende hin. Der zweite Teil dieser Reihe ist bereits angekündigt und soll im April 2014 erscheinen. Alle, die gerne fantastische Geschichten lesen sollten zu diesem Buch greifen.

[REZENSION] Delirium

Redakteur: Leyla Serbest

Titel: Delirium (OT: Delirium)
Autor: Lauren Oliver
Übersetzer: Katharina Diestelmeier
Verlag: Carlsen
Reihe: Amor-Trilogie 1
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Hardcover, 416 Seiten



Autor:
Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie hat Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Lauren Oliver lebt in Brooklyn.


DELIRIUM

Lauren Oliver beschreibt in ihrem Roman eine Zukunft in Amerika, in der Liebe als Krankheit anerkannt ist, doch das Heilmittel dafür wirkt erst bei Volljährigkeit.
Die siebzehnjährige Protagonistin Magdalena - Lena - kann den Eingriff kaum erwarten. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Hanna zählt sie die Tage bis dahin und zusammen malen sie sich eine traumhafte Zukunft aus. Bis der bereits geheilte Alex in Lenas Leben tritt. Die beiden infizieren sich mit der Krankheit und verlieben sich ineinander. Diese Liebe müssen sie geheim halten, da es strengstens verboten ist das andere Geschlecht auch nur zu berühren. Dies birgt viele Gefahren und die Tage bis zu Lenas einschneidendem Eingriff sind gezählt.

Bis ich in die Geschichte hineingefunden habe hat es relativ lange gedauert, erst knapp in der Hälfte fing sie für mich an spannend zu werden, Erzählstil und Tempo waren ab da straffer und spannungsgeladener. Zu Beginn des Buches fiel mir zudem die gewählte Ausdrucksweise teilweise negativ auf, manche Ausdrücke passten für mich nicht in die Geschichte hinein.
Doch alles in allem konnte mich Lauren Olivers Idee einer dystopischen Zukunft überzeugen, so dass ich direkt zu Band 2 gegriffen habe.

Reihen-Info:
Delirium
Pandemonium
Requiem

Montag, 27. Januar 2014

[REZENSION] Der Gott des Todes

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Der Gott des Todes
Autor: Patrick Satters
Verlag: Eigene Veröffentlichung
Reihe: Reich der Götter 1
Ausführung: EBook, 322 Seiten



Autor:
Patrick Satters ist ein deutscher Fantasy Autor und Tagträumer, der den ganzen Tag über sein nächstes Werk nachdenkt. Bereits mit zwölf Jahren begann er mit dem Schreiben und versuchte sich an Gedichten und simplen Kurzgeschichten, die mit der Zeit zu langen Romanen und Serien wuchsen. Seine Geschichten sind inspiriert von J.R.R. Tolkiens Werken und behandeln stets Themen über Götter, Todsünden, sowie die menschliche Psyche. Sein Ziel ist dabei stets den Leser mit neuen und interessanten Geschichten zu faszinieren. Sie in eine andere Welt zu entführen.


DER GOTT DES TODES

Inhalt:
Azur wird nach seinem Selbstmord als Todesengel wiedergeboren, aber mit dieser Aufgabe ist er nicht zufrieden. Zudem sehnt er sich nach der Frau an die er sich erinnert. Die einzige Erinnerung die ihm aus seiner Zeit als Mensch geblieben ist. Um sie wiederzufinden nimmt er viele Abenteuer und Strapazen auf sich.

Meine Meinung:
Ein Buch von einem Indie Autor hat es auf dem Büchermarkt sehr schwer. Als ich dieses Buch vom Auto angeboten bekam las auch ich erstmal die Kurzbeschreibung und Leseprobe. Schließlich möchte ich keinen enttäuschen wenn es mir nicht gefällt. Diese Sorge hatte ich vollkommen umsonst, denn “Der Gott des Todes” ist ein großartiges Fantasy Abenteuer.

