Samstag, 15. März 2014

[REZENSION] Die Schattenbande legt los!

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Schattenbande legt los!
Autor: Frank M. Reifenberg / Gina Mayer
Illustrator: Gerda Raidt
Übersetzer: -/-
Verlag: bloomoon
Reihe: Die Schattenbande 1
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 240 Seiten



Autor:
Frank M. Reifenberg absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler und arbeitete danach als Presse- und Öffentlichkeitsreferent. Er besuchte die Int. Filmschule Köln und schreibt seit dem Jahr 2000 Romane und Drehbücher. Seit 2008 engagiert er sich in der Leseförderung von Jungen, hält zu diesem Thema Seminare, Vorträge für Multiplikatoren und Workshops nur für Jungen. Die Universität zu Köln berief ihn als Lehrbeauftragten für die Leseanimation von Jungen. 2012 wurde er vom Luxemburger „Centre national de littérature“ mit einem Stipendium ausgezeichnet.
Gina Mayer hat als Werbetexterin gearbeitet, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie schreibt historische Romane und Krimis für Jugendliche und Erwachsene. Aus ihrer Feder stammen z. B. "Die verlorenen Schuhe" und "Das Maikäfermädchen". Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Düsseldorf.

Illustrator:
Gerda Raidt, 1975 in Berlin geboren, studierte zunächst Freie Grafik an der Burg Giebichenstein in Halle. Später wechselte sie in die Fachrichtung Illustration an die HGB Leipzig, wo sie anschließend auch ein Meisterschülerstudium absolvierte. Seit 2004 arbeitet sie als freie Illustratorin. Sie hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Leipzig.


DIE SCHATTENBANDE LEGT LOS!

Klara, Otto, Paule und Lina sind „Die Schattenbande“, vier Waisenkinder, die es im Heim nicht mehr ausgehalten haben und sich nun mehr oder weniger erfolgreich auf der Straße behaupten. Immer aufmerksam, denn jederzeit könnte ein Polizist sie erkennen und zurück ins Waisenhaus bringen. Genau das gilt es zu vermeiden. Als Otto jedoch plötzlich eines Mordes verdächtigt wird, müssen die Schatten zittern. Klara, Paule und Lina sind natürlich überzeugt, dass es sich um ein Missverständnis handelt und setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um ihrem Freund zu helfen. Doch nicht nur das, sie stellen auch eigene Ermittlungen an, wer Otto in die Falle gelockt hat und warum. Dabei stoßen sie nicht nur auf interessante Ergebnisse, sondern auf ebenso interessante Personen...

Was ist hier los?, wollte Otto fragen, aber ihm blieben die Worte in der Kehle stecken. Er lag auf dem Fußboden, doch das war nicht schlimm – jedenfalls nicht so schlimm wie die Handschellen, die ihm in die Gelenke schnitten. (S. 48)

„Die Schattenbande legt los!“ ist das erste Abenteuer für die vier Waisen aus Berlin. Neugierig wird man schon allein dadurch, da es sich diesmal nicht um einen „klassischen“ Zusammenschluss von Kindern bzw. Jugendlichen handelt. Natürlich kennt man einige Gemeinschaften, die sich der Aufklärung von Verbrechen verschrieben haben, diese kommen jedoch meist aus anderen Gesellschaftsschichten als die Schatten. Das sagt jedoch rein gar nichts über den Intellekt oder die Kreativität oder sonst irgendetwas aus. Hier liegt der Fall schließlich auch noch so, dass die Freunde nicht nur versuchen einen Mord aufzuklären, sondern sich gleichzeitig auch noch von der Polizei fernhalten müssen. Dementsprechend vorsichtig und gut vorbereitet müssen sie an die Ermittlungen herangehen, was ein enormes Maß an Fingerspitzengefühl erfordert.

Gespannt verfolgt der Leser die Wege, die die vier Freunde einschlagen. Manchmal ist er mit ihnen einer Meinung, aber hin und wieder würde man sie auch gerne warnen, da man überhaupt kein gutes Gefühl hat, was die Verfolgung dieser oder jener Spur angeht. Da man jedoch nicht eingreifen kann, bleibt nichts anderes übrig als zu hoffen, dass die Intuition entweder getrogen hat oder sie sich noch schnell genug aus der Schusslinie katapultieren können. Während des gesamten Geschehens baut der Leser eine immer emotionalere Bindung zu der Schattenbande auf und hat mehr und mehr das Gefühl selber dazu zu gehören, quasi als unsichtbares Mitglied.

Die Geschichte ist nicht nur gespickt mit enormer Spannung, die den Leser von Anfang an fesselt. Auch Humor wird groß geschrieben, der jedoch keineswegs platt daher kommt, sondern situationsgerecht abgestimmt und durchaus angemessen ist. Es macht Freude, die Kinder auf ihrem Weg zu begleiten, der hoffentlich ein gutes Ende findet und sie von jedwedem Verdacht freispricht. Der zweite Band mit der Bande steht bereits in den Startlöchern und kann sofort im Anschluss verschlungen werden.

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