Dienstag, 5. August 2014

[REZENSION] Wattentod

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Wattentod
Autor: Hardy Pundt
Übersetzer: -/-
Verlag: Gmeiner
Reihe: Tanja Itzenga und Ulfert Ulferts 3
Ausführung: Taschenbuch, 280 Seiten



Autor:
Hardy Pundt, geboren 1964, stammt von der Insel Memmert und verbrachte Kindheit und Jugend in Ostfriesland. Nach über 20 Jahren in Nordrhein-Westfalen lebt er heute mit seiner Familie in Schleswig-Holstein. Er ist Hochschuldozent in Sachsen-Anhalt und kann auf zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen zurückblicken.


WATTENTOD

Nachdem der Großunternehmer Ennenga stirbt, dauert es nicht lange, bis auch seine drei Söhne sterben. Bei allen wird eine natürliche Todesursache bescheinigt. Doch kann es einen solchen Zufall wirklich geben? Die Presse glaubt nicht daran und setzt die Polizei somit unter Zugzwang. Die Kommissare Tanja Itzenga und Ulfert Ulferts werden auf den Fall angesetzt, um diesen schnell zum Abschluss zu bringen. Dazu müssten aber alle kooperieren, was vor allem den Witwen scheinbar sehr schwer fällt...

Glaubt die Polizei tatsächlich an einen Zufall, wenn kurz hintereinander vier Mitglieder derselben Familie sterben? Schließlich geht es hier darum ein Großunternehmen zu erben und dieses weiterzuführen. Sicherlich spricht vieles dafür, wenn natürliche Todesursachen bescheinigt werden, aber kann man wirklich davon ausgehen, dass kein Fremdverschulden vorliegt? Der Leser weiß ein bißchen mehr als die ermittelnden Beamten, allerdings reicht dieses Wissen nicht aus, um jeglichen Tathergang rekonstruieren zu können.

Bevor es überhaupt ans Ermitteln geht, vergeht eine recht lange Zeit, in der der Leser zwar die Teile der Familiengeschichte der Ennengas erläutert bekommt, aber keine wirkliche Spannung aufkommen will. Hier plätschert die Handlung vor sich hin, nicht alle Informationen hätte man zu diesem Zeitpunkt schon erhalten müssen, dann wäre man nämlich auf demselben Stand wie die Polizei gewesen.

Etwa nach einem Drittel nimmt die Geschichte dann endlich an Tempo zu, so dass auch die Spannung fast schon sprunghaft ansteigt. Auch wenn man immer noch einen klaren Wissensvorsprung gegenüber den Ermittlern hat, so kommt noch immer einiges ans Licht, mit dem man nicht gerechnet hätte. Zum Ende hin wird das Geschehen dann allerdings wieder ein wenig vorhersehbarer, was wirklich schade ist, da man schon fast den zähen Anfang vergessen hatte.
Da die Charaktere zwangsläufig einige Geheimnisse zu verbergen haben, lernt man sie erst mit der Zeit genauer kennen. Doch gerade die Personen rund um die Familie Ennenga bleiben dem Leser fremd, da man hier nie weiß wem man trauen kann und wer möglicherweise ein falsches Spiel spielt.

Im Großen und Ganzen handelt es sich bei „Wattentod“ um einen soliden Krimi, der aber leider nicht durchgängig und in allen Teilen überzeugen kann.


Reiheninfo:
Band 1: Friesenwut
Band 2: Bugschuss

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr uns in der Lies-und-Lausch-WG besucht. Wir freuen uns über jeden Kommentar von Euch :)
Viele Grüße die Katze mit Buch und ihre Mitbewohner