Mittwoch, 15. Oktober 2014

[REZENSION] Der letzte Engel

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Der letzte Engel
Autor: Zoran Drvenkar
Übersetzer: -/-
Verlag: cbj
Reihe: Band 1
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 448 Seiten



Autor:
Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren und zog als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin. Seit über 20 Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller und schreibt Romane, Gedichte und Theaterstücke über Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zoran wurde für seine Bücher mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und lebt heute in der Nähe von Berlin in einer ehemaligen Kornmühle.


DER LETZTE ENGEL

Was würdest du tun, wenn du eine Email erhältst, in der dir ein Fremder mitteilt, dass du tot bist, wenn du das nächste Mal aufwachst? Lachen? Nicht einschlafen wollen? Ignorieren? Motte bekommt so eine Mail und ist sich nicht wirklich sicher, was er davon halten soll. Als dann das Unfassbare eintritt und die Vorhersagung wahr wird, ist er auf alles gefasst, aber nicht auf die Nachricht, die er dann erhält: Er ist der letzte Engel auf Erden. Verwirrend und verstörend geht es von nun an für ihn weiter. Er erfährt Dinge über sich und seine Mitmenschen, die er bisher nicht einmal ahnte und überhaupt verändert sich sein Dasein von Grund auf...

Zoran Drvenkar spielt sehr mit dem Wechsel der Perspektiven. Immer wieder wird aus einer anderen Sicht erzählt, manchmal sogar ein- und dieselbe Situation, so dass diese von mehreren Seiten beleuchtet wird. Außerdem wird der Leser konkret angesprochen und somit in das Geschehen einbezogen. Im Grunde soll dies alles dazu dienen einen besseren Überblick zu erhalten und alle Charaktere zu verstehen, auch solche, die auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt sympathisch sind.

Dennoch ist dieser Stil sehr verwirrend. Man muss ziemlich konzentriert bei der Sache bleiben, um überhaupt folgen zu können. Doch selbst dann klappt das nicht immer. Viele Zusammenhänge erschließen sich erst nach mehrfachem Lesen, wodurch der Lesefluss natürlich beeinträchtigt wird, da man immer wieder vor- und zurückblättern muss. Bis zum Schluss legt sich die Verwirrung nicht vollends, auch wenn einige Fragen natürlich noch geklärt werden. Ein paar mehr Antworten hätte man sich doch noch gewünscht, auch wenn diese vermutlich im Folgeband gegeben werden, so lange möchte man dann doch nicht warten.

Möglicherweise muss man dieses Buch einfach noch ein weiteres Mal zur Hand nehmen und wird es beim erneuten Lesen evtl. besser verstehen und nachvollziehen können. Wünschenswert wäre dies in jedem Fall, da die Thematik interessant ist und die Geschichte allemal Potential hat.

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