Sonntag, 31. August 2014

[REZENSION] Rachemelodie

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Rachemelodie
Autor: Claudius Crönert
Übersetzer: -/-
Verlag: Gmeiner
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 470 Seiten



Autor:
Claudius Crönert ist in Hamburg aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in Berlin, wo er Philosophie und Kunstgeschichte studiert hat. Er arbeitet von Anfang an doppelgleisig, als Autor und Journalist. Er ist politischer Korrespondent; daneben schreibt er Rundfunk-Reportagen, Zeitschriften-Artikel, Film-Beiträge. Als Autor schreibt er Drehbücher, Historische Romane und Krimis. Rachemelodie ist sein vierter Roman.


RACHEMELODIE

Vor 14 Jahren hat Kommissar Thomas Ostrowski den Musiklehrer Bastian Siewert wegen Mordes hinter Gitter gebracht. Jetzt ist der Kommissar in Pension und der Verurteilte wieder auf freiem Fuß. Und er sinnt nach Rache. Als eine junge Frau ermordet aufgefunden wird und sich Parallelen zu dem damaligen Fall abzeichnen, wähnt Ostrowski seine Tochter in Gefahr. Doch diese hat kein besonders inniges Verhältnis zu ihrem Vater, nimmt dementsprechend seine Warnungen nicht ernst. Thomas Ostrowski bleibt nichts anderes übrig als sich selbst in die Ermittlungen einzuklinken, was nicht überall auf positive Reaktionen stößt. Kann er sich wenigstens auf seinen ehemaligen Partner Kemal verlassen? Und wird er es schaffen die Ermittlungen zu einem Abschluss zu bringen ohne dass es weitere Opfer gibt?

Lässt Kommissar Ostrowski der alte Fall einfach nicht los? Oder kann er sich einfach nicht damit abfinden in Pension zu sein? Was auch immer der Grund ist, er mischt sich nicht nur in die laufenden Ermittlungen ein, sondern auch Berlin noch einmal so richtig auf. Da er damals hautnah dabei war, ist es verständlich, dass er sofort die Parallelen zum aktuellen Mord sieht und nicht von außen zugucken kann. Der Leser erfährt erst nach und nach was sich damals ereignet hat und wie der gerade entlassene Bastian Siewert in die Sache verwickelt ist.

Es gibt häufige Ortswechsel, wodurch auch die Perspektive immer wieder wechselt. So wird dem Leser Gelegenheit geben sich ein eigenes Bild vom Gesamtgeschehen zu machen und die Puzzleteile an die richtigen Stellen zu setzen. Gleichzeitig wird das geschehen im Fluss gehalten. Trotzdem geschieht es hin und wieder, dass sich Längen einschleichen und dadurch leider auch Spannung verloren geht, die im weiteren Verlauf erst wieder aufgeholt werden muss. Im Großen und Ganzen gelingt dies aber vergleichsweise schnell, so dass man nur kurzzeitig stockt.

Inwiefern der Fall von damals und heute zusammenhängt entzieht sich sehr lange der Kenntnis des Lesers. Auch die Polizei kommt zu keinem wirklichen Schluss, sie verfolgen diverse Spuren, doch der Täter scheint immer einen Schritt voraus. Hinzu kommen die nicht ganz legalen Nebenermittlungen von Ostrowski, die natürlich nicht ganz unbehelligt bleiben. Er lässt sich jedoch nicht abhalten, schließlich glaubt er seine Familie im Visier des Täters, da hat ihm keiner etwas zu sagen.

Zum Schluss hin wird immer deutlicher wie sich alles zugetragen hat, doch auch wenn der Fall geklärt scheint, reißt die Spannung hier nicht ab, denn der Autor hat noch ein ganz besonderes Finale in petto, das über die Lösung hinaus für Aufregung sorgt.

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