Freitag, 18. Juli 2014

[REZENSION] Mich kriegt ihr nicht

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Mich kriegt ihr nicht (OT: La Véritable Histoire d’Harrison Travis)
Autor: Pascale Maret
Übersetzer: Anna Taube
Verlag: Mixtvision
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 220 Seiten



Autor:
Pascale Maret unterrichtete zunächst französische Literatur in mehreren fernen Ländern, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie denkt sich am liebsten Abenteuergeschichten aus, die an Orten spielen, an denen sie gelebt oder die sie bereist hat.



MICH KRIEGT IHR NICHT

Inhalt:
Harrison ist berühmt in Amerika. Er hat mit 9 angefangen Essen zu stehlen mit 19 sitzt er wegen mehreren Delikten im Gefängnis. Unter anderem Diebstahl von Flugzeugen und das ohne je einen Flugschein gemacht zu haben.
Im Gefängnis schreibt er seine Geschichte auf...

Meine Meinung:
Mich kriegt ihr nicht ist ein dünnes Büchlein, das sich aber nur langsam lesen lässt. Es passiert so vieles in 10 Jahren Jugend-Verbrecher-Karriere und auch der Schreibstil sorgte dafür das ich nur sehr langsam vorwärts kam.

Das Buch ist aus Sicht von Harrison geschrieben. Im wahren leben heißt dieser Junge Colton Harris-Moore und auch nicht alles was hier geschrieben steht ist belegt, aber wohl ein großer Teil. Harris schreibt diese Geschichte auf. Er erzählt sie und ich glaube hätte ich sie mir an einem Stück anhören müssen wäre ich eingeschlafen. Er hat so eine beruhigende Erzählweise an sich und so wirkt dieses strafbare Abenteuer gar nicht wie eines. Harrison kommt beim Erzählen immer wieder von dem was er gerade erzählen will ab, das hat mich sehr gestört, gab sich aber schon mit der Zeit. irgendwann waren es dann Einleitungen zum nächsten Kapitel zu einem nächsten wichtigen Abschnitt in seinem Leben.

Der Junge Harrison war 9 Jahre alt als er begann zu stehlen. Was aus Hunger begann endete in einer Dimension die schwer vorstellbar ist. Man liest wie es ihm in den 10 Jahren ergeht und wie ihm die Cops auf die Schliche kamen und jagten. Man liest auch wie sein Leben Zuhause war, ein Zuhause was nicht wirklich eins ist und man bekommt schon ein wenig Mitleid und doch war mein Groll ihm gegenüber am Ende stärker. Dabei ist er gewiss kein schlechter Junge und ich denke der ein oder andere Abschnitt beweist dies auch, aber er brüstet sich auch ein wenig mit seinen Taten. Es ist alles ersetzbar und es kam nie ein Mensch zu Schaden und doch hat er Leute geschädigt.

Das Buch erzählt den Abrutsch eines Jugendlichen, der unter anderen Voraussetzungen wirklich was hätte aus sich machen können. Es bleibt zu hoffen das er dies tut wenn er aus dem Gefängnis kommt. Möglichkeiten hat er genug

Auch wenn es das Buch zunächst glaubhaft vermittelt wurde es nicht von Harrison bzw. Colton geschrieben sondern von einer Autorin die von ihm in der Zeitung las, somit sind manche Sachen nur Vermutungen und doch erlangte Carlton ja in der Realität traurige Berühmtheit.

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