Die Geschichte beginnt im Reich der Todesengel. Sie sind dafür zuständig Menschen sterben zu lassen und Seelen einzusammeln oder wenn sie nicht wollen diese Seelen auf Erden zu lassen. Ein recht langweiliges Dasein. Normalerweise verlieren die Todesengel mit der Zeit ihre Erinnerungen, aber ein Fitzelchen ist Azur noch übrig geblieben. Die Erinnerungen an seine Frau. So lernt man zu Beginn die Umstände kennen, aber erfährt nicht viel über Azur. Wie denn auch er weiß ja selber nicht viel. Nach dem ersten Kapitel gibt es dann einen Umschwung, der mir recht leicht fiel und dazu brachte mein Tab nicht mehr aus der Hand zu legen.

Das Buch ist von Beginn an interessant und spannend geschrieben. Der Schreibstil ist trotz der historischen Sprachform flüssig und lässt sich leicht lesen. Ich war gefesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Es war ein kurzweiliges Vergnügen und mit Vergnügen meine ich nicht nur den Spaß am Lesen sondern auch den Spaß den ich lesen durfte.

So ist Azur eine von Anfang an sympathische Figur. Wie kann man jemanden nicht mögen der Menschen trotz Befehl nicht töten mag. Er ist gewitzt und weiß sich durch zu schlagen. Er tritt für die benachteiligten ein und geht gegen die Bösen vor. Somit rundum positiv. Manchmal etwas zu glatt. Ich fragte mich stellenweise wie er was was später kam schon so erahnen konnte das er richtig handelte. Das störte aber nur wenig und erklärte sich damit das er einfach Vorausahnte was kommen könnte. Er besitzt eine gute Menschenkenntnis, die ihn nur selten im Stich lässt.
Sein Gefährte ist Numunez. Er steht etwas im Schatten von Azur, ist aber nicht viel weniger gewitzt und hat auch seine Glanzpunkte. Er ist ein echter Freund. Als er in der Geschichte auftrat war er mir erst suspekt, das legte sich aber recht schnell.
Es tauchen einige Figuren auf, aber das nach und nach und immer ausreichend beschrieben so dass sie gleich im Gedächtnis haften blieben. Manche tauchten auch mehrfach auf. Ein paar waren nur mit kurzen dafür umso wichtigeren Rollen bedacht. Jede Figur war nötig für die Geschichte.

Patrick Satters hat eine Welt geschaffen die ich im Mittelalter ansiedeln würde. Habe keine Jahreszahl im Kopf oder habe sie überlesen, aber meinem Empfinden nach sollte es ungefähr die Zeit sein. Er hat aber eine vollkommen neue Welt geschaffen auch wenn er die Städtenamen nach Deutschen Großstädten gewählt hat, nur etwas durcheinander gewürfelt. Dazu hat er Fabelwesen eingebaut. Unter Anderem Schattenkriecher die ich mir gut bildlich vorstellen konnte.

Dieses Buch hat Spannung, Spaß und …nein keine Schokolade aber viele viel interessantes. Es lebt vom Schreibstil, von der Neugier wie es weiter geht und ob Azur seinem Ziel näher kommt. Spannung ist mal mehr mal weniger vorhanden, aber langweilig war es nie. Ich habe gelacht, gezittert und gejubelt und fühle mich rundum gut unterhalten

Mein Fazit: Ein Spaß für jeden Fantasy Fan. Unbedingt lesen!!!

Sonntag, 26. Januar 2014

[REZENSION] Liebe Sophie! Brief an meine Tochter

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Liebe Sophie! Brief an meine Tochter
Autor: Henning Sußebach
Verlag: Herder
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 116 Seiten



Autor:
Henning Sußebach, geb. 1972, ist Redakteur bei der ZEIT. Er wurde für seine Artikel und Reportagen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. Henri-Nannen-Preis 2006, CNN Journalist Award 2007, Egon-Erwin-Kisch-Preis 2007, Theodor-Wolff-Preis 2009, Deutscher Sozialpreis 2010.


