Donnerstag, 26. Juni 2014

[REZENSION] Eine (un)mögliche Liebe

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Eine (un)mögliche Liebe
Autor: Ella Wünsche
Übersetzer: -/-
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 266 Seiten



Autor:
Ella Wünsche liebt Geschichten. In der Schule schrieb sie die ersten Kurzgeschichten, später folgten Drehbücher für Filme und eine Kinderserie. Ihr erster Roman »Das Leben ist (k)ein Brautstrauß« war ein Überraschungserfolg im eBook-Weihnachtsgeschäft 2013. Gerade ist ihr zweites Werk erschienen: »Eine (un)mögliche Liebe«


EINE (UN)MÖGLICHE LIEBE

Natalie ist Ende dreißig und wohnt, nachdem sie ihren Mann inflagranti mit einer anderen Frau erwischt hat, mit ihrer Oma in der Einliegerwohnung ihrer Eltern. Nicht gerade das, was sie sich erträumt hatte. Auch beruflich läuft nicht alles wie einst geplant. Doch dann tritt ein neuer Mann in Natalies Leben. Jo ist fünfzehn Jahre jünger als sie, was die Beziehung der beiden zwar einerseits aufregend, aber andererseits nicht unbedingt einfacher macht. Endlich beschließt Natalie aus dem Trott auszubrechen, um all ihre lang gehegten Träume zu verwirklichen. Wird sie auf die Unterstützung ihrer Lieben zählen können – in allen Belangen?

Er ahmt tatsächlich mit seinen Händen die Herstellung einer Wurst nach.
Judith steht auf, deshalb wird er lauter.
„Wisst ihr, wie toll das ist, wenn man so einen dicken, festen Fleischprügel durch seine Finger gleiten spürt?“
Das haben die anderen Gäste im Restaurant falsch verstanden und starren zu uns hinüber. (S. 21)

Liebe kann Berge versetzen! Liebe kennt keine Grenzen! Handelt es sich dabei nur um abgedroschene Floskeln oder steckt tatsächlich ein Fünkchen Wahrheit dahinter? Man sollte meinen in der heutigen Zeit sei es vollkommen legitim, wenn eine Frau von Ende dreißig und ein Mann Mitte zwanzig zusammen sein wollen. Schließlich verliebt man sich in den Charakter eines Menschen und nicht in sein Alter. Doch scheinbar ist die Gesellschaft dahingehend noch nicht so aufgeschlossen wie man meinen würde. Dies muss auch Natalie schmerzlich feststellen. Argumentativ versteht der Leser durchaus beide Seiten, doch schlussendlich sollte man zwar seine Meinung sagen dürfen und auch seine Haltung zu gewissen Dingen haben, allerdings ohne dass man andere damit in die Enge treibt.

Natalies Geschichte ist sehr anrührend und ruft im Leser verborgene Sehnsüchte wach, ebenso wie starke Emotionen. In irgendeinem Teil von Natalie wird sich sicher jeder wiedererkennen, wodurch die Geschichte an Authentizität gewinnt und zum Nachdenken anregt. Man spürt Natalies Gefühle förmlich als die eigenen, man freut sich mit ihr, aber man leidet ebenso wie sie. Obwohl es mehr als hoffnungslos aussieht, hofft man doch inständig, dass sich alles zum Guten wenden wird. Es muss nicht immer ein klassisches, klischeebehaftetes Happy End sein, um dem Leser ein gutes Gefühl zu geben, freuen würde es einen aber schon.

Ella Wünsche zieht den Leser mit ihrem lockeren, leichten Schreibstil sofort in den Bann und verhehlt auch nicht, dass das Leben nicht nur lustige Momente bereit hält, auch wenn hier eine ordentliche Portion Humor zugrunde liegt. Die Mischung macht es und die ist grandios. Hier zeigt sich wieder einmal, dass kein namhafter Verlag oder „großer Name“ auf dem Cover stehen muss, um den Leser zu begeistern!

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr Lieben,

    O.K. hat jetzt nichts mit diesem vorgestellten Buch zu tun.

    Aber da ich ja einer der glücklichen Gewinnerinnen vom WM-Gewinnspiel war..."Kick and Cook" ist nun Meines.

    Gibt es bei uns heute Abend Algerien--den nordakrikanischen Brotsalat--

    Sonst heißt es heute Daumen drücken für Deutschland!!

    LG..Karin...

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Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr uns in der Lies-und-Lausch-WG besucht. Wir freuen uns über jeden Kommentar von Euch :)
Viele Grüße die Katze mit Buch und ihre Mitbewohner