Donnerstag, 25. Dezember 2014

[REZENSION] Tote Killer küssen besser

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Tote Killer küssen besser
Autor: Brita Rose Billert
Übersetzer: -/-
Verlag: AAVAA Verlag
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 175 Seiten



Autor:
Brita Rose Billert wurde 1966 in Erfurt geboren und ist Fachschwester für Intensivmedizin und Beatmung, ein Umstand, der auch in ihren Romanen fachkundig zur Geltung kommt. Sie lebt mit ihrer Familie in der kleinen Thüringer Stadt Greußen. In ihrer knappen Freizeit widmet sie sich ihrem Pferd und dem Westernreiten. Brita Rose Billert hat bereits fünf Romane veröffentlicht.

„Der Tanz des Falken“ und „Das Geheimnis des Falken“ eine Familiensaga, die die heutige Situation der Naturvölker Nordamerikas beschreibt.

„Maggie Yellow Cloud – Eine Lakotaärztin in Gefahr“ und „Maggie Yellow Cloud – Das verkaufte Herz“, zwei EthnoThriller um eine indianische Ärztin und „Die Farben der Sonne“, ein jugendlicher Rebell findet seine Familie, Pferde und einen außergewöhnlichen Freund.


TOTE KILLER KÜSSEN BESSER

Krankenschwester Rita liest leidenschaftlich gerne Krimis und landet plötzlich selbst in einem solchen. Während ihres Nachtdienstes wird ein Mann mit Schussverletzung eingeliefert, der eine Waffe bei sich führt. Er bittet sie um Hilfe und erzählt ihr eine schier unglaubliche Geschichte. Zunächst unschlüssig erklärt sich Rita schließlich doch bereit dem Fremden zu helfen, bis sie merkt, dass die ganze Sache vielleicht doch ein bißchen zu groß für sie ist. Und überhaupt, sie kennt diesen Mann doch gar nicht. Als sie herausfindet, dass er bereits vor einigen Jahren einen tödlichen Unfall hatte, ist es fast zu spät...

Der geneigte Krimileser kann sich wunderbar in Ritas Lage hineinversetzen. Stellt man sich nicht vielleicht doch das ein oder andere Mal vor, dass etwas, das man gerade liest, einem selbst passiert. Zugegebenermaßen sehnt man sich manchmal doch nach ein bißchen mehr Nervenkitzel, als das Leben für einen bereit hält. Aber gleich so viel wie es bei Rita der Fall ist? Wie man selber in ihrer Situation reagiert hätte, kann man vermutlich gar nicht sagen, bis man selber eine Entscheidung treffen muss.

Ob die sympathische Krankenschwester einfach überrumpelt wurde oder sich ihrerseits ebenfalls ein wenig mehr Aufregung in ihrem Leben wünscht, lässt sich nicht genau sagen, doch sie zögert nicht lange, als der fremde Mann sie um Hilfe bittet. Hatte man nicht bereits vorher eine angespannte Atmosphäre wahrgenommen und düstere Vorahnungen, so stellen diese sich spätestens zu diesem Zeitpunkt ein. Leser und Krankenschwester wissen nicht, wem sie als Gegner gegenüber treten müssen, man findet es im Grunde erst gemeinsam heraus. Dass man sich dabei in ein nervenaufreibendes Abenteuer wagt ist alles ganz deutlich sichtbar.

Rita ist kein Übermensch, sondern wirkt eher unscheinbar. Genau dadurch bleibt die Geschichte authentisch und auch lebendig, denn sie handelt nicht immer durchdacht, sondern häufig emotional. Spannung wird ebenfalls aufgebaut, da man als Leser keinen Vorteil hat was Zusammenhänge oder Kenntnisse anderer Charaktere angeht. Es bleibt also nichts anderes übrig als sich ebenso auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben, die so manches Mal anders ist als es zunächst scheint. Sicherlich hat man relativ schnell einen Verdacht was hier gespielt wird, doch sicher kann man sich noch lange nicht sein, dafür gibt es zu viele Unbekannte in der Gleichung.

Mit Wortwitz, Charme und Spannung erschafft Brita Rose Billert ein Werk, das sich sehen und lesen lassen kann.

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