Donnerstag, 18. Dezember 2014

[REZENSION] Glitzerkatze und Stinkmaus (Hörbuch)

Redakteur: Anette Leister

Titel: Glitzerkatze und Stinkmaus
Autor: Andreas Steinhöfel
Sprecher: Andreas Steinhöfel
Verlag: Silberfisch
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahre
Ausführung: Hörbuch, ungekürzte Autorenlesung, ca. 56 Minuten, 1 CD



Autor und Sprecher:
Andreas Steinhöfel wurde 1962 in Battenberg geboren, arbeitet als Übersetzer und Rezensent und schreibt Drehbücher – vor allem aber ist er Autor zahlreicher, vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher, wie z. B. »Die Mitte der Welt«. Für »Rico, Oskar und die Tieferschatten« erhielt er u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis. Nach Peter Rühmkorf, Loriot, Robert Gernhardt und Tomi Ungerer hat Andreas Steinhöfel 2009 den Erich Kästner Preis für Literatur verliehen bekommen. 2013 wurde er mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.


GLITZERKATZE UND STINKMAUS

Glitzerkatze Pellegrine und Stinkmaus Odoretta werden von ihren Familien verstoßen: Pellegrine von ihrem Besitzer Herrn Fischer, weil sie in einem Alter ist, in dem sie eigentlich glitzern, funkeln und strahlen müsste schöner als ein Weihnachtsbaum oder Silvester, aber sie glitzert nicht, und somit ist sie für Herrn Fischer nichts wert. Und Odoretta von ihrer direkten Verwandschaft - was ja noch viel schlimmer ist -, weil sie stinkt, und Stinkmäuse sollen nicht stinken, bei Stinkmäusen ist das also genau andersherum wie bei Glitzerkatzen.
Pellegrine und Odoretta akzeptieren sich so, wie sie sind, mit all ihren Stärken und Schwächen. Sie beziehen gemeinsam eine alte Scheune, die Ausgangspunkt für viele Abenteuer wird, die die beiden von nun an gemeinsam erleben.
Die Erzählungen von Pellegrine und Odoretta eignen sich sehr gut als kleine Episoden für zwischendurch oder als kurze Gute-Nacht-Geschichten vorm ins Bett gehen. Alle erzählen auf die eine oder andere Weise vom Anderssein, von Toleranz und Akzeptanz. Andreas Steinhöfel ist dabei sehr humorvoll und immer direkt, besonders in dem Kapitel, in dem Pellegrine und Odoretta Herrn Fischer die Meinung geigen, gibt er - beziehungsweise die beiden - nochmal alles.
In den Geschichten von Andreas Steinhöfel spielen häufig Außenseiter eine Hauptrolle, in Glitzerkatze und Stinkmaus sind es diesesmal tierische Protagonisten, die ihre Andersartigkeit offensichtlich nach Außen tragen beziehungsweise "duften", so dass schon für ganz kleine Zuhörer deutlich wird, warum Pellegrine und Odoretta von einigen nicht akzeptiert werden. Umso schöner ist es für die beiden und die Zuhörer, wenn sie sich finden und immer füreinander da sind und gegenseitig für sich einstehen.
Wenn es Pellegrine und Odoretta gut geht, dann sieht und riecht man dies auch direkt: tatsächlich kann man Pellegrine dann strahlen sehen wie einen Christbaum und Odoretta duftet in diesen Momenten wunderbar nach Vanille... Eine wunderschöne Metapher dafür, wie inneres Glück nach Außen strahlen kann.

"Du bist meine einzige Freundin auf der Welt und du kannst stinken so viel du willst." (Track 1)

Die Geschichten von Pellegrine und Odoretta:
* Wie Pellegrine die Stinkmaus kennenlernte
* Wie Pellegrine für Odoretta ein Geschenk besorgte
* Wie Pellegrine und Odoretta die Spatzmeise fanden
* Wie Pellegrine und Odoretta einen Geradeausflug machten
* Wie Odoretta mal fliegen konnte und Pellegrine nicht
* Wie Odoretta erkältet war und Pellegrine ihr eine Geschichte erzählte
* Wie Pellegrine und Odoretta mit Herrn Fischer abrechneten

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