Mittwoch, 22. Oktober 2014

[REZENSION] Mord mit Streusel

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Mord mit Streusel
Autor: Jutta Mehler
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: Band 2
Ausführung: Taschenbuch, 192 Seiten



Autor:
Jutta Mehler, Jahrgang 1949, hängte frühzeitig das Jurastudium an den Nagel und zog wieder aufs Land, nach Niederbayern, wo sie während ihrer Kindheit gelebt hatte. Seit die beiden Töchter und der Sohn erwachsen sind, schreibt Jutta Mehler Romane und Erzählungen, die vorwiegend auf authentischen Lebensgeschichten basieren.


MORD MIT STREUSEL

Es sollte eigentlich nur eine Routinevorführung sein, doch eine plötzliche Explosion kostet zwei junge Feuerwehrmänner das Leben. Polizei und Gutachter gehen von einem Unfall aus, doch der Kommandant glaubt, die beiden Männer sollten vorsätzlich ermordet werden. Daher bittet er Thekla, Hilde und Wally um Hilfe, weiß er doch, dass sie bereits einen anderen Kriminalfall erfolgreich gelöst haben. Doch die Ermittlungen sind alles andere als ungefährlich und als das Trio den Täter aufscheucht, werden sie schon bald selber ins Visier genommen...

Hilde brach das Schweigen. „Ali will uns den Versuch vorführen lassen.“
„Wozu?“, hätte Thekla gern gefragt. „Hast du uns im Krönner nicht genauestens beschrieben, wie ein kontrollierter Spraydosenzerknall vor sich geht? […] Wir brauchen uns ja nicht vor Augen zu führen, wie das Experiment im Normalfall abläuft. Was wir herausbekommen müssen, ist, warum es dieses eine Mal schiefgegangen ist.“ (S. 23)

Obwohl Thekla, Hilde und Wally in ihrem ersten Fall „Mord und Mandelbaiser“ ihre Ermittlungen beinahe mit dem Leben bezahlt hätten, dauert es nicht lange, bis sie einsehen, dass sie dem Kommandanten der Feuerwehr helfen müssen. Er ist fest davon überzeugt, dass seine beiden Männer nicht zufällig zu Opfern wurden, doch Polizei und Staatsanwaltschaft glauben ihm nicht. Daher wendet er sich an das rüstige Trio, das sofort mit den Ermittlungen beginnt.

Wer die drei Damen aus dem ersten Band bereits kennt, weiß, dass jede ihre Eigenarten hat, und dass sie gerade deswegen so gut zusammenpassen. Sie ergänzen sich geradezu. Zwischen Tee und Kuchen wird diskutiert und spekuliert was das Zeug hält und natürlich werden Pläne geschmiedet wie weiter vorzugehen ist und wer welche Aufgabe dabei übernehmen soll. Obwohl sie noch keinerlei vorzeigbare Ergebnisse haben, scheint das Trio auf dem richtigen Weg zu sein. Denn schon bald werden sie selber Opfer diverser Angriffe, die nur bedeuten können, dass sie kurz vor dem Durchbruch stehen.

Der Leser verfolgt gebannt die Entwicklungen, hat auch die ein oder andere Idee im Kopf, doch vieles zerschlägt sich im Laufe der Zeit, da es sich häufig um Sackgassen handelt, in die man hineingeraten ist. Erst zum Ende hin erschließt sich das gesamte Ausmaß und auch Motiv und Täter können somit schnell entlarvt werden. Das heißt allerdings nicht, dass der Ausgang der Geschichte auch schon klar ist, denn hier gibt es noch eine unerwartete Wendung, die den Leser und auch die Protagonisten noch einmal den Atem anhalten lässt.

Im direkten Vergleich mit dem ersten Band schwächelt „Mord mit Streusel“ ein klein wenig, da sich am Schluss plötzlich alles sehr schnell ergibt. Dies passt nicht ganz zum vorher vorgegebenen Tempo des Geschehens, weshalb man sich ein wenig überrumpelt fühlt. Dennoch ist natürlich auch dieser zweite Band nicht zu verachten was Spannung, Humor und Ermittlungstätigkeit der drei Damen angeht. Außerdem hofft man auf weitere Fälle für das Trio.


Reiheninfo:
Band 1: Mord und Mandelbaiser

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