Montag, 28. April 2014

[REZENSION] So finster, so kalt

Redakteur: Natalie Burger

Titel: So finster, so kalt
Autor: Daniela Menschig
Verlag: Knaur
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 384 Seiten



Autor:
Diana Menschig, geboren 1973, absolvierte nach einem Studium der Psychologie mehrere Stationen in Marktforschung und Personalmanagement, bevor sie einen Spieleladen eröffnete.
Heute arbeitet sie als selbständige Dozentin und Autorin. Wenn sie nicht gerade in fantastischen Parallelwelten unterwegs ist, teilt sie sich mit ihrem Mann, zwei Hunden, einer Katze und vielen Rennrädern ein Haus am Niederrhein.
Über aktuelle Projekte bloggt sie auf ihrer offiziellen Homepage www.seitenrauschen.de



SO FINSTER,SO KALT

Inhalt:
Die Großmutter von Merle Hänssler ist gestorben und ihr Vater macht gerade eine Reise mit dem Wohnmobil durch Kanada. So kümmert sie sich um den Nachlass und entdeckt dabei ein Dokument in dem es um die Geschichte des Hauses geht. Im 16. Jahrhundert soll ihr Vorfahr Hans mit seiner Schwester in dem Haus gewohnt haben und seltsame Dinge sind geschehen.
Merle weiß das ihre Oma sich sehr mit dieser Geschichte beschäftigte und denkt es ist eins der üblichen Märchen doch dann verschwinden Kinder aus dem Dorf und Merle glaubt immer mehr an diese komischen Geschichten...

Meine Meinung:
Märchenadaptionen finde ich total Klasse und auch dieses hier musste ich lesen. Finden sich doch hier direkt mehrere Märchen wieder.

Dabei beginnt das Buch recht normal. Wir begleiten meistens die Anwältin Merle, die unter Alpträumen leidet und deren Oma gestorben ist. Die Alpträume tut sie ab mit dem Stress wegen einem Prozess, der frischen Trennung von ihrem Freund und natürlich auch die Trauer um ihre Oma. Alles ein bisschen viel auf einmal. Sie reist in das kleine Örtchen im Schwarzwald und schon geht es ihr besser. Sie schläft wieder und fühlt sich trotz der Situation wohler und doch geht etwas merkwürdiges vor.

Als Leser weiß man nie was ist nun Märchen was könnte genauso geschehen sein. Daniela Menschig hat eine Fantasygeschichte geschrieben die in manchen Teilen genauso Realität gewesen sein. Da fragt man sich als Leser schon wie viel Wahrheit liegt in einem Märchen.
Diese Geschichte ist ganz nah an Hänsel und Gretel angelehnt und das merkt man doch immer wieder. Doch auch andere Märchen finden hier einen Platz An der STelle an der Hänsel und Gretel aufhörte geht es hier in dem Buch in einer Art weiter die einen gruseln lässt. Ein einsames Häuschen und sehr unheimliche Dinge ließen mich so manches Mal frösteln. Gepaart ist das ganze mit einer Vermisstengeschichte von Kindern. So fragt man sich aus mehreren Gründen wie das Ganze wohl enden wird.

Die Kapitel sind nicht allzu lang und haben immer recht aussagekräftige Überschriften. Wir begleiten mal Merle aber auch mal Jakob, der später dazu kommt und lesen auch aus dem 16. Jahrhundert von Hans. So nach und nach schaut man tiefer in die Vergangenheit und kann so manche Eigenheit von Mago, der Großmutter von Merle verstehen.
Der Schreibstil ist dabei flüssig und leicht zu lesen. Man taucht ein in ein Märchen für Erwachsene bei dem es alles gibt. Hexen, einen Wolf und Kinder die mehr wahrnehmen wie die Erwachsenen.

Die Protagonisten sind dabei nicht sehr viel beschrieben, aber das ist auch gar nicht schlimm. Merle lernt man am besten kennen und bei ihr gibt es auch eine gewisse Tiefe.
Die Großmutter dagegen ist nur durch Erzählungen präsent und auch die Kids haben eher eine Nebenrolle wenn auch eine sehr wichtige.
Doch das ist gar nicht weiter schlimm, weil die Geschichte selbst das ist was wichtig ist. Die Geschichte und das Märchen.

So finster, so kalt hat mich zum gruseln gebracht und mich manchmal zweifeln lassen was nun echt und was Märchen ist

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