Samstag, 30. August 2014

[REZENSION] Sturz in die Zeit

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Sturz in die Zeit (OT: Tempest)
Autor: Julie Cross
Übersetzer: Birgit Schmitz
Verlag: Fischer FJB
Reihe: Zeitreise-Trilogie 1
empfohlenes Lesealter: ab 16 Jahren
Ausführung: Hardcover, 512 Seiten



Autor:
Julie Cross bloggt und twittert, vor allem über Bücher. Bei FISCHER FJB sind ihre Romane ›Sturz in die Zeit‹, und ›Feinde der Zeit‹ lieferbar. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Illinois.


STURZ IN DIE ZEIT

Jackson Meyer unterscheidet sich nicht nennenswert von anderen Jungen in seinem Alter. Er besucht die Uni, hat eine Freundin – und er ist ein Zeitreisender. Niemals hätte er gedacht, dass diese Fähigkeit alles verändern würde, doch als zwielichtige Gestalten seine Freundin umbringen, findet er sich plötzlich zwei Jahre in der Vergangenheit wieder. Hatten seine Sprünge bisher nie Auswirkungen auf die Zukunft, so spürt er, dass es diesmal anders ist. Er will alles dafür tun, um es nicht noch einmal so weit kommen zu lassen, doch dafür braucht er Verbündete. Jackson weiß nicht, wem er trauen kann, sein Vater scheint ein großes Geheimnis vor ihm zu hüten und seine Freunde aus dem Jahr 2009 kennen ihn noch gar nicht. So ist er zunächst auf sich allein gestellt und sieht sich schon bald einem mächtigen Gegner gegenüber...

„Was ist das denn?“, fragte Holly und hielt eine Unterhose hoch, die so riesig war, dass sie ihren gesamten Kopf damit bedecken konnte.
Ich lachte los. „Damit können wir ja segeln gehen. Oder aus einem Flugzeug springen.“
Immer noch lachend hielt sie einen BH hoch. „Ist das dein Ernst? 90 D?“ (S. 375)

Jackson bringt es auf den Punkt, als er seinen Freunden versucht zu erklären was es mit seiner Fähigkeit auf sich hat: Vergesst alles was ihr über das Zeitreisen zu wissen glaubtet. Auch als Leser sollte man dies beherzigen, denn versucht man mit Logik und wachem Verstand an die Sache heran zu gehen, so wird man zunehmend verwirrter. Man sollte sich einfach drauf einlassen und einiges als gegeben hinnehmen, damit man das Geschehen verfolgen kann und nicht durch diverse Gedanken daran gehindert wird.

Trotzdem ist man zu Anfang wirklich sehr durcheinander, da Jackson an verschiedene Orte zu verschiedenen Zeiten springt. Es handelt sich zwar nur um kleinere Experimente, die auch erklärt werden, dennoch braucht man eine kurze Zeit um sich einzufinden und die Ereignisse nachvollziehen zu können. Sobald man diese Hürde gemeistert hat, ist man dann aber vollkommen in der Geschichte gefangen, die einen nicht mehr so schnell los lässt, egal ob relitätsnah oder nicht.

Gemeinsam mit Jackson entdeckt man die wahren Hintergründe seiner Fähigkeit und erfährt das ein oder andere Geheimnis von Menschen, die er glaubte zu kennen. Somit begibt man sich mit ihm auf die Suche nach der Wahrheit und der Bestimmung, die scheinbar für ihn auserkoren ist. Auf dem Weg gibt es Höhen und Tiefen, die zu umgehen für ihn nicht möglich sind. Erst im Nachhinein zeigt sich häufig wie wichtig es ist, dies auch gar nicht zu versuchen. Sicherlich treten während des Geschehens einige Fragen auf, die aber zum Großteil spätestens am Ende beantwortet werden. Da es sich hier um den ersten Band der Zeitreise-Trilogie handelt, war allerdings abzusehen, dass einiges noch offen bleibt. Dementsprechend ist man nicht verwundert, dass es genau so kommt, doch mit einem solch fiesen Cliffhanger, wie er sich hier zeigt, hätte man dann doch nicht gerechnet. Da gibt es nur eins: sofort den zweiten Band lesen.

„Sturz in die Zeit“ ist der grandiose Auftakt zu einer Trilogie, die hoffentlich sowohl spannungstechnisch als auch inhaltlich auf dem vorgelegten Niveau gehalten werden kann.

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