Freitag, 21. März 2014

[REZENSION] Jäger

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Jäger (OT: Choked)
Autor: Tania Carver
Übersetzer: Sybille Uplegger
Verlag: List
Reihe: Marina Esposito 4
Ausführung: Broschur, 480 Seiten



Autor:
Tania Carver ist der Autorenname von Martyn und Linda Waites. Der preisgekrönte Krimiautor Martyn und die renommierte Kostümbildnerin Linda erfüllen sich mit dem gemeinsamen Schreiben einen Traum. Ihr Debut „Entrissen“ mit der Profilerin Marina Esposito war wochenlang in der Sunday Times Top 10 und auf der Spiegel-Bestsellerliste. Danach begann der weltweite Erfolg der Thrillerserie. Das Ehepaar lebt mit zwei Kindern in Südengland. Ein perfekter Ort zum Schreiben.


JÄGER

Es sollte ein Familienausflug über Ostern werden, doch irgendjemand will dies verhindern. Das Cottage, das Marina Esposito und ihre Familie gemietet hatten, steht plötzlich in Flammen. Wie durch ein Wunder hat es sie selbst nur leicht erwischt, doch ihr Mann liegt im Koma, ihre Tochter ist nirgends zu finden. Als Marina einen Anruf erhält, ist ihr schlagartig klar, dass alles geplant war. Sie muss tun, was von ihr verlangt wird, sonst wird sie ihre Tochter nie wieder sehen. Dabei ist sie auf sich alleine gestellt, denn natürlich darf niemand eingeweiht werden, weshalb sie nicht nur ihren Mann zurücklässt, sondern sich auch noch gegen ihre Kollegen stellt...

„Wo ist... Wo ist meine Tochter?“
Er gab eine Antwort, doch sie hörte sie gar nicht. Wie von Sinnen suchte sie weiter. Zerrte alles auseinander, drehte jeden Stein um. Die Frau war fort.
Und Josephina auch. (S. 368)

In „Jäger“ rennt nicht nur die Zeit davon, sondern Marina auch ihren Kollegen. Denn wenn sie auch nur eine Person einweiht, wird sie ihre Tochter für immer verlieren. Nicht nur Mütter können nachvollziehen, dass man sich dabei an jede noch so kleine Anweisung hält. Denn niemand möchte seine Liebsten verlieren, nur weil man meint schlauer zu sein als die Verbrecher. Da Marina so allerdings komplett auf sich selbst gestellt ist, bleibt natürlich immer die Frage, ob sie es auch wirklich schaffen wird.

Zunächst scheint es zwei Handlungsstränge zu geben, die gar nichts miteinander zu tun haben. Doch je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto mehr ergeben sich unglaubliche Verknüpfungen, die den Leser beinahe sprachlos machen. Würden die Protagonisten auch nur ahnen mit was und wem sie es zu tun haben, wären sie vermutlich von vornherein ganz anders an die Lösung des Falls herangegangen. Doch natürlich wäre dann auch wiederum die Spannungskurve anders ausgefallen.

Die Atmosphäre ist von Anfang an bis zum Bersten gespannt. Immer weiter wird die Spannung angetrieben. Kleine Hoffnungsschimmer lassen den Leser kurz Aufatmen, doch jedes Mal erweist sich dies als Fehler, denn es war meist nur die Ruhe vor dem Sturm. Bis zum Schluss hält sich diese Vorgehensweise, man darf niemals glauben, dass es vorbei ist, denn das ist es noch lange nicht.

„Jäger“ ist der vierte Band der Reihe rund um Marina Esposito, und an Explosivität kaum zu überbieten. Auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände ist das Geschehen nachvollziehbar, wichtige Ereignisse aus der Vergangenheit werden, wenn nötig, kurz erläutert. Jeder, der atemlose Spannung und mehr als nur ein paar Gänsehautmomente sucht, sollte sich diesen Thriller nicht entgehen lassen.


Reiheninfo:
Band 1: Entrissen
Band 2: Der Stalker
Band 3: Stirb, mein Prinz

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