Donnerstag, 18. September 2014

[REZENSION] Constable & Toop

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Constable & Toop (OT: Constable & Toop)
Autor: Gareth P. Jones
Übersetzer: Silvia Schröer
Verlag: Ueberreuter
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Ausführung: Hardcover, 368 Seiten



Autor:
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CONSTABLE & TOOP

Constable & Toop ist kein gewöhnliches Bestattungsunternehmen. Sam Toop, Sohn des Bestatters, kann Geister sehen. Und so kommt es, dass diese ihn für ihre Dienste einspannen. Plötzlich aber sieht er sich mit einer Aufgabe konfrontiert, die alles bisher Dagewesene übersteigt. In London verschwindet ein Hausgeist nach dem anderen und die Schwarze Fäule breitet sich immer weiter aus. Gibt es zwischen den Ereignissen einen Zusammenhang und wie kann man diesen Vorgang aufhalten? Doch nicht nur Sam beschäftigt sich mit dem Thema, dabei verfolgt jeder sein ganz eigenes Ziel...

„Ja, nun ja, leider hat es eine weile gedauert, bis ich dich gefunden habe, und jetzt ist es eher dringend“, gab Mr. Sternwell zu.
„Wie dringend?“
„Mein Notar eröffnet heute mein Testament“, gestand Mr. Sternwell ein.
„Was passiert, wenn ich nicht helfe?“
„Ich fürchte, das würde bedeuten, mein Vermögen ginge an meine Frau.“ (S. 173)

Geistererscheinungen und unerledigte Aufgaben auf Erden, weshalb die Toten nicht in Frieden ruhen können: An sich kein neues Thema, doch wie so häufig kommt es auf die Umsetzung an. Hier fängt es schon damit an, dass es sich eigentlich um ein eher ungewöhnliches Thema für ein Kinder- bzw. Jugendbuch handelt. Überhaupt ist die Umsetzung gut gelungen, ohne allzu viele Klischees zu bedienen, durch die man schon im Vorhinein gewusst hätte womit man es zu tun hat.

Entsprechend ist durchgängig Spannung vorhanden, häufig auf hohem Niveau. Es gibt ein, zwei kurze Passagen, die leicht einzuknicken drohen, wodurch die Spannungskurve minimal absinkt, im Großen und Ganzen ist aber eine gewisse Kontinuität ersichtlich. Die Beschreibungen und Darstellungen sind dermaßen detailliert, dass man die Szenerie direkt vor sich sehen kann, obwohl man sich am Ende des 19. Jahrhunderts in London befindet, was wohl kein Leser persönlich miterlebt hat. Es ist aber mehr als vorstellbar, dass solche oder ähnliche Ereignisse stattgefunden haben, zumindest wird das Geschehen in einer solch authentischen Weise herübergebracht.

Einziger Kritikpunkt ist, dass es möglicherweise an einigen Stellen zu brutal für das angegebene Alter ab 12 Jahren sein könnte. Sicherlich muss man das immer individuell betrachten, da jedoch manche Sequenzen sehr ins Detail gehen, teilweise sogar mehr als so manch ein Krimi für Erwachsene, ist hier ein wenig Vorsicht geboten. Vielleicht als Eltern(teil) selber kurz anlesen, um ein Empfinden dafür zu bekommen, ob das Kind die Passagen „verdauen“ kann.

1 Kommentar:

  1. Das Buch wandert gleich auf meine Wunschliste. Hat alles was ich an Büchern liebe, eine frische etwas schräge Idee und lustige Charaktere. Tolle Rezi!!

    Grüßle, Nadine.

    http://booklovers-shelf.blogspot.de

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