Mittwoch, 30. April 2014

[REZENSION] Death

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Death (OT: The Hit)
Autor: Melvin Burgess
Verlag: Chicken HOUSE
Übersetzer: Kai Kilian
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 345 Seiten



Autor:
Der Autor wurde in London geboren und ist in Surrey und Sussex aufgewachsen. Er hat als Journalist gearbeitet, bevor er sich der Schriftstellerei zuwandte. Seine Jugendbücher wurden unter anderem mit dem Guardian Fiction Award und mit der Carnegie Medal ausgezeichnet. Melvin Burgess lebt mit seiner Familie in Manchester.



DEATH

Inhalt:
Nach dem legendären Konzert von Jimmy Earle, der auf der Bühne starb beginnen Tumulte zwischen Konzertbesuchern und der Polizei. Dazwischen wird Death verteilt. Eine Pille die dafür sorgt das derjenige der sie einnimmt eine Woche high ist und dann aber stirbt. Adam ist mit seiner Freundin beim Konzert und den Tumulten dabei und verlebt einen unvergesslichen Abend....

Meine Meinung:
Death besticht durch das schlichte und einprägsame Cover, aber auch durch die Geschichte. Eine Woche Deines Lebens wenn Du Death schluckst, danach der Tod. Wer kann sich darauf einlassen. Es ist Selbstmord und wird man es nicht bereuen wenn man die Pille schluckt und man nicht mehr zurück kann?
Alles Fragen die ich mir vor Erscheinen und Lesen dieses Buches stellte und ich kann gleich sagen das die meisten meiner Fragen beantwortet wurden.

Dabei hatte ich schon ein wenig bammel, denn es kamen die ersten Rezensionen die nicht immer gut klangen. Allerdings wurden meine Erwartungen erfüllt und ich kann ein paar der Kritikpunkte nicht verstehen.

Ich fühlte mich von Beginn an gefesselt von dieser Euphorie. Sicher konnte ich nicht verstehen wie man ein Konzert bei dem der Sänger sterben soll als Abends seines Lebens empfinden kann, aber das Gefühl drumherum, die Tumulte, das Warum das konnte ich gut verstehen.

Melvin Burgess hat eine Szenerie erschaffen die ich mir kurz vor dem zweiten Weltkrieg vorstelle nur in der heutigen Zeit mit der heutigen Technik und den heutigen Möglichkeiten. Hier werden keine Minderheiten umgebracht, sondern die Menschen sterben freiwillig durch eine Pille. Es gibt sehr arme und sehr reiche Leute das ist der Grund für diesen Aufstand, der sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Der Beginn einer Revolution.
Es liest sich alles sehr flüssig und ist erschreckend real. Wird es wirklich so viele Menschen geben die dieses kurze aber intensive Leben wählen? Ich weiß es nicht, aber hier geschieht es und es arbeitet auf den großen Showdown hin und erzeugt so eine immense Spannung.
So konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen auch wenn mir Adam schon manches Mal ein wenig auf den Geist ging mit seinen Ansichten und Handlungen.

Wo wir schon bei den Figuren der Geschichte sind. Diese sind nicht so zahlreich und wir lernen sie nach und nach kennen.
Adam ist 17 spielt liebend gerne Fußball und träumt davon Profi zu werden. Er wünscht sich sein erstes Mal mit seiner Freundin Lizzie, die im Gegensatz zu ihm viel Geld hat. Adams Familie überlebt nur weil seine Mutter Nachtschichten schiebt und sein Bruder mitarbeitet. Sein Vater hatte einen Arbeitsunfall und findet seitdem keine Arbeit mehr. Dabei war es mal anders. Sie waren nicht immer arm. Adam entwickelt sich in der Geschichte vom naiven Jungen, der etwas kindisch und nervig wirkt zu einem kleinen Helden und nahm mich gerade zum Ende hin für sich ein.
Lizzie kommt wie oben schon geschrieben aus reichem Hause und weiß nicht ob sie in Adam genug verliebt ist um mit ihm weiter als bis zum Händchen halten zu gehen. Sie lässt sich leicht beeinflussen wächst aber auch im Laufe der Geschichte über sich hinaus.
Jess ist der Bruder von Adam und löst eine Reaktion aus die er so nicht wollte. Es gab nicht viele Stellen an denen er einen Auftritt hatte, aber diese waren nicht immer verständlich.
Dann gibt es noch skrupellose Geschäftemacher die Adam und Lizzie gefährlich werden können. Sie verkörpern alles was man sich an Böses vorstellen kann und sind auch recht brutal.

Am Ende wurden die meisten meiner Fragen beantwortet, es sind nicht alle weil sich manche Fragen eben nicht einfach so beantworten lassen und auf die Persönlichkeit des Menschen ankommen.
Die Altersangabe ab 14 sehe ich schon etwas zwiespältig da es doch recht brutale Szenen gibt, auch da kommt es auf den Leser an.

Mein Fazit:
Ein interessanter Thriller der die Frage aufwirft: Was wäre wenn.... ich für mich könnte es beantworten. ich denke die meisten Leser hinterher auch.

1 Kommentar:

  1. Alleine die Frage fand ich schon interessant. Fast 7 Tage das Glück der Erde und dann gibt es nur den Tod.

    Wie verbringt man seine verbleibende Zeit möglicherweise und was treibt einem überhaupt dazu...

    Ein Buch das ich aus 2. Hand gelesen habe und mich persönlich schon nachdenklich gestimmt hat. Die Altersangabe kommt auch immer auf den Leser/Leserin an würde ich mal sagen.

    LG..Karin..

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