Montag, 18. August 2014

[REZENSION] Feuer, Blut und Licht

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Feuer, Blut und Licht
Autor: Andrea Schneeberger
Übersetzer: -/-
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 440 Seiten



Autor:
Andrea Schneeberger ist gebürtige Schweizerin und entdeckte mit neun Jahren, nach einer Autorenlesung an ihrer Schule, dass Geschichten der Fantasie eines Menschen entspringen. Ihre Leidenschaft für das Schreiben war geweckt. Es entstanden zahlreiche Kurzgeschichten, um Schmuggler, geheime Höhlen und Übersinnliches wie Geister und Vampire.
2002 erschien ihr erster Roman »Der Kuss der Nacht«, in dem die sechzehnjährige Grace den mysteriösen Aurèle kennenlernt und in eine Welt voller Dunkelheit und Wahnsinn abtaucht.
Andrea Schneeberger lebt in Zürich, überfällt regelmäßig Buchhandlungen, schaut mit Leidenschaft Vampirfilme und arbeitet an ihrem nächsten Werk.


FEUER, BLUT UND LICHT

Lestat kann kaum noch zählen, wie oft er in den letzten Jahren mit seinen Eltern umziehen musste. Nun also nach St. Méen. Doch dieses Mal scheint alles anders. Er findet sofort einen guten Freund, der sofort ein Geheimnis in Lestats Familie wittert. Gemeinsam wollen sie herausfinden, was seine Eltern ihm verheimlichen und stoßen dabei auf eine unvorstellbare Erklärung. Und dann ist da auch noch Malin, von der Lestat vom ersten Moment an fasziniert ist...

Ich spanne sämtliche Muskeln an, nehme ein letztes Mal Maß und springe.
Mit der Anmut eines schwangeren Flughörnchens fliege ich auf den Baum zu, die Hände ausgestreckt nach dem Ast, den ich anvisiert habe. Die Fingerspitzen berühren Holz, steifen die raue Oberfläche und rutschen ab.
Ich falle. (S. 295)

Lestats Eltern sind dem Leser sofort suspekt, obwohl man sie überhaupt nicht kennt. Dies mag zum einen an den Ausführungen des 16-jährigen liegen, aber auch an ihrem Verhalten, das sie an den Tag legen. Manche Situation mag einem zwar vertraut sein, aber vorsichtig gesagt benehmen sie sich doch mehr als merkwürdig. Das fällt auch Marcel, den Lestat in seiner neuen Klasse kennenlernt, sofort auf. Als die Freunde beschließen herauszufinden was die Eltern zu verheimlichen haben, rechnen sie sicherlich nicht mit dem was geschieht. Auch der Leser ist mehr als perplex, doch bis dahin ist es noch einige Zeit hin, denn zunächst scheint alles ganz harmlos und nur, als wäre man übersensibel. Allerdings häufen sich Zufälle und seltsame Vorkommnisse, so dass man schon bald nicht mehr sicher ist, was real ist und was nicht.

Dass das Geheimnis Übernatürlichen Ursprungs ist, ahnt man sehr früh, und dafür muss man natürlich auch kein Hellseher sein, schaut man sich einfach das Genre des vorliegenden Titels an. Doch was genau sich dahinter verbirgt, bleibt dem Leser lange Zeit verborgen. Es gibt Andeutungen und Hinweise, allerdings ist es schwierig diese richtig zu interpretieren, solange man nicht die entscheidenden Informationen erhält. Sicherlich spekuliert man, kann sich aber nicht ausmalen, womit man es schließlich zu tun bekommt, dafür reichen die Hinweise nicht aus und so soll es auch sein, schließlich möchte man, dass das Geschehen unvorhersehbar bleibt.

Bis zum Schluss kann man nicht sicher sein, wie sich alles entwickeln wird, so dass die Spannung auch nach dem eigentlichen Showdown noch immer spürbar ist. Auch wenn ein paar Klischees bedient werden und einige Ereignisse, vor allem zum Ende hin, zu glatt zu laufen scheinen, bietet „Feuer, Blut und Licht“ einen guten Mix aus Spannung und Fantasy. Themen wie Freundschaft, Liebe und Familie werden ebenfalls nicht ausgespart, so dass sich eine wertvolle Geschichte ergibt.

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