Mittwoch, 20. August 2014

[REZENSION] Nichts als Schweigen

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Nichts als Schweigen (OT: Indefensible)
Autor: Pamela Callow
Übersetzer: Anne-Marie Wachs
Verlag: Lyx
Reihe: Kate Lange 2
Ausführung: Taschenbuch, 512 Seiten



Autor:
Pamela Callow wurde in Ontario, Kanada, als Tochter einer deutschen Mutter und eines britischen Vaters geboren. Sie wuchs in Nova Scotia auf, wo sie englische Literatur und Jura studierte und später als Unternehmensberaterin arbeitete. Bereits mit ihrem ersten Thriller eroberte sie sich eine große Leserschaft.


NICHTS ALS SCHWEIGEN

Kate Lange ist schockiert, als sie erfährt, dass die Exfrau ihres Chefs tot aufgefunden wurde. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch dann tauchen Indizien auf, die Randall Barrett, Kates Vorgesetzten, stark belasten, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Kate ist bereit, ihm zur Seite zu stehen, auch wenn sie bald nicht mehr sicher ist, wem sie trauen kann.
Barretts Sohn Nick scheint außerdem noch eine Rechnung mit seinem Vater offen zu haben, die er auf Teufel komm raus begleichen will...

Kaum hat Anwältin Kate Lange sich von ihrem ersten großen Fall erholt, der sie beinahe das Leben gekostet hätte, wartet schon wieder der nächste Hammer auf sie. Dieses Mal steht ihr Chef unter Verdacht, seine Exfrau ermordet zu haben. Zwischen Hoffen und Bangen, mit mehr als gemischten Gefühlen, steht Kate ihm so gut bei, wie es ihr irgend möglich ist. Doch es tauchen immer weitere Indizien auf, die nicht nur die Protagonisten zweifeln lassen. Auch der Leser wird auf eine Berg- und Talfahrt der Gefühle geschickt. Einerseits ist Barrett, den man bereits im ersten Band dieser Reihe kennenlernen durfte, durchaus sympathisch. Andererseits merkt man gerade, ebenso wie Kate, dass man eigentlich so gut wie nichts von und über ihn wusste. Ist er wirklich der, für den er sich ausgibt?

Höhen und Tiefen, wie die Gefühle der Leser und Protagonisten, hat auch die Spannung. Es ist zwar eine durchgängig angespannte Atmosphäre zu spüren, die sich auch stetig weiter auflädt, dennoch gibt es ein paar kurze Passagen, die sich langwieriger gestalten und dadurch wieder ein wenig Spannung einsparen. Auf Grund dieser Brüche stockt man kurzzeitig und muss sich erst wieder in den Lesefluss einfinden. Das geht jedoch glücklicherweise rasch vonstatten, so dass der Spannungsabfall schon bald wieder vergessen ist.

Als Leser erfährt kann man sich relativ schnell ein Bild davon machen, was in der Nacht geschehen ist, als Randalls Exfrau starb. Dadurch verliert man aber keineswegs das Interesse an der weiteren Lektüre. Schließlich ist noch lange nicht klar, ob die Ermittler ebenfalls diese Schlüsse ziehen beziehungsweise überhaupt auf den Tathergang kommen. Somit bleibt es spannend. Man würde gerne hin und wieder eingreifen und die Protagonisten durchschütteln, aber dies ist nun einmal nicht möglich, so dass sie ihre eigenen Wege gehen müssen.

„Nichts als Schweigen“ ist nach „Im Blut vereint“ der zweite Teil der Reihe rund um die Anwältin Kate Lange. Wieder einmal beweist sie, dass ungewöhnliche Fälle sie magisch anziehen, in die sie schließlich viel tiefer involviert ist als ihr eigentlich lieb ist. Im direkten Vergleich gestaltet der zweite Band sich als minimal schwächer, was aber nicht heißt, dass er nicht dennoch absolut lesenswert ist. Man erwartet schon mit Zuklappen der letzten Seite sehnsüchtig die Fortsetzung.


Reiheninfo:
Band 1: Im Blut vereint

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