Donnerstag, 6. Februar 2014

[REZENSION] Blutzoll

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Blutzoll
Autor: Attila Jo Ebersbach
Verlag: Knaur
Reihe: Zweiter Fall
Ausführung: eBook, 270 Seiten



Autor:
Attila Jo Ebersbach wurde 1943 in einem Opernsängerhaushalt in Görlitz geboren. Sein Abitur legte er 1964 in Darmstadt ab - als einer von zehn Jungen unter tausend Mädchen an einer eben erst für Jungen geöffneten Mädchenschule. Eine Erfahrung, die ihn für's Leben gerüstet hat. Nach seinem Studium der Architektur und Malerei arbeitete er als Berufsmusiker, Architekt, Grafikdesigner und Geschäftsführer einer Werbeagentur. Seit 2004 schreibt er hauptberuflich und ist als freiberuflicher Korrektor und Layouter für mehrere Verlage tätig. Seine freien Tage verbringt er gerne auf seinem Segelboot - natürlich auf dem Edersee - wo sonst?


BLUTZOLL

Inhalt:
Bertram, der Freund von Kommissar Arne Guldberg wird ermordet. Der Täter gibt sich auch sofort zu erkennen. Die Witwe Martha bekommt einen Anruf von einem Mann namens Götz der sich als Mörder ausgibt. Von da an sucht die Polizei nach ihm und auch wenn Guldberg im Ruhestand hilft er dabei den Täter zu finden. Derweil sind Martha und ihre Tochter Stelle Psychoterror ausgesetzt.

Meine Meinung:
Als ich hörte das dieser Krimi am Edersee spielt musste ich ihn lesen. Ist der Edersee doch nur etwas über 30 km von hier entfernt und hat zudem dieses Jahr 100 jähriges Jubiläum.

Der Einstieg fiel mir total leicht. Der Schreibstil zieht einen sofort in den Sog und die Ankündigung das alles auf wahren Begebenheiten beruht machte mich noch neugieriger. Ebersbach hat eine wirklich mitreissende Art zu schreiben. Ich fühlte mich direkt wohl und wollte das Buch am ersten Abend schon nicht aus der Hand legen.

Der Prolog erzählt von einem Ereignis im Jahr 1911 und man kann schon ein wenig ahnen wo die Reise hin geht. Weiter geht es dann mit der jetzigen Zeit.

Der Autor beschreibt den Edersee sehr malerisch und jeder der den See kennt wird sich sofort wohl fühlen und die Geschichte mit den Augen des Autors lesen. Eberbach schafft es die idyllische Gegend gut zu umschreiben, eine Idylle die empfindlich gestört wird.
Der ganze Ernst des Falls wird nach und nach ermittelt und dabei bleibt weder die Spannung, noch die Geschichte selbst auf der Strecke. Es kommt keine Hektik auf noch gibt es keine Stelle in der es zu langatmig gewesen wäre. Der Humor kommt durch Guldbergs kleinen Freund dem Waschbären Heinrich der Achte ebenfalls nicht zu kurz. Es ist herrlich und witzig wie der kleine Kerl seinem Herrchen Streiche spielt.

Die Protagonisten sind überschaubar.
So gibt es den Kommissar i.R. Arne Guldberg, der das Ermitteln erst recht bei seinem Freund und dessen Witwe nicht sein lassen kann. Er ist geschieden und hat eine Tochter: Franka. Ein sympathischer Mann mit immer dem richtigen Riecher. Er verlässt sich auf sein Gefühl.
Dann seine Tochter Franka, Kommissarin bei der Kripo in Korbach. Sie ist mit dem Fall betreut, weist ihren Vater zwar zurecht das er nicht mehr im Dienst ist ist aber eigentlich ganz froh das sie ihn mit seinem Spürsinn hat. Sie lernt man nicht so gut kennen, aber gut genug um zu sehen das sie ihrem Vater recht ähnlich ist. Sie ist zielstrebig und weiß sich durchzusetzen.
Die Witwe Martha und ihre Tochter Stella sind Opfer, genauso wie der getötete Bertram.
Bertram lernt man im Vorfeld gar nicht kennen und Martha auch nur wenig, Stella so gut wie gar nicht. Aber man glaubt ihnen sofort wie sehr sie das alles mitnimmt.

Am Ende ist alles sehr schlüssig. Ich hätte noch weiter lesen können. Das einzige was ich mir gewünscht hatte wäre ein Nachwort was denn nun echt und was fiktiv war auch wenn ich da eine Vermutung habe.

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