Freitag, 28. Februar 2014

[REZENSION] "Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?"

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: "Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?"
Autor: Françoise Hauser
Übersetzer: -/-
Verlag: Herder
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 176 Seiten



Autor:
Françoise Hauser, geb. 1967, schreibt als freie Journalistin seit vielen Jahren regelmäßig für diverse Magazine und Zeitungen wie »Welt«, »Rheinpfalz«, »in Asien«, »Asia Bridge«, »Touristik Aktuell«, »Diners Club« u.a., zum anderen ist sie als Buchautorin tätig. Neben dem regionalen Asien-Schwerpunkt hat sie sich auch auf berufliche Themen spezialisiert.


"WÜRDEN SIE FÜR MICH AUS DEM FENSTER SPRINGEN?"

Wer war nicht schon einmal in der Lage sich durch diverse Bewerbungen kämpfen zu müssen? Und wer ist nicht wenigstens einmal schier verzweifelt an zahlreichen Fremdworten, die scheinbar gar keinen Sinn ergeben, geschweige denn im Zusammenhang mit der angebotenen Stelle stehen. Für alle jene, die endlich ein bißchen klarer sehen wollen, entwirrt Françoise Hauser das Chaos und erläutert Tipps und Tricks, wie es mit der Jobsuche doch noch klappt.

Fragen Sie Ihre Freunde, wie sie Sie beschreiben würden, und lassen Sie sich eine Liste mit Adjektiven und Assoziationen erstellen. Gehen Sie die Liste Ihrer nunmehr Ex-Freunde aufmerksam durch, erstellen Sie eine eigene, verbesserte Liste. Diese Persönlichkeitsanalyse wird Ihnen später noch gute Dienste leisten. Achten Sie immer darauf, negative Wörter zu vermeiden! (S. 15)

Schon der erste Blick in eine Stellenanzeige macht deutlich, dass diese wohl in einer Fremdsprache verfasst sein muss, derer der 08/15-Bewerber nicht unbedingt mächtig ist. Daher wird in diesem Ratgeber zunächst ein wenig Licht ins Dunkel gebracht und das sogenannte „Bewerbisch“ ins „Klar-Deutsch“ übersetzt. Das ist unumgänglich, um später adäquat und kompetent auf Anzeigen antworten zu können.

Neben den Tipps und Tricks, die das Anschreiben angehen, sind aber auch jene wichtig und hilfreich, die sich mit dem Lebenslauf befassen. Manch einer hätte vor der Lektüre vielleicht gar nicht gedacht, dass man diesen sogar ganz legal aufpeppen kann, ohne auch nur eine einzige Unwahrheit hineinzubringen.

Gelingt es Ihnen noch nicht, spontan Sätze wie „Durch mein Doppelstudium ergaben sich zahlreiche Synergieeffekte, die ich gewinnbringend in den Dienst meines letzten Arbeitgebers stellen konnte“ oder „Dank meiner Motivation konnte ich ein umfassendes Job-Enrichement bewirken“ aus dem Ärmel zu schleudern, sollten Sie unbedingt noch einmal die vorherigen Kapitel sorgfältig durcharbeiten! (S. 95)

Des Weiteren werden ebenfalls das Telefon-Interview oder das Assessment-Center betrachtet, kurzum, es werden alle wichtigen Bereiche durchleuchtet, die ein Hindernis zwischen Bewerber und Traumjob darstellen könnten. Somit ist es unerlässlich sich einige der Hinweise zu Herzen zu nehmen und bei der nächsten Bewerbung zu beachten. Doch Vorsicht ist ebenfalls geboten, denn nicht alles ist so ernst gemeint wie es zunächst scheint, ein Blick ins Glossar bestätigt dies. Dennoch beinhaltet das Werk zahlreiche Wahrheiten, die nicht jedem geläufig sein dürften.

1 Kommentar:

  1. Sicher beinhaltet das Werk Wahrheiten, die lediglich überzogen dargestellt sind. Doch eine Hilfe bietet das Buch für Gefrustete leider nicht.

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Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr uns in der Lies-und-Lausch-WG besucht. Wir freuen uns über jeden Kommentar von Euch :)
Viele Grüße die Katze mit Buch und ihre Mitbewohner