Samstag, 20. Dezember 2014

[REZENSION] Verwandlung

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Verwandlung (OT: Sweep 01 - Book of Shadows)
Autor: Cate Tiernan
Übersetzer: Elvira Willems
Verlag: cbt
Reihe: Das Buch der Schatten 1
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten



Autor:
Cate Tiernan wuchs in New Orleans auf und studierte Russische Literatur an der New York University. Sie arbeitete zunächst in einem renommierten Verlag in New York, bevor sie beschloss, selbst Schriftstellerin zu werden. Ihre Hexenserie "Das Buch der Schatten" ist ein riesiger Erfolg und wurde in mehrere Länder verkauft; ein Kinofilm ist in Arbeit. Heute lebt Cate Tiernan mit ihrem Mann, zwei Töchtern und zwei Stiefsöhnen, einem Pudel und vielen Katzen in North Carolina.


VERWANDLUNG

Morgan ist ein eher unauffälliges Mädchen, das gerne mit ihren Freunden Zeit verbringt und dem Mathe-Club angehört. Als jedoch der gutaussehende Cal an ihrer Schule auftaucht, scheint sich alles zu verändern. Alle sind fasziniert von dem Neuen und er scharrt die Mitschüler nur so um sich, da haben plötzlich Menschen miteinander zu tun, die sonst nie ein Wort gewechselt hätten. Plötzlich wird es magisch und Cal lässt die Bombe platzen: Er will einen Hexenzirkel gründen. Von dem Thema regelrecht angezogen, spürt Morgan, dass in ihrem Inneren etwas vor sich geht, etwas, das lange Zeit verborgen geblieben war...

„Verwandlung“ ist der erste Band aus der Reihe „Das Buch der Schatten“ von Cate Tiernan.
Recht früh spürt man deutlich, dass es sich hier um einen Serienauftakt handelt, da das Geschehen an einigen Stellen nicht so recht in Schwung kommen will. Allerdings merkt man ebenfalls, dass so manche Passage fast schon künstlich in die Länge gezogen wurde. Hier lässt sich nur vermuten, dass dies geschieht, um auch für die Folgebände noch genügend Stoff zu haben. Das ist allerdings nur Spekulation und lässt sich erst nach der Lektüre des zweiten Bandes tatsächlich beurteilen.

Leider bleiben auch die Charaktere noch etwas blass, Tiefgründigkeit sucht man vergeblich. Auch was die Wicca-Thematik angeht, sieht es ähnlich aus. Sicherlich hat jeder eine Ahnung vom Thema oder eine vage Vorstellung. Das reicht jedoch nicht, um alles nachvollziehen zu können. Hier hätte man sich doch weiterführende Erläuterungen gewünscht, um weiter in die Atmosphäre eintauchen zu können. Denn die Grundidee ist durchaus gut, Mängel gibt es jedoch in der Umsetzung.Der Abschluss des ersten Bandes ist fast schon von vornherein vorhersehbar, allerdings bleiben auch einige Fragen offen, was wiederum gut ist und dann doch wieder dazu verleitet, den zweiten Band lesen zu wollen.

Ansonsten lässt sich die Geschichte gut und flüssig lesen, die Sprache ist recht einfach gehalten, passt aber zur sonstigen Gestaltung. In gewisser Weise reizt den Leser das Buch schon, man fühlt sich aber doch ein bißchen hin und her gerissen, wie man es nun schlussendlich bewerten soll. Zieht man ein Resümee, überwiegen auf den ersten Blick die negativen Kritikpunkte. Doch die Neugierde und die Hoffnung, dass das Schwächeln nur daran liegt, dass es sich um den Auftakt handelt, der schon so manches Mal zäh daher kam, verhelfen dazu, dass sich die Gesamtbewertung dann doch im Mittelfeld bewegt.

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