Donnerstag, 20. März 2014

[REZENSION] Die Schattenbande jagt den Entführer

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die Schattenbande jagt den Entführer
Autor: Frank M. Reifenberg / Gina Mayer
Illustrator: Gerda Raidt
Übersetzer: -/-
Verlag: bloomoon
Reihe: Die Schattenbande 2
empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Ausführung: Hardcover, 240 Seiten



Autor:
Frank M. Reifenberg absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler und arbeitete danach als Presse- und Öffentlichkeitsreferent. Er besuchte die Int. Filmschule Köln und schreibt seit dem Jahr 2000 Romane und Drehbücher. Seit 2008 engagiert er sich in der Leseförderung von Jungen, hält zu diesem Thema Seminare, Vorträge für Multiplikatoren und Workshops nur für Jungen. Die Universität zu Köln berief ihn als Lehrbeauftragten für die Leseanimation von Jungen. 2012 wurde er vom Luxemburger „Centre national de littérature“ mit einem Stipendium ausgezeichnet.
Gina Mayer hat als Werbetexterin gearbeitet, bevor sie Schriftstellerin wurde. Sie schreibt historische Romane und Krimis für Jugendliche und Erwachsene. Aus ihrer Feder stammen z. B. "Die verlorenen Schuhe" und "Das Maikäfermädchen". Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Düsseldorf.

Illustrator:
Gerda Raidt, 1975 in Berlin geboren, studierte zunächst Freie Grafik an der Burg Giebichenstein in Halle. Später wechselte sie in die Fachrichtung Illustration an die HGB Leipzig, wo sie anschließend auch ein Meisterschülerstudium absolvierte. Seit 2004 arbeitet sie als freie Illustratorin. Sie hat zwei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Leipzig.


DIE SCHATTENBANDE JAGT DEN ENTFÜHRER

Der Winter in Berlin ist eiskalt, es schneit ohne Unterlass. Auf der Suche nach einem warmen Unterschlupf finden sie eine leerstehende Villa, genau das Richtige. Doch sie bleiben nicht unentdeckt. Die Zwillinge des Nachbarhauses sind äußerst neugierig und drängen darauf so oft wie möglich mit der Schattenbande spielen zu wollen. Doch plötzlich verschwinden die beiden Mädchen, schnell wird von Entführung gesprochen. Als die Schatten davon hören, machen sie sich sofort auf die Suche, denn tatenlos zusehen können sie nicht...

Otto war ziemlich beeindruckt gewesen, als er Klara in dem dunkelblauen Taftkleid gesehen hatte, das sie zusammen mit der weißen Schürze aus der Villa mitgenommen hatte. „Du siehst ja aus wie... ein Mädchen“, stammelte er.
Ein Mädchen. Wie grässlich, dachte Klara. Aber Lina hatte recht – ohne die Maskerade würde sie niemals ins Haus des Botschafters kommen. Sie strich ihre Schürze glatt und zog an der Glockenschnur neben dem Dienstboteneingang. Irgendwo im Haus schrillte eine Klingel. (S. 111f)

„Die Schattenbande jagt den Entführer“ ist der zweite Fall für die vier Freunde, die gemeinsam aus dem Waisenhaus geflohen sind und sich nun mehr schlecht als recht auf der Straße durchschlagen. Natürlich haben sie Anlaufstellen, dennoch ist der Winter kalt und ein warmer Unterschlupf wäre prima, da sind sich alle einig. Als sie einen solchen finden, ahnen die Schatten noch nicht, dass sich schon bald ein neuer Fall anbahnt, der ihnen wieder einiges abverlangen wird. Auch ohne Kenntnis des Vorgängerbandes ist dieser Band verständlich und nachvollziehbar, da auf einiges noch einmal kurz eingegangen wird. Um jedoch die Entwicklung der Charaktere verstehen zu können, ist es natürlich sinnvoll, auch den ersten Band gelesen zu haben.

Da die Schatten sich nicht von der Polizei schnappen lassen sollten, müssen sie doppelt vorsichtig sein, wenn sie die entführten Mädchen finden wollen. Dementsprechend muss jeder Schritt genauestens durchdacht sein. Doch obwohl jedwedes Risiko betrachtet wird, kommt es immer wieder zu Unvorhersehbarkeiten, die die Schatten in die ein oder andere gefährliche Situation manövrieren. Doch genau dadurch entsteht die meiste Spannung, die von Anfang bis Ende spürbar ist. Kaum, dass man glaubt das Rätsel gelöst zu haben, wird man in eine andere Richtung gelenkt, die nicht mehr mit den vorherigen Gedanken übereinstimmt. Somit kann man sich leicht verirren, was natürlich Sinn und Zweck der Übung ist.

Ob dieser Fall schlussendlich zu einem positiven Abschluss gebracht werden kann, bleibt bis zum Schluss offen. Außerdem gibt es noch die ein oder andere Nebenhandlung, die ebenfalls aufgelöst werden möchte. Dadurch ist klar, dass man nie zu sicher sein sollte, wenn man glaubt die richtige Spur gefunden zu haben.
Dieser zweite Band steht dem ersten in nichts nach und ist ebenso empfehlenswert!


Reiheninfo:
Band 1: Die Schattenbande legt los!

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