Donnerstag, 16. Oktober 2014

[REZENSION] Im Licht des Bösen

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Im Licht des Bösen (OT: Drengen og Dæmonen)
Autor: Jens Østergaard
Übersetzer: Nora Pröfrock
Verlag: Lyx
Reihe: Thomas Nyland 2
Ausführung: Taschenbuch, 352 Seiten



Autor:
Jens Østergaard hat Journalismus studiert und unter anderem als Redakteur bei einem dänischen Radiosender gearbeitet. Heute ist er als Kommunikationsberater tätig. Sein erster Roman hat in Dänemark für großes Aufsehen gesorgt.


IM LICHT DES BÖSEN

Der Kopenhagener Polizist Martin Dahl kommt durch Zufall an einer Unfallstelle vorbei, an der Mutter und Tochter um ihr Leben ringen. Er setzt sofort einen Notruf ab, doch als die Rettungskräfte eintreffen sind er und das Mädchen verschwunden und es gibt nicht den kleinsten Hinweis darauf wo sie sein könnten. Kommissar Thomas Nyland mobilisiert alle Kräfte, um die Vermissten zu finden, doch die Suche gestaltet sich schwerer als gedacht, denn Mutter und Tochter benutzten falsche Namen...

„Im Licht des Bösen“ ist der zweite Band rund um Kommissar Thomas Nyland, der bereits einen mehr als persönlichen Fall lösen musste. Nun ist wieder einer seiner Kollegen involviert. Wird die Geschichte sich wiederholen? Nyland setzt alles daran, dass dies nicht geschieht, auch wenn er noch nicht genau weiß wie er an diesen Fall herangehen soll. Denn die beiden Unfallopfer scheinen keine Vergangenheit zu haben.

Dieser Band wartet bereits von Anfang an mit ordentlich viel Spannung auf, die sich immer weiter steigert. Als Leser erfährt man zwischenzeitlich mehr über das Verschwinden Dahls und des Mädchens, doch einen Hinweis auf ihren Verbleib gibt es dabei nicht. Vielmehr hofft man dadurch umso mehr, dass die Ermittlungen schneller laufen, da nie gewiss ist wieviel Zeit noch bleibt.
Der Sprachstil ist flüssig, so dass man dem Geschehen ohne Weiteres folgen kann und gleichzeitig mitten hinein gezogen wird. Es ist kaum möglich die Lektüre beiseite zu legen, da man unbedingt wissen möchte wie es weiter geht und ob es zu einem positiven Ende kommt oder ob es noch weitere Opfer geben wird.

Inhaltlich ist der Band durchaus unabhängig von „Bis ans Ende ihrer Tage“ verständlich, da wichtige vorherige Ereignisse kurz aufgegriffen werden, um Hintergrundinformationen zu erhalten und um so manche Gedankengang der Protagonisten besser nachvollziehen zu können. Allerdings ist es für die Entwicklung vor allem der Hauptcharaktere schon sinnvoll, die gegebene Reihenfolge einzuhalten. Denn nachträglich den ersten Band zu lesen wäre vermutlich nicht mehr ganz so reizvoll wie vorher.

„Im Licht des Bösen“ zieht den Leser in seinen Bann und lässt ihn auch nach der Lektüre so schnell nicht mehr los. Die düstere Atmosphäre überträgt sich sofort und lichtet sich erst wieder, sobald auch etwas Durchblick im vorliegenden Fall zu finden ist. Glücklicherweise muss man gar nicht mehr so lange auf eine Fortsetzung warten, denn bereits im Januar soll der nächste Fall für Thomas Nyland erscheinen.


Reiheninfo:
Band 1: Bis ans Ende ihrer Tage

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