Montag, 29. September 2014

[REZENSION] Verliebt in Grevenbroich

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Verliebt in Grevenbroich
Autor: Andrea Hoffmann
Übersetzer: -/-
Verlag: Heiner Labonde Verlag
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 304 Seiten



Autor:
Die Autorin Andrea Hoffmann wurde1974 in Düsseldorf geboren und ist in Neuss und Grevenbroich aufgewachsen. Nach Abschluss ihres Studiums der Sozialwissenschaften in Wuppertal zog es sie nach England, wo sie seitdem mit ihrer Familie lebt, das Rheinland immer fest im Herzen.


VERLIEBT IN GREVENBROICH

Die unbeschwerte Kindheit ist für Anja und ihre Freundinnen inzwischen vorbei. Doch so ganz loslassen möchte sie wohl niemand, weshalb Anja ihrer besten Freundin Milla zum Geburtstag ihr Tagebuch überlässt. Mitten in der Teenagerzeit, Ende der 80er, Anfang der 90er, erleben die Mädchen Höhen und Tiefen in allen Lebenslagen, nicht zu vergessen nachhaltige politische Ereignisse, die nicht nur die Menschen prägten.

Jeder wünscht sich wohl manchmal die Zeit ein wenig zurückdrehen zu können. Manche Ereignisse möchte man noch einmal erleben, andere wiederum würde man ganz anders angehen und so manches möchte man einfach nur noch vergessen. Vielleicht hat der ein oder andere Leser selber ein Tagebuch geführt, so oder so, jeder wird ein wenig von sich auch in Anja und ihren Freundinnen entdecken.

Es ist, als würde man in einem fremden Tagebuch lesen, aber trotzdem fühlt man sich nicht schuldig. Als wäre es geradewegs für einen geschrieben worden, um Erinnerungen wach zu rufen, die vielleicht schon länger, vielleicht noch gar nicht so lange zurückliegen. Schulprobleme, Liebeskummer, Ärger mit den Eltern, alles Alltagsthemen, die jeder erlebt hat, egal welcher Generation man angehört. Das einzige, was sich ändert, sind die politischen Ereignisse und natürlich die neuen Medien. Aber die Grundgedanken sind im Teenageralter doch nach wie vor vorhanden.

Mit „Verliebt in Grevenbroich“ nimmt Andrea Hoffmann den Leser mit auf eine ganz besondere Zeitreise. Es wird viel gelacht, mitgefühlt, auch mitgetrauert, als würde man die Mädchen persönlich kennen. Gleichzeitig wird man daran erinnert was man selbst bereits erlebt hat und schwelgt immer wieder in alten Erinnerungen. Vielleicht leben dadurch sogar alte Kontakte wieder auf, die man schon lange vernachlässigt hat. Auf jeden Fall fühlt man sich gut unterhalten und ist schon ein wenig traurig, wenn die Zeitreise schlussendlich vorbei ist.

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