Freitag, 7. November 2014

[REZENSION] Das Feengrottengeheimnis

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Das Feengrottengeheimnis
Autor: Rolf Sakulowski
Übersetzer: -/-
Verlag: Sutton Verlag
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 384 Seiten



Autor:
Nach einer Assistenzzeit im ehemaligen DEFA-Studio für Dokumentarfilme studierte Rolf Sakulowski an der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf« in Potsdam-Babelsberg. Seit 20 Jahren dreht der erfahrene Autor und Regisseur Filme im In- und Ausland. Daneben gibt er auch Filmseminare und arbeitet zu Themen polizeilicher Krisenintervention. »Das Feengrottengeheimnis« ist sein Debüt als Krimiautor.


DAS FEENGROTTENGEHEIMNIS

Als seine Freundin Fenja, die für ihr Studium die Saalfelder Feengrotten untersucht, plötzlich nicht mehr auftaucht, ist Jonas in großer Sorge. Doch niemand scheint diese zu teilen, im Gegenteil, er wird sogar noch als verrückt abgestempelt. Jonas aber gibt nicht auf, er ist sicher, dass sie in den Grotten verschwunden ist und beginnt eigene Nachforschungen anzustellen, da die Polizei seiner Meinung nach in die falsche Richtung ermittelt. Als plötzlich immer mehr Todesfälle auftreten, gerät Jonas sogar in den Fokus der Polizei. Nun muss er sich beeilen und den wahren Täter präsentieren, sonst ist Fenja verloren...

Ob die Kripo auch daran gedacht hatte, die Schnappschüsse der Urlauber auszuwerten, die am Tag von Fenjas Verschwinden über das Freigelände flaniert waren?
Vielleicht hatte sie jemand zufällig auf einem Bild festgehalten. Im Gespräch mit irgendjemandem.
Es würde nicht leicht sein, all die unfreiwilligen Zeugen noch einmal zusammenzubekommen oder sie auch nur von diesem Ansinnen in Kenntnis zu setzen. Jonas nahm sich vor, die Kommissarin danach zu fragen. (S. 150)

Die Saalfelder Feengrotten sind wohl dem ein oder anderen ein Begriff, auch wenn man sie selbst noch nicht besucht hat. Dafür möglicherweise andere Grotten oder Höhlen, so dass man zumindest einen Eindruck davon hat wo man sich aufhält. Auf Grund der detailgetreuen Beschreibungen fällt dies aber auch sehr leicht, wenn man keinerlei Vergleichsmöglichkeiten besitzt. Man fühlt sich schnell heimisch und glaubt beinahe selber vor Ort zu sein, was die eigenen Ermittlungen deutlich antreibt, da man nicht das Gefühl hat sich erst einmal zurechtfinden zu müssen.

Spannung tritt von Anfang an auf, schon allein durch Fenjas Verschwinden und das Unverständnis, auf das Jonas stößt. Seine Unruhe überträgt sich auf das Innere des Lesers, so dass absolut nachvollziehbar wird, dass er nicht zum Stillstand kommt. Er muss einfach selbst etwas tun, um seine Freundin zu finden. Der Leser ist da ganz an seiner Seite, hat auf Grund der beobachtenden Perspektive einen etwas umfassenderen Blick auf das Szenario, aber nicht unbedingt eine bessere Spur.

Im Laufe der Zeit und je mehr Personen auftreten, erhält man dann aber doch den ein oder anderen entscheidenden Hinweis. Sicherlich liegt der nicht einfach so herum, man muss schon ein bißchen zwischen den Zeilen lesen, aber dann kann man sich ziemlich sicher sein die Lösung gefunden zu haben. Das hilft allerdings nur insofern, dass man nun weiß wie Jonas sich besser nicht verhalten sollte, sagen kann man es ihm jedoch nicht. Entsprechend muss man hoffen, dass er selber seine Sinne beisammen hält und den Täter entlarvt.

„Das Feengrottengeheimnis“ entführt den Leser für einige Zeit in eine andere Welt, obwohl sich eigentlich alles im realen Bereich abspielt. Einige Dinge bleiben zum Ende hin offen, so dass es zum einen möglich ist, eine Art Fortsetzung anzufügen, zum anderen aber auch der Fantasie des Lesers keine Grenzen gesetzt sind. Die Kernpunkte jedoch wurden ausreichend aufgelöst, so dass man hier nicht immer noch ein rastloses Gefühl verspürt.

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