Sonntag, 16. März 2014

[REZENSION] Fünf Freunde und das magische Spinnennetz (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Fünf Freunde und das magische Spinnennetz
Autor: Enid Blyton
Sprecher: Erzähler: Lutz Mackensy
Übersetzer: -/-
Verlag: Europa
Reihe: Fünf Freunde 105
empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahren
Ausführung: Hörspiel, ca. 54 Minuten, 1 CD



Autor:
Enid Blyton, 1897 in London geboren, begann im Alter von 14 Jahren, Gedichte zu schreiben. Bis zu ihrem Tod im Jahre 1968 verfasste sie über 700 Bücher und mehr als 10.000 Kurzgeschichten, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Bis heute gehört Enid Blyton zu den meistgelesenen Kinderbuchautoren der Welt und mit den »Fünf Freunden« hat sie die bekanntesten Helden aller Zeiten geschaffen.

Sprecher:
Lutz Mackensy, Ivo Möller, Jannik Endemann, Theresa Underberg, Alexandra Garcia, Gordon Piedesack, Maud Ackermann, Sonja Szylowicki, Heinz Lieven, Karin Lieneweg, Gosta Liptow


FÜNF FREUNDE UND DAS MAGISCHE SPINNENNETZ

Als die Fünf Freunde das Felsenhaus betreten, erwartet sie eine unangenehme Überraschung: es wird beinahe belagert von Spinnen. Diese braucht Onkel Quentin für sein neuestes Forschungsprojekt, an dem er quasi Tag und Nacht mit seinen beiden Assistenten arbeitet. Daher werden die Kinder kurzerhand ausquartiert zu Mrs. Whittaker, die glücklicherweise noch zwei Zimmer in ihrer Pension frei hat. Als jedoch irgendjemand versucht das Forschungsprojekt zu sabotieren, hält die Freunde nichts mehr vom Felsenhaus fern. Sie stürzen sich in die Ermittlungen, um dem Täter auf die Spur zu kommen...

Ebenso wie die Fünf Freunde fühlt auch der Hörer sich zunächst nicht willkommen im Felsenhaus, wodurch schnell eine leicht bedrückte Stimmung herrscht. Man kann sich sehr gut in die Lage der Kinder hineinversetzen und stellt sich wirklich die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn sie gar nicht erst dort eingetroffen wären. Doch dann hätte man natürlich dieses spannenden Fall nicht erleben können.

Die Atmosphäre bleibt während des gesamten Geschehens angespannt und alle Protagonisten sind mehr oder weniger gereizt, wenn auch aus anderen Gründen. Das schlägt ein wenig aufs Gemüt und man hofft, dass die Lösung schnell gefunden wird, denn eigentlich hat man es lieber, wenn zumindest zwischen den Hauptprotagonisten eine eher aufgelockerte Stimmung herrscht.

Inhaltlich ist dieses Abenteuer unheimlich interessant. Vor allem das ungewöhnliche Forschungsprojekt macht den Hörer neugierig. Um was genau es sich handelt soll jeder selbst heraus finden, dass Spinnen irgendwie daran beteiligt sind, wissen wir ja schon. Die Darstellungen und Erläuterungen zu dem Thema sind gleichsam lehrreich, wie auch spannend. Man würde vielleicht gar nicht so weit denken, um selber auf eine solche Idee zu kommen.

Dass es aber auch dieses Mal wieder einen Gegenspieler gibt, wird sehr schnell klar. Irgendjemand versucht das Projekt zu sabotieren und die Freunde machen es sich zur Aufgabe, den Täter zu stellen. Dabei begeben sie sich mehr als einmal in Gefahr und der Hörer lauscht mit angehaltenem Atem dem Fortgang des Geschehens. Hinter jeder Ecke kann das nächste Hindernis lauern, da sollte man vorbereitet sein. Spannung ist hier garantiert, auch wenn sich im Laufe der Zeit immer deutlicher abzeichnet, wer der Schuldige ist. Das Motiv ist allerdings bis zum Schluss nicht gänzlich klar.

Das 105. Abenteuer für die Fünf Freunde hat es wirklich in sich. Ein interessantes Thema wird gekonnt mit atemloser Spannung gekoppelt. Einzig die bedrückende Atmosphäre schlägt aufs Gemüt, so dass man sich die ganze Zeit irgendwie unwohl fühlt.

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