Dienstag, 18. März 2014

[REZENSION] Eine Studie in Scharlachrot (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Eine Studie in Scharlachrot
Autor: Sir Arthur Conan Doyle
Sprecher: Ulrich Noethen
Übersetzer: -/-
Verlag: Audiobuch
Reihe: Sherlock Holmes
Ausführung: Gekürzte Lesung, ca. 102 Minuten, 2 CDs



Autor:
Sir Arthur Conan Doyle (1859 – 1930) war Arzt. Er begann nebenbei zu schreiben und erfand 1879 den berühmtesten Detektiv der Welt: Sherlock Holmes. Von 1912 bis 1929 veröffentlichte er außerdem insgesamt fünf Teile seiner Abenteuerreihe um Professor Challenger.

Sprecher:
Ulrich Noethen wurde 1959 in München geboren. Er zählt zu Deutschlands bekanntesten Schauspielern. Neben seinen großen Filmrollen (u.a. in Comedian Harmonists, Der Untergang) hat er sich auch als Hörbuchsprecher ein hohes Renommee erworben.


EINE STUDIE IN SCHARLACHROT

Mehr durch Zufall finden Dr. Watson und Sherlock Holmes zusammen. Der eine, gerade aus dem Afghanistankrieg zurückgekehrt, sucht eine Wohnung, der andere einen Mitbewohner. So beziehen beide eine gemeinsame Wohnung in der Baker Street. Trotz dessen, dass die beiden Männer gegensätzlicher nicht sein könnten, freunden sie sich nach und nach an, schließlich hat jeder so seine Macken. Holmes, der als beratender Detektiv arbeitet, ist ganz erpicht darauf, Watson seine Fertigkeiten nahe zu bringen. Dieser ist auch entsprechend beeindruckt, obwohl er nicht alles für bare Münze nimmt. Dann jedoch kommt es zu einem Fall, in dem Holmes beweisen kann, dass es sich nicht um Taschenspielertricks handelt, denn es wird die Leiche eines Amerikaners gefunden und an der Wand das deutsche Wort „Rache“, mit Blut geschrieben...

Es gibt diverse Umsetzungen der Fälle von Sherlock Holmes, sei es als Hörbuch, Hörspiel oder auch als Film. Aus der Sicht Watsons erzählt, wird man hier ganz an den Anfang katapultiert, so dass geschildert werden kann, wie Holmes und Watson sich kennenlernen. Denn auch die Beziehung der beiden und wie sie sich aufgebaut hat, ist durchaus wichtig, um das Geschehen vollständig nachvollziehen zu können. Lange muss der Hörer schließlich auch nicht warten, bis der nächste Fall für Holmes ansteht und somit der erste, bei dem Watson ihm zur Seite steht.

„Eine Studie in Scharlachrot“ ist mitunter einer der bekanntesten Fälle für den oft sehr eigenwilligen Detektiv. Nichtsdestotrotz lässt man sich immer wieder gerne von seinen Fähigkeiten begeistern und ist mitunter überwältigt, welche Auffassungsgabe Holmes hat. Es wird nicht alles einfach als gegeben dargestellt, sondern er erklärt seine Schlussfolgerungen akribisch. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als mit offenem Mund zu staunen, denn im Grunde hätte man meist selbst drauf kommen können, man hätte nur genauer beobachten bzw. hinhören müssen.

Egal, ob man diesen Fall bereits kennt oder ihn zum ersten Mal hört, er ist immer wieder spannend zu verfolgen. Man hat immer das Gefühl, dass hinter der nächsten Ecke ein neuerliches Verbrechen wartet. So bleibt man während der gesamten Lesung gefangen und vom Geschehen schier gefesselt.

Ulrich Noethen bringt das Geschehen absolut authentisch herüber und berührt den Hörer auch emotional. Da es sich hier um eine Lesung handelt, begibt er sich von Zeit zu Zeit in diverse Rollen, dementsprechend gleicht er Tonhöhe und auch die Sprache an, wodurch man das Gefühl erhält, dass es sich doch um mehrere Personen handelt, denen man dort zuhört. Die Geschichte wird dadurch unheimlich lebendig und interessant. Der Hörer versucht ständig eigene Nachforschungen anzustellen, doch Holmes ist meistens schneller. Während man noch fieberhaft über Zusammenhänge nachdenkt, hat er bereits die Lösung.

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