LIEBE SOPHIE! BRIEF AN MEINE TOCHTER

Inhalt:
Henning Sußebach schreibt einen Brief an seine zwölfjährige Tochter. Einen sehr ernsten Brief in dem es um die heutige schnelllebige Zeit geht. Den Druck der auf Kindern lastet und auch darum das es manchmal besser ist schwimmen zu gehen anstatt zu lernen.

Meine Meinung:
Der Brief an seine zwölfjährige Tochter ist kein Erlebnisbericht und auch keine anderweitige leichte Kost. Liebe Sophie! ist eher eine Buch für Erwachsene das zum Nachdenken anregen soll.

In der heutigen Zeit geht es um Erfolg. Alles muss schnell gehen und Kindheit findet kaum noch statt. In vielem was der Autor seiner Tochter schreibt gebe ich ihm vollkommen recht und frage mich warum Eltern so handeln. Warum muss ein Kind einen volleren Terminplan haben als manch ein Manager, dazu kommt noch der Leistungsdruck in der Schule. Kindheit heutzutage oft Fehlanzeige. Fehler dürfen nicht geschehen, alles was außer der Norm fällt muss ein Syndrom sein. Dabei war es vor 40 Jahren noch normal. Wir waren eben Zappelphilippe heute haben die Kinder ADS. Das sind nur ein paar Beispiele von dem was Sußebach aufgreift.

Das Ganze geschrieben in Briefform. Die Anrede geht an Sophie. Ein langer Brief der in verschiedenen Kapiteln unterteilt ist. Manchmal etwas kompliziert und nicht sehr kindgerecht wie ich finde, aber ich denke das ist auch gewollt so.

Sophie ist Zwölf und auf dem Gymnasium, dazu sehr ehrgeizig und bald in der Pubertät. Ihr Vater setzt sich in diesem Brief mit ihrer Kindheit, mit der Kindheit anderer und auch mit der hohen Erwartungshaltung auseinander.

Ein Buch das ich gerne weiter empfehlen möchte. Alle Eltern, Lehrer und Erzieher sollten es lesen und mal reflektieren wo sie stehen. Denn leider stimmt alles was in diesem Brief/ Buch steht und das bedeutet auch das wir unsere Kinder kaum noch Kinder sein lassen. Nicht immer liegt die Schuld bei den Eltern, manchmal auch bei Lehrern, Trainern, Politikern. Doch wir Eltern sollten alles tun damit unsere Kids als Kids aufwachsen dürfen und die Kindheit wieder etwas entschleunigt wird.

Mein Fazit:
Ein Buch für Erwachsene gerichtet an eine zwölfjährige. Höchst interessant und mit vielen Fakten gespickt dabei sehr gefühlvoll geschrieben.

[RUND UMS BUCH] Neu in KW4 / Anette


Im Briefkasten

Darkside 3: Die Gilde der Diebe, Tom Becker (GT)
Mit Blick aufs Meer,  Elizabeth Strout (GT)
WARP 1: Der Quantenzauberer, Eoin Colfer (RE, Leserunde)
Zeitsplitter 1: Die Jägerin, Cristin Terrill (RE, Buchflüsterer)

Dies und das

Die Woche habe ich brandblasenfrei mein Praktikum in der Glasfertigung hinter mich gebracht. Hauptsächlich habe ich den Glasapparatebauern bei ihrer täglichen Arbeit über die Schulter geguckt, aber zwischendrin durfte ich auch selbst Glas bearbeiten. Dabei sind immerhin einige Pflanzenstecker und Stiftehalter entstanden (den unten rechts im Bild habe ich allerdings nicht selbst gemacht, sondern geschenkt bekommen) und Weihnachtsbaumschmuck. Kugeln kann man meine Ergebnisse allerdings nur bedingt nennen, da sind einige Obst- und Gemüsesorten wie Erdbeeren, Gurken und Auberginen beim Blasen enstanden :D Die Woche geht der Arbeitsalltag im Büro weiter, wobei auch das seine Vorzüge hat, denn in der Glasverarbeitung ist es verdammt heiß. Am ersten Tag war das so ungewohnt, dass ich abends Migräne hatte und ganz rote Finger und Handgelenke von der Abstrahlung der Flamme am Brenner.

