Montag, 28. April 2014

[REZENSION] Der unvermeidliche Tod des Lewis Winter (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Der unvermeidliche Tod des Lewis Winter
Autor: Malcolm Mackay
Sprecher: Johannes Steck
Übersetzer: Thomas Gunkel
Verlag: Audiobuch
Reihe: -/-
Ausführung: Ungekürzte Lesung, ca. 486 Minuten, 6 CDs



Autor:
Malcolm Mackay stammt aus Stornoway in Schottland. Er kennt Glasgow gut. Sein erster Roman ist für den »New Blood Dagger« nominiert. Auch die beiden weiteren Thriller seiner ›Glasgow-Trilogie‹ sind bereits Bestseller in Großbritannien. Mackay wurde mit dem »Scottish Crime Book of the Year Award« ausgezeichnet und wird von der Presse als die wichtigste neue Krimistimme Schottlands gefeiert.

Sprecher:
Johannes Steck, Schauspieler und Hörbuchsprecher, wurde als Dr. Kreutzer in der Fernsehserie In aller Freundschaft bekannt. Er hat sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf als Sprecher von Hörbüchern erworben. Mit seiner markanten Stimme hat er Literatur (Mademoiselle Laurence von Heinrich Heine) ebenso brilliant eingelesen wie Thriller (Becketts Die Chemie des Todes), Anthologien (Hausschatz deutscher Sagen) oder Reiseberichte (Harry Graf Kessler, Amerika!).


DER UNVERMEIDLICHE TOD DES LEWIS WINTER

Wer Calum MacLean engagiert, weiß, dass er mit dem Ergebnis zufrieden sein kann. Kein Wunder also, dass er auch den Auftrag erhält den Drogendealer Lewis Winter zu beseitigen. Für Calum ist dies einfach nur ein weiterer Job, dem viele vorausgingen und auch viele folgen werden.
Dass dieses Mal allerdings nicht alles so glatt laufen würde wie geplant, konnte niemand ahnen...

Auch wenn man sich selber nicht in der Drogen- und Kriminellenszene auskennt, so fällt es doch leicht zu glauben, dass auch Auftragsmorde dort zum Tagesgeschäft gehören. Sicherlich ist dies kein angenehmes Thema und man würde es sich lieber nicht vorstellen wollen, aber man muss dennoch zugeben, dass die Geschichte authentisch erzählt wird und dementsprechend fast schon real erscheint. Eiskalt und gnadenlos, so stellt man sich den Killer vor, doch Calum MacLean scheint eine ganz andere Sorte zu sein.

Es ist immer schwierig für Autoren die gebotene Spannung zu erhalten, wenn der Leser beziehungsweise Hörer den Tathergang bereits kennt. Denn ebenso ist es hier. Man erfährt von Anfang an worum es geht, vor allem: wer gegen wen und warum. Die einzigen, die keine Ahnung haben, sind zum einen die Opfer und zum anderen die Ermittler, die den Fall rekonstruieren müssen. Und genau hier setzt Malcolm Mackay an und bringt Spannung ins Geschehen. Gebannt verfolgt man, ob es der Polizei gelingen wird, die Tat in ihren Einzelheiten aufdecken zu können. Denn es gibt für sie zahlreiche Unbekannte, die die Spurensuche deutlich erschweren.

Sprecher Johannes Steck schafft es, dem Hörer die Atmosphäre zu vermitteln, die eine solche Geschichte braucht. Man hat immer das Gefühl, die Gefahr lauert bereits hinter der nächsten Ecke und ist daher auf der Hut. Der Sprecher besitzt eine angenehme Stimmfarbe und bietet eine gewisse Basis. Selbst, wenn das Geschehen an Tempo zulegt und aufbrausend wird, bleibt er ruhig und gibt dem Hörer ein spürbares Gefühl der Sicherheit.

„Der unvermeidliche Tod des Lewis Winter“ ist kein Krimi der klassischen Sorte, aber dennoch, oder gerade deswegen, empfehlenswert. Es lohnt sich, auch mal von den eigenen Vorstellungen abzusehen und sich auf etwas anderes einzulassen, man wird nicht enttäuscht werden.

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