Montag, 17. November 2014

[REZENSION] Ragnarök

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Ragnarök
Autor: Marita Sydow Hamann
Verlag: Grassroots Edition
Reihe: Die Erben der alten Zeit 3
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Ausführung: Hardcover, 544 Seiten



Autor:
Marita Sydow Hamann lebt mit ihrem Mann, zwei Hunden, zwei Pferden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Småland in Schweden. Sie schreibt Fantasyromane und Kinder- und Jugendbücher.



RAGNARÖK

Der Menschheit scheint nichts anderes übrig zu bleiben als sich ihrem Schicksal zu stellen. Der Niedergang der Welt, wie wir sie kennen, steht kurz bevor. Laut einer Überlieferung soll es einzig und allein einer 14-jährigen bestimmt sein, dies zu verhindern. Doch wie soll sie das schaffen, wenn sie auf einem anderen Planeten – Euripides – festsitzt? Außerdem muss sie sich zusätzlich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen, die für sie auch völliges Neuland bedeutet. Wird es dem Mädchen gelingen alle zu überraschen und den Untergang zu stoppen?

Mit „Ragnarök“ endet die Trilogie von Marita Sydow Hamann um „Die Erben der alten Zeit“. Wie bei einem solchen Projekt üblich, sollte die vorgegebene Reihenfolge beim Lesen eingehalten werden, da es ansonsten fast unmöglich ist, die richtigen Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen, um was es eigentlich geht. Das fällt teilweise sogar schwer, wenn man die Reihe verfolgt hat, denn es ist unumgänglich konzentriert bei der Sache zu bleiben. Fremde Planeten, ferne Welten und mystische Vorkommnisse sind nur ein Bruchteil von dem, was den Leser an Neuland erwartet. Nicht alles erschließt sich sofort, wodurch ein gewisses Maß an Fantasie vorhanden sein muss. Realität und Fiktion vermischen sich sehr schnell, so dass man unbedingt offen für dieses Genre sein muss.

Aber zum Abschluss der Trilogie: Der Schreibstil der Autorin ist flüssig wie eh und je und schafft es somit, den Leser schnell wieder ins Geschehen zu ziehen. Ihre Darstellungen, egal wie realitätsfern sie erscheinen, kommen lebendig und authentisch daher, so dass man tatsächlich glaubt, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als man eigentlich zu wissen meint. Auch die Charakterentwicklung nimmt einen Großteil der Beschreibungen ein, die jedoch gekonnt ins Geschehen eingewoben werden, so dass es nicht zu einer Unterbrechung im Lesefluss kommt. Verfolgt man die Reihe von Beginn an, wird man schnell feststellen, dass sich hier einiges getan hat.

Da schon sehr viel im Vorhinein geschehen ist, springt dem Leser die Spannung von Anfang an entgegen. Es wird versucht, diese auf einem recht hohen Niveau zu halten, doch hier liegt die Schwierigkeit darin, da es sich um den Abschlussband handelt, dass ebenfalls versucht wird bis zum Ende alle offenen Fragen zu klären. Dadurch ergibt sich zeitweise eine Kollision, so dass die Spannung zwar nicht unbedingt absinkt, aber durchaus stagniert.

„Die Erben der alten Zeit“ - eine Geschichte weit ab vom Mainstream, die auf jeden Fall eine Chance verdient hat. Allerdings sollte man sich zuvor gut überlegen, ob man bereit ist ein wenig Zeit zu investieren. Außerdem ist es zwingend erforderlich ohne Erwartungen an die Sache heranzugehen, denn man wird sicherlich nicht das bekommen was man sich vorgestellt hat. Doch ist man offen und lässt das Geschehen einfach auf sich zukommen, wird man es nicht bereuen.


Reiheninfo:
Band 1: Das Amulett
Band 2: Der Thul



Redakteur: Natalie Burger

Inhalt:
Auf der Erde tobt der Eissturm und es droht eine Katastrophe während auf Euripidis Chiara, Sora und ihre Freunde fest sitzen. Der Fimbulwinter, von Oden heraufbeschworen sucht die Erde Heim und leitet Ragnarök ein - Das Ende der Welt.
Die Menschen wissen nicht was sie tun sollen, nur Chiara und ihre Freunde können nun helfen indem sie Oden bekämpfen und besiegen...

Meine Meinung:
Wieder ist eine Trilogie zu Ende und gerade bei dieser fiel es mir schwer wirklich bis zum Ende zu lesen. Das liegt aber wohl an meinem Geschmack und daran das ich es nicht mit Mythologie habe. Trotzdem wollte ich diese Trilogie beenden und zu einem Abschluss bringen.

Es gibt wirklich mehr positive Eindrücke dieser Reihe und dieses Buches als negative Seiten. Die negativen sind eindeutig Geschmacksache. Beim ersten band fand ich die Idee von der Verbindung von der Erde und einem fernen Planeten noch sehr interessant und spannend. Doch dann wendete sich meines Empfindens nach alles ein wenig mehr Richtung Mythologie und irgendwann kam ich dann nicht mehr mit.

Die Autorin beschreibt alles recht verständlich und doch was es manchmal zu viel Input so dass ich auch dran zweifel ob 12 Jährige dann wirklich noch mitkommen, aber vielleicht unterschätze ich sie da. Marita Sydow Hamann erzählt sehr ausschweifend. Wichtig um vieles zu verstehen aber schwierig um das Wichtige für das Fortkommen und weiterlesen raus zu filtern.

Die Figuren haben sich allesamt sehr weiter entwickelt und haben alle ihren eigenen Charakter der sie so unverwechselbar machen. Charlie macht wohl den größten Sprung was ihre Entwicklung und auch ihre magischen Kräfte betrifft. Bei mir muss die Magie nach 14 Jahren unter Menschen erstmal erwachen, das braucht Zeit und auch wenn sie immer besser wird hebt sie nicht ab. Sie bleibt normal und verfolgt ihr Ziel.

Die Autorin hat die nordische Mythologie gekonnt in Szene gesetzt und mit einem modernen Märchen verwoben. Die Spannung ist überwiegend spürbar und ich war auf das Ende gespannt. Auch hier hat sie mich nicht enttäuscht, so dass ich am Ende eine doch recht positive Bewertung abgeben kann.

Als ich diese Trilogie begann war mir nicht klar wie viel Mythologie drin steckt und wurde damit überrascht. Jedem der bei Band eins anfängt sollte klar sein, das nicht immer alles leichte Kost ist und das man sich für diese Reihe etwas Zeit nehmen sollte.

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