Dienstag, 18. Februar 2014

[REZENSION] Shining Girls (Hörbuch)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Shining Girls
Autor: Lauren Beukes
Sprecher: David Nathan
Übersetzer: Karolina Fell
Verlag: DAV
Reihe: -/-
Ausführung: Gekürzte Lesung, ca. 384 Minuten, 5 CDs



Autor:
Lauren Beukes wurde 1976 in Südafrika geboren und wird von der Sunday Times als die »literarische Queen von Kapstadt« bezeichnet. Sie schreibt Romane, Comics und TV-Scripts. Bisher erschienen die Romane Moxyland (2009) und Zoocity (2010), mit dem Beukes den renommierten Arthur C. Clarke Award gewann. Beukes lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Kapstadt.

Sprecher:
David Nathan ,geboren 1971 in Berlin. Nach einer Lehre als Maler und Lackierer arbeitete David Nathan zunächst als Schauspieler, bevor er als Synchronsprecher den Durchbruch erreichte. Heute ist David Nathan einer der besten Synchronsprecher Deutschlands (Deutschlandradio Kultur) und leiht seine Stimme u.a. Johnny Depp, Christian Bale, Val Kilmer und Leonardo DiCaprio. Weiterhin konnte er auch Erfahrungen als Sprecher von Dokumentationen, Computer- und Hörspielen sammeln. David Nathan ist unter anderem Sprecher in dem DAV-Hörbuch »Cyberspace« von William Gibson und »Interview mit einem Vampir« von Anne Rice.


SHINING GIRLS

In einem alten Haus findet Lee Harper Bilder von neun jungen Mädchen. Er ist überzeugt davon, dass er dazu bestimmt ist, die Mädchen zu töten. Das Haus birgt allerdings noch ein Geheimnis. Die Türen öffnen sich in die Zukunft, Harper kann somit durch die Zeit reisen. Das ist auch der Grund, warum die Verbrechen, die er begeht, nicht erfolgreich gelöst werden können. Doch plötzlich überlebt eines seiner Opfer. Kirby hat sich in den Kopf gesetzt ihren Peiniger zu finden und ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Was sie bei ihren Nachforschungen herausfindet hört sich allerdings mehr als haarsträubend an und nicht einmal sie selber will zunächst wirklich an ihre Entdeckung glauben...

Ein Serienmörder als Zeitreisender. Eine interessante Idee, die es durchaus wert ist, einmal näher betrachtet zu werden. Ein Haus, dass den Täter dazu zwingt die Mädchen beziehungsweise Frauen zu töten und ihn an ebenjenem Tag ausspuckt, an dem es geschehen soll. Dies hört sich nicht nur verwirrend an, es ist mitunter sehr irritierend. Man muss schon genau aufpassen und hinhören in welcher Zeit und an welchem Ort, also bei welchem Mädchen man sich gerade befindet. Ansonsten ist man von vornherein vollkommen aufgeschmissen. Doch auch, wenn man sich redlich bemüht, alle Informationen zu behalten und zu ordnen, so ist man hin und wieder doch restlos aufgeschmissen, da man nicht mehr weiß was bereits geschehen ist oder was noch geschehen wird. Mal ist man im Hier und Jetzt, dann wieder in den 30er Jahren, manches Mal aber auch dazwischen. Für Harper laufen die Tage mehr oder minder chronologisch, zumindest rechnet er so, aber für den Hörer und die übrigen Protagonisten ist es anders.

Durch die ruhige Erzählweise von David Nathan wird ein wenig die Hektik herausgenommen, die durch die ständigen Zeitsprünge schnell entstehen kann. Das ist insofern positiv zu bewerten, als dass das Geschehen ein wenig zur Ruhe kommt, die Fäden sich langsam entwirren können und man überhaupt die Möglichkeit hat die diversen Ereignisse nachzuvollziehen. Dies ist zwar immer noch in einigen Punkten beschwerlich, es kommt aber ein wenig mehr Licht ins Dunkel. Somit bildet die Tonalität eine gute Basis, die als Konstante durch die gesamte Erzählung hindurch führt.

Es ist absolut spannend Kirby bei ihren Nachforschungen zu begleiten, schließlich will man selber erfahren was genau vor sich geht, auch wenn man einiges mehr an Hintergrundinformationen hat. Auf Grund der bereits genannten Punkte ist es aber vollkommen plausibel, dass man nicht immer alle Hinweise mitbekommt oder richtig deutet. Dementsprechend ist es gut, auch aus einer anderen Sicht an die Geschichte heranzugehen, um eventuelle Lücken schließen zu können.

Zum Schluss hin zieht sich das Geschehen leider ein wenig, wodurch Spannung eingebüßt wird. Dies hätte man knackiger und kürzer gestalten können, passend zum Gesamtgeschehen.

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