Dienstag, 17. Juni 2014

[REZENSION] Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel

Redakteur: Yvonne Müller

Titel: Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel
Autor: Nina Blazon
Verlag: cbj
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Taschenbuch, 384 Seiten



Autor:
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten – bevor sie den Fantasy-Jugendroman 'Im Bann des Fluchträgers' schrieb, der 2003 mit dem 'Wolfgang-Hohlbein-Preis' und 2004 mit dem 'Deutschen Phantastik-Preis' ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.


LAQUA - DER FLUCH DER SCHWARZEN GONDEL

Hunderte von Jahren hatte er auf dem Grund des Wassers gewartet, eingesponnen in die Strömung und die treibenden Algen. Doch jetzt erwachte er. Wasser verwirbelte, als er mit seiner Gondel nach oben stieg und die Oberfläche durchstieß.

Venedig - Na toll! Kristina und Jan sollen ihre Weihnachtserien mit Großkusine Sara bei der Nonna im Familienhotel in der Lagunenstadt verbringen. Wie langweilig, denken die beiden Kinder und die Nonna ist auch nicht besonders freundlich, im Gegenteil sie lässt die Kinder wissen, das ihr lieber wäre die Kinder wären woanders. Doch dann passieren seltsame Dinge rund Sara, Kristina , Jan, die Urgroßmutter und deren Hotel. Geisterhafte Gestalten klettern die Häuser hinauf und erschrecken Kristina und Jan, doch nur für den ersten Moment. Recht schnell erfahren sie was es mit den Erscheinungen auf sich hat, die sich als Geisterkinder entpuppen. Und erhalten sie auch Unterstützung von Luca und Pippa, zwei Kinder der Familie Pezzi, die seit langer Zeit mit der Familie von Kristina und Jan verfeindet sind. Doch Kristina und Jan lassen sich nicht von den Streitigkeiten abhalten und gehen den Geheimnissen mit Luca und Pippa nach.
So kommen die Kinder einem alten Fluch auf die Spur, doch können sie wirklich Venedig und deren Bewohner vor dem Untergang retten? Denn der Dunklen Doge ist erwacht...

Der Dunkle lächelte boshaft. Er spürte es genau: Das war SIE, auf die er Hunderte von Jahren ungeduldig gewartet hatte und deren Ankunft ihn nun aus seinem Schlaf erweckt hatte. Sie würde ihm nicht entkommen. Er musste seine Diener zusammenrufen, dann würde die Stadt bald ihm gehören. Endlich.

Mit ihrem wundervollen Roman „Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel“ schickt Nina Blazon ihre Hauptfiguren Kristina, Jan und den Leser nach Venedig. Schon auf den ersten Seiten des Buches taucht man in die faszinierende Atmosphäre rund um die Lagunenstadt. Hier treffen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander und mittendrin sind zwei Kinder, die ihre Ferien bei ihrer Nonna verbringen sollen und dabei in ein fantastische Abenteuer geraten. Doch am Anfang sind Kristina und Jan sind keineswegs begeistert, ihren Zeit in einem alten und dazu noch gruseligen Palazzo zu verbringen und die etwas grantige Urgroßmutter macht es auch nicht angenehmer. Doch Kristina und Jan machen ganz schnell Bekanntschaft mit neuen Freunden, lernen geisterhafte Wesen kennen und müssen die Lagunenstadt vor dem Untergang retten. Letzteres gestaltet sich recht schwierig, denn die Familie von Kristina und Jan, steht mit Mittelpunkt dieser Begebenheit.

Autorin Nina Blazon schafft es mit ihrem Schreibstil, den Leser völlig zu verzaubern. Das mag unter anderem daran liegen das sie flüssig, spannend und schaurig ihr Geschichte erzählt und dabei für ganz großes Kopf – Kino sorgt. Die Bilder des Geschehen spulen fantastisch ab und sorgen für grandiose Lesezeit. Nina Blazon schafft es ihre Schauplätze mit einer wundervollen Atmosphäre zu bestücken, so muss man sich einfach in Venedig zu verlieben. Naja und wer Venedig schon kennt, wird es noch mehr lieben!
Die Handlung ist abwechslungsreich und wunderbar aufgebaut. Stück für Stück werden die Geheimnisse um die Familie von Kristina und Jan preis gegeben.
Hinzu kommt, das sie auch Einblicke in des Dunkle gibt, welches die Lagunenstadt und deren Bewohner bedroht. Dies ist sehr gelungen in den jeweiligen Kapiteln untermalt und bringt die Bedrohung noch näher an den Leser.

Die Charaktere wie Kristina, Jan, Lucca, Pippa, Nonna und all die Anderen sind sehr liebevoll und interessant gestaltet. Es macht viel Spaß sie beim Lesen näher kennen zu lernen und zu sehen wie sie dem Bösen entgegen treten. Nebenbei gibt es manchmal auch Reibereien zwischen den Kindern, die recht typisch gestaltet sind. So werden aber auch Ängste,Wünsche,Gefühle und Freundschaft zu Themen in der Geschichte, Nina Blazon verteilt dies genau in die richtigen Portionen und verliert nicht den roten Faden. So freut man sich am Ende des Buches auch natürlich über das gelungene Ende. Allerdings könnte ich mir ein weiteres Abenteuer mit Kristina und Jan gut vorstellen.

„Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel“ - Unschlagbar fantastisch!

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