Mittwoch, 19. März 2014

[REZENSION] Porterville Staffel 1

Redakteur: Julia Ehrenberg

Titel: Porterville – Staffel 1
Autor: Ivar-Leon Menger u.a.
Verlag: Universal Folgenreich
Reihe: Porterville
Ausführung: Hörbuch, 645 Minuten



Autor:
Porterville ist eine abgeschlossene Mystery-Serie in 18 Folgen (3 Staffeln). Geschrieben wurde die Serie von den bekannten Hörspiel-Autoren Hendrik Buchna (Die drei ???), John Beckmann (Lady Bedfort), Simon X. Rost (Mitschnitt), Raimon Weber (Morgenstern, Gabriel Burns, Point Whitmark) und Anette Strohmeyer (Ondragon). Gesprochen von den deutschen Stimmen von Keanu Reeves, Matt Damon, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Michael Caine und vielen anderen.



PORTERVILLE STAFFEL 1

Kennt ihr den Darkside Park? Ja? Dann freut euch auf neue Abenteuer in Porterville!
Nein? Macht nichts, dann lernt Porterville einfach jetzt kennen! Man muss die Vorgeschichte nicht kennen, um Spaß mit Porterville zu haben. Denn diese Serie erzählt eine ganz eigene Geschichte, auch wenn der Darkside Park Besucher auf den einen oder anderen alten Bekannten stoßen wird.

Die neue Serie von Ivar Leon Menger spielt nach den Geschehnissen im Darkside Park. Wie ging es weiter mit Porterville, dieser ganz besonderen Stadt?

Porterville erzählt die Geschichte der Stadt in einzelnen Episoden. Staffel 1 umfasst 6 Folgen.

Folge 1: Von Draußen von Raimon Weber
Emily lebt in Porterville, der einzigen Stadt, in der es noch Leben gibt. Das wird den Bewohnern zumindest von ihrem Bürgermeister und seinen Leuten eingeredet. Nur in Porterville ist man sicher, draußen wartet das Böse. Durch kleine Risse in der Hülle gelangen allerdings Greybugs, kleine widerliche Käfer, in die Stadt. Wenn die reinkommen, ist das nicht der Beweis, dass es draußen noch Leben gibt? Emilys Freund Jonathan, ausgerechnet der Sohn des Bürgermeisters, ist davon überzeugt.

Die erste Folge lässt einen eintauchen in die Welt Portervilles. Nach und nach erfährt man etwas über das Leben in der Stadt. Ein spannender Auftakt, der einen neugierig und verwirrt zurück lässt. Leyla Rohrbeck liest die Geschichte lebendig und überzeugend. Ihre jugendliche Stimme macht es möglich, dass man tief eintaucht in die Geschehnisse, dass man mittendrin ist. Ein Einstieg, der Lust auf mehr macht.

Folge 2: Die verlorene Kolonie von Anette Strohmeyer
Jerry Benchley studiert Geschichte in New York. Bei der Recherche für seine Doktorarbeit stößt er auf ein Dokument aus dem 16. Jahrhundert, das von einer Stadt spricht, die es damals eigentlich nicht gegeben haben kann. Zusammen mit seinen Freunden Addy und Ben macht er sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt. Doch diese Suche scheint nicht allen Recht zu sein…

Folge 2 ist mit fast 3 Stunden die längste Folge der ersten Staffel. Doch sie ist keine Sekunde langeilig. Gebannt lauscht man der von Simon Jäger vorgetragenen Geschichte des Jungen Studenten Jerry. Wer den Darkside Park kennt, trifft auch hier auf alte Bekannte. Aber auch allen anderen wird schnell klar, dass Jerry auf der Spur eines Geheimnisses ist, und dass dieses irgendetwas mit Porterville zu tun haben muss. Was genau? Tja, wenn man das wüsste. Aber auch wenn man nicht jedes Rätsel löst, man kann sich dem Bann der Geschichte einfach nicht entziehen!

Folge 3: Nach dem Sturm von Simon X. Rost
Jefferson Prey ist gerade Vater der kleinen Emily geworden, und zusammen mit seinem älteren Freund Takumi Sato hat er Porterville durch eine schwere Zeit geholfen. Er sollte glücklich sein und sein Leben genießen. Doch um ihn herum geht es den Leuten schlecht. Ist Poterville wirklich auf dem richtigen Weg?

Während man Benjamin Völz lauscht, erfährt man mehr darüber, wie Porterville zu der Stadt wurde, die man in Folge 1 kennengelernt hat. Wie kam es zu der abgeschlossenen Stadt, in der Emily wohnt? Nun, alles erfährt man natürlich auch hier nicht, aber es bewegen sich weitere Puzzleteile an den richtigen Platz.

