Donnerstag, 24. Juli 2014

[REZENSION] Höllenfeuer

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Höllenfeuer
Autor: Rolf von Siebenthal
Übersetzer: -/-
Verlag: Gmeiner
Reihe: Band 2
Ausführung: Taschenbuch, 352 Seiten



Autor:
Rolf von Siebenthal, Jahrgang 1961, ist ausgebildeter Sprachlehrer. Er arbeitete viele Jahre bei einer Tageszeitung und im Schweizer Verkehrsministerium, heute ist er selbstständiger Journalist und Texter. Er lebt mit seiner Familie in der Nordwestschweiz.


HÖLLENFEUER

Ein Arzt, der der Brandstiftung zum Opfer fällt, ein Hinweis, dass ein vor Jahren verschwundener Junge noch am Leben ist und eine Bundesrätin, die mit ihrer Vergangenheit erpresst wird – all das hält die Schweiz zur Zeit in Atem. Die Ermittlungen an sämtlichen Fronten, ob von Kripo-Chef Neuenschwander oder Journalist Max Bollag, laufen schleppend, da scheinbar niemand bereit ist sein Wissen preis zu geben. Doch es zeichnet sich immer mehr ab, dass sie sich beeilen müssen, wenn sie eine Katastrophe verhindern wollen...

In der Schweiz ist so einiges los, was die Polizei und auch Journalisten in Atem hält. Schon die Kurzzusammenfassung zeigt auf, dass der Leser mit mehreren Handlungssträngen konfrontiert wird. Diese werden zunächst hauptsächlich durch die handelnden Personen zusammengehalten. Ob es weitere Zusammenhänge gibt und wie diese aussehen, wird erst im weiteren Verlauf deutlich, der sich so manches Mal anders darstellt als man es eigentlich vermutet hätte.

Durch die Perspektivwechsel bleibt das Tempo innerhalb des Buches erhalten. Denn sollte eine Handlung einmal stagnieren, bewirkt dieser Wechsel, dass man sich mit einer anderen Baustelle beschäftigt und keine Langeweile auftritt. Gleichzeitig wird Spannung erzeugt, da hin und wieder vor einem solchen Wechsel ein Cliffhanger zu finden ist, der dem Leser im Kopf bleibt und zum Nachdenken anregt, auch wenn man sich inhaltlich gerade an einem anderen Schauplatz befindet. Gerade das Suchen der Gemeinsamkeiten zwischen den verschiedenen Handlungssträngen kommt einem immer wieder in den Sinn. Immer mal wieder gibt es ein paar Indizien, doch um das Puzzle tatsächlich richtig zusammensetzen zu können, braucht man mehr als nur ein paar Hinweise.

Auch wenn die Hauptcharaktere bereits in „Schachzug“ ihr Debüt gegeben haben, hat man keinen Nachteil, wenn man erst mit „Höllenfeuer“, dem zweiten Band, einsteigt. Wichtige Informationen bezüglich der (zwischenmenschlichen) Beziehungen untereinander werden kurz eingestreut, um jeden Leser auf den aktuellen Stand zu bringen. Da das Geschehen ansonsten, was die Handlungsstränge angeht, in sich abgeschlossen ist, ist eine Kenntnis des Vorgängers also nicht unbedingt Voraussetzung.

„Höllenfeuer“ zieht den Leser schnell in seinen Bann und lässt ihn nicht mehr los. Zum Teil eigenwillige Charaktere und ein mehr als spannender Plot sorgen für einige Stunden Lesevergnügen der besonderen Art.


Reiheninfo:
Band 1: Schachzug

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