Freitag, 10. Oktober 2014

[REZENSION] Vilja und das Räuberfest

Redakteur: Anette Leister

Titel: Vilja und das Räuberfest (OT: Me Rosvolat ja konnakaraoke)
Autor: Siri Kolu
Übersetzer: Anu Katariina Lindemann
Verlag: Heyne fliegt
Reihe: Vilja 2
empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Ausführung: Hardcover, 416 Seiten



Autor:
Siri Kolu, Jahrgang 1972, studierte Literaturwissenschaften und Theaterwissenschaften in Helsinki und arbeitet heute als Dozentin, Dramaturgin und Regisseurin. Mit "Vilja und die Räuber", dem Auftakt zu ihrer erfolgreichen Kinderbuchserie, gewann 2010 sie den Finlandia Junior Preis für das wertvollste Jugendbuch. Siri Kolu lebt in Vantaa bei Helsinki.


VILJA UND DAS RÄUBERFEST

Die Sommerferien beginnen für Vilja wirklich schlimm: statt mit den Räuberbergs erneut unterwegs zu sein, haben ihre Eltern sie in ein Musik-Ferienlager gesteckt. Aber die Räuberbergs wären keine guten Räuber, wenn sie Vilja nicht von dort rauben könnten und schon bald erlebt Vilja ihren zweiten Sommer an Bord des räuberbergschen Busses quer durch Finnland zum alljährlichen Räubersommerfest, wo die Räuberbergs gegen die anderen Räuberfamilien um die Führung der Räuberstämme kämpfen. Auch Vilja darf dabei nicht fehlen und trainiert eifrig mit Hele das SCHUMMELn, während Hele selbst ihre Mutter im Q&R vertreten und die ganze Familie gegen hinterhältige Pläne der anderen Räuberfamilien vorgehen muss.

In Anlehnung an "Herr der Ringe" hat Siri Kolus Mann Überschriften für die drei Teile des Buches ausgesucht:
Ritter der Süßigkeiten, Zwei Kapitäne, Die Rückkehr des Räuberkönigs
Im ersten Teil wird die hindernisreiche Fahrt der Räuberbergs zum Räubersommerfest geschildert, ihre Raubzüge auf dem Weg dorthin und natürlich die Vorgeschichte von Viljas kurzem Aufenthalt im Musik-Sommerlager und ihrer Entführung von dort.
Im zweiten Teil geht es dann um das Räuberfest und die dortigen Wettkämpfe, im letzten Teil werden einige Dinge aufgelöst, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt haben.
Anfang und Mittelteil sind etwas arg in die Länge gezogen und vermitteln nicht ganz so gropen Lesespaß wie der Auftaktband um Vilja und die Räuberbergs. Man erfährt mehr über die anderen Räuberclans, allerdings geht dies zu Lasten um die Charaktere der Räuberbergs. Es geht kaum um die Freundschaft zwischen Vilja, Hele und Kalle, und auch die Erwachsenen Mitglieder der Räuberbergbande kommen recht kurz weg. Da wäre Raum für mehr gewesen, wenn dafür die teils ausschweifenden Wettkämpfe kürzer gefasst worden wären.
Gerade für die anvisierte Zielgruppe ab 10 Jahren hätte der Geschichte etwas Straffung in mancher Hinsicht gutgetan, das Ende ist jedoch sehr spannend und verspricht einen stärkeren dritten Band, in dem man möglicherweise sogar mehr über Viljas Schwester Vanamo erfahren wird, die sich hier im zweiten Band als ganz interessanter Charakter herausstellt, der noch für einige Verwicklungen und schräge Szenen sorgen könnte.

Reihen-Info:
Vilja und die Räuber
Vilja und das Räuberfest
Vilja und der Räuberschatz
Vilja Bände 4 und 5 noch ohne dt. Erscheinungsdatum

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