Sonntag, 23. November 2014

[REZENSION] Commissario Pavarotti küsst im Schlaf

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Commissario Pavarotti küsst im Schlaf
Autor: Elisabeth Florin
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: Commissario Pavarotti 2
Ausführung: Taschenbuch, 400 Seiten



Autor:
Elisabeth Florin wuchs in Süddeutschland auf und verbrachte als Jugendliche viel Zeit in Meran. Ihre journalistische Laufbahn begann sie im nahen Bozen bei der Radiotelevisione Italiana (RAI). Meran hat sie seither nicht mehr losgelassen. Elisabeth Florin arbeitet seit zwanzig Jahren als Autorin, Finanzjournalistin und Kommunikationsexpertin für Banken und Fondsgesellschaften in Frankfurt. Sie lebt mit ihrer Familie im Taunus.


COMMISSARIO PAVAROTTI KÜSST IM SCHLAF

Der Todesfall in einer psychiatrischen Klinik scheint zunächst eher unspektakulär, doch Commissario Pavarotti stößt während seiner Ermittlungen plötzlich auf mehr als eine Ungereimtheit. Gemeinsam mit Lissie, die er mit einem Trick aus Deutschland nach Meran lockt, deckt er nach und nach diverse Geheimnisse auf. Dass darüber nicht jeder erfreut sein wird war vorherzusehen und so geraten Pavarotti und Lissie schneller in die Schusslinie als ihnen lieb ist...

Ein Windhauch strich über Pavarottis feuchte Unterarme, und er bekam Gänsehaut. Plötzlich glaubte er, Stimmen zu vernehmen. Er spitzte die Ohren. Eine Stimme war jetzt deutlich herauszuhören. Sie gehörte der hiesigen Gerichtsmedizinerin. Pavarotti hob die Augen zum Himmel und wappnete sich. Eine schreckliche Frau. Bedauerlicherweise war sie seine Schwester. (S. 20)

„Commissario Pavarotti küsst im Schlaf“ ist nach „Commissario Pavarotti trifft keinen Ton“ der zweite Fall rund um den Ermittler mit dem bekannten Namen. Doch auch wenn man den Vorgänger nicht gelesen hat, ist es möglich den zweiten Band nachvollziehen zu können. Für die Entwicklung der Charaktere ist es, wie bei Reihen bekannt, allerdings von Vorteil, auch den ersten Band gelesen zu haben. Hier werden jedoch wichtige Ereignisse kurz rekapituliert, so dass man zumindest Informationstechnisch nahezu auf demselben Stand ist.

So unscheinbar der Fall zunächst aussieht, stellt sich doch schnell heraus, dass man hier in einem einzigen Verwirrspiel gefangen gehalten wird. Denn nichts ist wie es scheint und die Wahrheit wird wohl von mehr als einem Protagonisten nicht so ganz ernst genommen. Doch auch wenn man sich als Leser sicher ist die ein oder andere Lüge entlarven zu können, so ist man dennoch darauf angewiesen, dass auch dem Commissario dies gelingt. Ansonsten kann man sich zwar in Spekulationen ergehen, doch erhält man nicht unbedingt alle Antworten auf seine Fragen. Hin und wieder ist man somit auch etwas erstaunt über die Ermittlungen, sowohl methodisch wie auch auf das Ergebnis bezogen.

Spannung wird von Anfang an kontinuierlich aufgebaut, wenn auch manches Mal nicht so schnell wie man es sich gewünscht hätte. Erst nach geraumer Zeit wird das Tempo ordentlich angezogen und der Leser vollends vom Geschehen gefesselt. Dann aber gibt es kein Halten mehr, man stürzt sich auf jeden sich bietenden Hinweis und versucht zu ergründen womit man es hier wohl zu tun hat.

„Commissario Pavarotti küsst im Schlaf“ wartet zusätzlich mit einer ordentlichen Portion Humor auf, der vermutlich nicht immer jedermanns Sache sein wird, doch stimmig zum Inhalt erscheint. Der Mix aus Witz und Spannung ergibt gute und kurzweilige Unterhaltung, von der man gerne mehr lesen möchte.


Reiheninfo:
Band 1: Commissario Pavarotti trifft keinen Ton

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