Mittwoch, 7. Mai 2014

[REZENSION] Unter Verdacht

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Unter Verdacht
Autor: Maja von Vogel
Übersetzer: -/-
Verlag: Kosmos
Reihe: Die drei !!! 47
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 144 Seiten



Autor:
Maja von Vogel studierte Deutsch und Französisch, lebte ein Jahr in Paris und arbeitete als Lektorin in einem Kinderbuchverlag, bevor sie sich als Autorin und Übersetzerin selbständig machte.


UNTER VERDACHT

Als Franzis Bruder Stefan festgenommen und der Fahrerflucht nach einem Unfall bezichtigt wird, ist für die drei !!! sofort klar, dass er unschuldig ist und sie dies beweisen müssen. Beherzt gehen sie auf Spurensuche, die sich allerdings als gar nicht so einfach erweist, irgendwas ist oberfaul.
Plötzlich tauchen auch noch zwei zwielichtige Gestalten auf und behaupten, Stefan hätte einen immensen Berg an Schulden angehäuft, den er nun endlich bezahlen müsse. Dass er überhaupt nicht weiß, wovon die Typen sprechen, interessiert diese wenig, sie wollen das Geld. Franzi, Kim und Marie haben alle Hände voll zu tun, um den Fall aufzuklären, bevor die dubiosen Männer erneut auf der Matte stehen...

Als hätte Kommissar Peters Kims Gedanken erraten, sagte er streng: „Dieser Fall ist Sache der Polizei, hörst du? Ich möchte nicht, dass ihr euch einmischt. Auch wenn ich natürlich verstehe, dass ihr euch Sorgen um Franzis Bruder macht. Es wird sich bestimmt alles aufklären. Bitte keine Ermittlungen auf eigene Faust, klar?“
[...]
Kaum hatte sie das Gespräch beendet, tippte sie auch schon eine SMS an Franzi und Marie:
Es kann losgehen! Clubtreffen um 15.00 Uhr bei mir. Eins, zwei, drei, Power!!! (S. 27)

Die drei !!! mussten schon in der Vergangenheit den ein oder anderen persönlichen Fall lösen. Diesmal hat es Franzis Bruder Stefan erwischt, der scheinbar Opfer eines skrupellosen Identitätsdiebstahls geworden ist. Da das Thema bereits seit geraumer Zeit nahezu täglich in diversen Berichterstattungen zu finden ist, macht es Sinn, dieses auch hier aufzugreifen. Schließlich ist es wichtig, jeden, egal in welchem Alter, auf Risiken und Möglichkeiten des Schutzes aufmerksam zu machen. Hier geschieht dies natürlich altersgerecht und ohne den Lesern allzu große Angst zu machen, aber dennoch in einem Maße, dass jeder begreift, wie gefährlich ein solcher Diebstahl werden kann.

Die Detektivinnen kommen zwar sehr schnell hinter das Motiv, aber der oder die Täter bleiben lange Zeit im Dunkeln. Es gibt zwar den ein oder anderen Verdacht, doch bei genauerer Betrachtung erweisen sich diese Spuren als hinfällig. So bleibt den Mädchen nichts anderes übrig als wieder von vorne anzufangen. Sie entwickeln einen Plan, der sie endlich auf die richtige Spur führen soll. Da dieser allerdings auf wackeligen Beinen steht, steht die Erfolgsprognose in den Sternen. So wenig Informationen wie dieses Mal hatten sie noch nie.

Die Spannung, die sich im Laufe des Geschehens immer weiter aufgebaut hat, trifft plötzlich auf ein abruptes Ende. Der Schluss erscheint in gewisser Weise zu lasch, da haben die Mädchen schon weitaus brisanteres erlebt. Nach der gekonnten Hinführung auf die Lösung enttäuscht der Abschluss schließlich. Da es sich im direkten Vergleich jedoch nur um eine kurze Passage handelt, fällt der Gesamteindruck nicht allzu schlecht aus.

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