Folge 4: Träume der Termiten von John Beckmann
Im Oktober 1985 erhält der Doktorand Paul Higgins ein seltsames Jobangebot. Er, der kurz vor der Fertigstellung seiner Doktorarbeit über Termiten ist, soll zu einer Exkursion mitkommen. Wohin und warum, das erfährt er nicht. Da seine Freundin schwanger ist und sie ständig pleite sind, macht er beim Bewerbungsverfahren mit. Ein Verfahren, das seltsamer nicht sein könnte. Worum geht es bei alle dem? Und wie hoch wird der Preis sein, den man für diesen Job zahlen muss?

In Folge 4 befinden wir uns mal wieder außerhalb von Porterville. Das macht die von Charles Rettinghaus eindringlich vorgelesene Geschichte nicht weniger mysteriös. Was hat das alles zu bedeuten? Welche Rolle soll Paul Higgins in Porterville einnehmen und welche Bedeutung haben Termiten bei alle dem. Nicht zum ersten Mal taucht die Frage auf: „Können Termiten träumen?“ Tja, können sie? Und warum sollte uns das interessieren? Vielleicht erfahren wir es irgendwann im Laufe dieser Serie. Bis dahin bleibt nur: Gespannt weiter lauschen!

Folge 5: Die Akte Tori von Raimon Weber
Tori ist die beste Freundin von Emily. Was Emily nicht wusste, Tori arbeitete für die IFIS, die Instanz für Innere Sicherheit, hat für sie ihre Mitschülerinnen beobachtet, besonders Emily. Wenige Tage nach Emilys verschwinden mit Jonathan geschehen plötzlich seltsame Dinge an der Schule. Kann es das „Draußen“ sein, das eindringt? Das wird abgestritten, doch Tori bekommt seltsame Aufgaben zugeteilt. Was geht vor?

Luise Helm bringt die Unsicherheit und Panik von Tori, die sie mehr und mehr ergreift, gut herüber. Die Folge zeigt, wie gedankenlos die meisten Bewohner handeln, wie stillschweigend sie alles glauben, was ihnen von der Obrigkeit erzählt wird. Kaum jemand weiß, was wirklich vorgeht, und kaum jemand will es wissen. Auch der Hörer bleibt weiter ratlos. Was hat das alles auf sich? Was ist im „Draußen“, was dringt ein? Tja, am Ende der Folge weiß man wie meistens ein wenig mehr, hat aber gleichzeitig viele neue Fragen.

Folge 6: Vor den Toren von Simon X. Rost
Folge 6 erzählt, was nach Folge 3 geschah. Sie spielt etwa 2 Jahre später. Immer noch herrscht Sato über Porterville, und immer noch versucht Jefferson Prey, das zu ändern. 2 Jahre lang hat er im Hintergrund versucht, Porterville zu einer besseren Stadt zu machen. Jetzt will er mit seinen Verbündeten zum letzten großen Schlag ausholen. Sato muss sterben. Doch wird der Anschlag gelingen?

Nun, dank der bisherigen Folgen weiß man als Hörer die Antwort auf diese Frage. Das macht die Folge aber nicht weniger spannend. Benjamin Völz entführt einen wieder in die Welt von Jefferson Prey, eine Welt, die nicht besonders glücklich ist. Seine Frau lässt sich gehen, der Vater ist krank und Sato führt sich immer mehr wie ein Diktator auf. Jefferson hatte es sich ganz anders vorgestellt, das Leben im neuen Porterville. Ein weiterer Umbruch muss her. Doch kann er all seinen Freunden trauen oder lauern Verräter? Wie geht es weiter mit Porterville?


Am Ende der ersten Staffel haben sich einige Puzzleteile zusammengefügt, einiges ist dem Hörer klar geworden, aber viel mehr Fragen sind und bleiben ungeklärt. Verwirrt bleibt man als Hörer zurück, und etwas atemlos. Aber auch wenn man so wenig weiß, unzufrieden ist man irgendwie trotzdem nicht.
Porterville ist wie schon der Darkside Park eine ganz besondere Serie. Man muss bereit sein, sich darauf einzulassen, man muss damit leben können, dass man am Ende mit vielen Fragen dastehen wird. Wenn man dazu bereit ist, dann wartet ein faszinierendes Abenteuer auf einen. Ich kann es nur empfehlen, sich auf Erkundungstour durch Porterville zu begeben. Kommt mit, erforscht die Stadt und vielleicht steht am Ende ja die Antwort auf die Frage, ob Termiten träumen können? Nun, dass werden wir nach den Staffeln 2 und 3 wissen. Aber ich bin mir sicher, diese Reise durch Porterville wird durchgehend spannend bleiben.

Porterville – eine faszinierende Mystery-Serie mit Sog-Effekt!

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