Freitag, 16. Mai 2014

[REZENSION] Ich liebe dich bis in den Tod

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Ich liebe dich bis in den Tod (OT: Truly, Madly, Deadly)
Autor: Hannah Jayne
Übersetzer: Manuela Knetsch
Verlag: Kosmos
Reihe: Herzblut
empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Ausführung: Broschur, 288 Seiten



Autor:
Hannah Jayne lebt in San Francisco, wo sie sich ihr Haus mit zwei neurotischen Katzen teilt. Für ihren Debütroman "Under Wraps" wurde sie für den Readers Choice Award nominiert.


ICH LIEBE DICH BIS IN DEN TOD

Kurz nach der Beerdigung ihre Freundes Kevin, der bei einem Autounfall ums Leben kam, erhält Sawyer eine Nachricht, die darauf hindeuten lässt, dass es kein Unfall war. Doch wer würde so etwas tun? Kevin war doch bei allen beliebt. Als dann auch noch ihr Lehrer, der sich Sawyer versucht hat unsittlich zu nähern, an einem allergischen Schock stirbt, bekommt sie Zweifel. Wer beobachtet sie und wer weiß so genau über ihr Leben Bescheid, dass er all jene beseitigen kann, die ihr weh tun? Schließlich gibt es da eine Sache, die sie niemandem je erzählt hat... Sawyer versucht den Vorkommnissen auf den Grund zu gehen und weiß plötzlich nicht mehr wem sie noch vertrauen kann.

Als Sawyer am Montagmorgen mit ihrem Wagen auf den Schülerparkplatz fuhr, lag eine Art elektrische Spannung in der Luft. Auf den ersten Blick schien nichts anders zu sein als sonst, im Rückspiegel sah sie dieselben Cheerleader, dieselben hüpfenden Pferdeschwänze wie jeden Tag, hinten auf dem Schulrasen war ein improvisiertes Football-Spiel im Gange, und doch – irgendetwas stimmte nicht. (S. 104)

Jemanden, der auf einen aufpasst, einen Schutzengel, hätte wohl jeder gern. Doch wie weit darf dieses Aufpassen, diese Kontrolle, gehen? Mit Sicherheit nicht so weit wie in diesem Fall, dass alle, die einem weh tun, sterben müssen. Wer glaubt hier nur, über Leben und Tod der einzelnen Personen bestimmen zu dürfen? Man kann Sawyers Unbehaglichkeit und ihre Angst vollkommen nachvollziehen. Auch wenn man selbst hoffentlich noch nicht in einer solchen Situation war, sind die Ereignisse hier doch absolut authentisch beschrieben, dass man selbst eine Gänsehaut bekommt und hinter jeder Ecke einen Stalker lauern sieht.

Von Anfang an wird Spannung erzeugt, schon allein dadurch, dass eigentlich nahezu jeder als Täter in Frage kommt. Man muss alle Spuren im Auge behalten, um herauszufinden welche nun die richtige ist. Nur wenn man diese findet, wird man selber wieder ruhig schlafen können. Doch bis dahin geschehen noch einige schlimme Dinge, die zwar häufig vorhersehbar sind, dadurch aber nicht weniger angsteinflößend wirken.

Je näher man jedoch dem Ende kommt und desto deutlicher auf gewisse Personen als Täter gezeigt wird, zeichnet sich für den Leser das tatsächliche Geschehen ab. Hier ist es nämlich so, dass die gesuchte Person immer weniger in den Fokus gerückt wird und gerade dadurch verdächtig wirkt. Trotzdem gibt es noch einen wahren Show-Down, dessen positiver Abschluss natürlich erhofft wird. Ob dem allerdings so sein wird, zeigt sich erst ganz am Ende.

„Ich liebe dich bis in den Tod“ ist ein weiterer Jugendthriller aus der Herzblut-Reihe bei Kosmos. Man hat das Gefühl sehr nahe am Geschehen zu sein und kann sehr gut nachvollziehen wie es Sawyer, der Hauptprotagonistin, ergehen muss. Das eigenartige Kribbeln, das sich während des Lesens ausbreitet, vergeht erst mit der Zeit und nicht sofort nach Beendigung der Lektüre, denn inhaltlich wirkt sie noch einige Zeit nach.

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