Donnerstag, 20. November 2014

[REZENSION] Eisblau ist die Liebe

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Eisblau ist die Liebe
Autor: Lena Klassen
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: Herzblut
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Broschur, 272 Seiten



Autor:
Lena Klassen wurde 1971 in Moskau geboren und wuchs in Deutschland auf. Jetzt lebt sie mit ihrer Familie im ländlichen Westfalen. Sie studierte Literaturwissenschaft, Anglistik und Philosophie an der Universität Bielefeld, wo sie 1999 promovierte. Unter ihrem Pseudonym Maja Winter hat sie bereits zahlreiche Romane veröffentlicht. Lena Klassen schreibt vor allem Fantasy und Jugendbücher, ist aber auch einem literarischen Mord hin und wieder nicht abgeneigt, wie ihr Krimi „Schwesterherz“ beweist.


EISBLAU IST DIE LIEBE

Luna kann es kaum glauben, doch es scheint, als würde der attraktive David sich tatsächlich für sie interessieren. Oder hat sie sich doch alles nur eingebildet?
Als Davids Schal neben der Einbruchstelle im zugefrorenen See und ein verwirrender Abschiedsbrief auftaucht, ist Luna sich nicht mehr sicher was sie glauben soll. Aber so einfach will sie nicht aufgeben. Gemeinsam mit Davids bestem Freund und seiner Ex-Freundin versucht sie der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Dabei macht sie Entdeckungen, die nie ans Licht hätten kommen sollen...

Lena Klassen lässt dem Leser kaum Zeit sich in das Geschehen hineinzufinden. Der Prolog bleibt bewusst vage, aber dennoch so, dass man ihn im Hinterkopf behält, um im geeigneten Moment einen Zusammenhang zum Gesamtgeschehen herstellen zu können.
Nach einer kurzen Einführung der Protagonisten zieht die Spannung deutlich an, man ist sich plötzlich auch gar nicht mehr so sicher, ob das, was man zuvor über die Charaktere gelesen hat, wirklich der Wahrheit entspricht. Einiges scheint nicht so recht zusammen zu passen, doch wer hier ein Geheimnis hütet ist nicht so leicht zu ermitteln.

Im weiteren Verlauf nimmt die Spannung stetig zu, man entwickelt diverse Theorien und verwirft diese wieder. Bald schon ist man mehr als nur verwirrt und traut eigentlich niemandem mehr über den Weg. Es scheint als hätte jeder ein Motiv für die schrecklichen Dinge, die vor sich gehen. Aber nachweisen kann man dennoch niemandem etwas. Die Spuren führen den Leser von einer Sackgasse zur nächsten, aber so leicht lässt man sich nicht beirren und aufgeben ist schonmal überhaupt keine Option.

Lena Klassen greift ein fast schon alltägliches Thema auf, das vermutlich häufiger als gedacht aus dem Ruder läuft. Auch wenn man zunächst denkt, dass die dargestellten Taten eher abwegig sind, so merkt man doch schnell, dass sie näher an der Realität angelehnt sind als man sich vorstellen möchte. Ob es allerdings wirklich möglich ist einen solchen Plan wie er hier vorliegt in die Tat umzusetzen, sei dahingestellt, austesten möchte man dies wahrlich nicht.

Mit „Eisblau ist die Liebe“ gelingt der Autorin ein packender Jugendthriller, der nicht nur für kurzweilige Lesestunden sorgt, sondern auch informiert und zum Nachdenken anregt.

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