Impressionen


[REZENSION] Wo die Liebe tötet

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Wo die Liebe tötet
Autor: Jennifer Shaw Wolf
Übersetzer: Manuela Knetsch
Verlag: Kosmos
Reihe: Herzblut
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Broschur, 416 Seiten



Autor:
Jennifer Shaw Wolf lebt in Lacey, Washington. Nach dem Studium der Medienwissenschaft widmet sie sich nun ganz dem Schreiben.


WO DIE LIEBE TÖTET

Nach dem Tod ihres Freundes Trip ist Allie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Sie geht nicht zur Schule, lässt niemanden an sich ran. Am liebsten würde sie für immer in ihrem Bett bleiben und nicht mehr aufstehen müssen. Doch ihre Eltern beharren darauf, dass sie ihr ganzes Leben noch vor sich hat und bereit sein muss, die Geschichte zu verarbeiten. Als Allie sich schließlich doch wieder auf der Straße blicken lässt, scheint jeder über sie zu tuscheln. Bald schon ist sie teuflischen Anfeindungen ausgesetzt, die ihr ziemlich an die Nieren gehen. Sie muss endlich wissen was wirklich geschehen ist als Trip starb, schließlich war sie in dieser Nacht bei ihm – doch sie kann sich an nichts erinnern...

In seinem nassen Surfanzug, dem blauen, der seine Augen so zur Geltung brachte, sah Trip aus wie Barbie-Ken als Wassersportler. Der Anzug lag eng an seinem Oberkörper an und seine Haare fielen ihm in feuchten Wellen über die Ohren. Er kam näher heran. (S. 21)

Es ist keine Seltenheit, dass man sich an nichts mehr erinnern kann, wenn man etwas Schreckliches erlebt hat. Oft verdrängt man unterbewusst ebenjene Ereignisse, da es zu schmerzhaft ist sich zu erinnern, alles immer und immer wieder zu erleben. Auch Allie hat keinerlei Erinnerung an die Nacht als ihr Freund starb. Dabei war sie doch den Spuren nach zu urteilen die ganze Zeit bei ihm. Seltsamerweise scheint auch sonst niemand etwas sagen zu können – oder zu wollen.

Allie erzählt die Geschichte aus ihrer persönlichen Sicht. Zu Beginn ist dies etwas mühselig, da sie ziemlich depressiv wirkt, was sicherlich verständlich ist, aber dennoch den Lesefluss ein wenig hemmt. Nach und nach ändert sich die Atmosphäre, wodurch auch der Stil flüssiger erscheint und der Leser regelrecht mitgerissen wird. Zwischenzeitlich gibt es immer wieder Rückblenden, die dabei helfen das Gesamtbild zusammenzusetzen und eigene Überlegungen anzustellen was wirklich geschehen sein könnte. Es werden immer wieder kleine Puzzleteile eingestreut, die jedes für sich kaum aussagekräftig sind, aber doch den Weg Richtung Lösung immer ein Stückchen weiter ebnen. Schnell zeigt sich, dass einige Personen erschreckende Geheimnisse hüten, die viel weitere Kreise ziehen als man sich vorstellen kann.

Indem man Allie auf ihrem Weg zurück in die Erinnerung begleitet, ist man nahe dran am Geschehen und kann fast fühlen was auch sie fühlt, vor allem den Schmerz, aber auch die Wut, die sich immer mehr anstaut. Durch die Rückblenden wird die Atmosphäre immer weiter aufgeheizt und Spannung aufgebaut. Denn für jeden gegebenen Hinweis gibt es mindestens ein weiteres Rätsel was auf dem folgenden Weg gelöst werden muss.

„Wo die Liebe tötet“ entstammt der Reihe Herzblut aus dem Kosmos-Verlag und ist nicht nur für Jugendliche eine spannende Lektüre, die gleichzeitig verstörend, aber auch faszinierend ist.