Donnerstag, 2. Oktober 2014

[REZENSION] Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe (OT: Zac & Mia)
Autor: A.J. Betts
Übersetzer: Katharina Diestelmeier & Anja Malich
Verlag: Fischer KJB
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Ausführung: Hardcover, 336 Seiten



Autor:
A. J. Betts ist Englischlehrerin und Dozentin in Perth, Australien. Sie unterrichtet seit vielen Jahren in einem Krankenhaus. Die Jugendlichen, die sie dort kennengelernt hat, haben sie zu diesem Roman inspiriert. ›Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe‹ wurde mit dem renommierten Text Prize for Young Adult and Children’s Writing 2012 ausgezeichnet.



DIE UNWAHRSCHEINLICHKEIT VON LIEBE

Inhalt:
Zac liegt im Krankenhaus, er hat Leukämie und hat außer den Schwestern und seine Mutter keine Kontakte nach Außen. isoliert damit die Zellen anwachsen. Neben ihm in Zimmer 2 zieht ein neuer Patient ein, viel mehr eine Patientin: Mia, als sie die Musik zu laut hat klopft er an....der Beginn einer besonderen Beziehung die übers Krankenhaus hinaus geht.

Meine Meinung:
Als dieses Buch überraschend hier ankam habe ich mich erst sehr gefreut. Es war ein liebevoll gepacktes Päckchen mit Lavendelblüten. Als ich die Erklärung der Autorin las dachte ich allerdings nicht noch ein Krebs-Buch.

Krebs-Bücher ziehen mich momentan magisch an und ich lese sie auch, doch es gibt so viele mittlerweile. Ob das schlecht oder gut ist sollten diejenigen die direkt betroffen sind entscheiden. Dieses Buch hier als Freundin einer leider an Krebs verstorbenen jungen Frau, empfand ich als gut und ein wenig erklärend wie durcheinander die Gefühlswelt gebracht wird.

Das Buch ist in drei Teilen geschrieben. Zac, und, Mia. Zac ist auch derjenige der mit der Erzählung beginnt. Es kommen harte Zahlen und Fakten drin vor. Überlebenschancen. Über die Leukämie selbst gibt es nur wenig zu lesen. Dafür viel über Zacs Gefühle und seinen Tagesablauf. Manchmal etwas ruppig, manchmal niedergeschlagen, aber überwiegend sehr positiv. Er berichtet vom Krankenhausalltag und auch von den anderen Patienten. So kommt dann irgendwann auch Mia ins Spiel.

Zac ist ein 17 Jähriger junger Mann, der es kaum erwarten kann aus dem Krankenhaus raus zu kommen. Er ist positiv und voller Leben auch wenn er um seine Chancen weiß, ein Kämpfer, der auch viel an die Gefühle seiner Mitmenschen denkt. Er geht offen mit dem Krebs um.
Mia ist genau das Gegenteil. Die Tatsache nicht akzeptierend verschweigt sie den meisten in ihrem Umfeld was los ist und findet Ausreden. Sie sieht alles sehr negativ und kämpft mehr gegen die Menschen die es gut meinen als gegen den Krebs und das obwohl ihre Prognosen gut sind.

Im Teil "Und" geht es um das Leben nach dem Krankenhaus und für mich ist das der intensivste Teil. Hier berichten Mia und Zac je nach Situation. Das ist immer gekennzeichnet. Im letzten Teil Mia ist es überwiegend Mia die berichtet.

Hervorheben möchte ich hier das Ende des Buches. Es ist kein Weichspüler-Buch, sondern geht realistisch mit der Diagnose Krebs um. Es zeigt was passieren kann wie groß die Chancen sind und wie ein Patient damit umgeht. Es gibt sicher nicht nur schwarz und weiß wie Mia und Zac, aber ich denke die Beiden kommen dem ganzen schon ganz nah.

Auch wenn das ein Jugendbuch ist, was ich auch für die Altersklasse empfehlen kann fehlt mir am Ende ein wenig eine Erklärung zu den Krebsarten. Hier in dem Buch geht es um zwei verschiedene Krebsarten und mich hätte ein wenig mehr interessiert als die Überlebenschancen. Die finde ich für eventuelle Krebspatienten die im angegebenen Alter sind vielleicht nicht so doll.

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