Samstag, 1. Februar 2014

[REZENSION] 40 Stunden

Redakteur: Natalie Burger

Titel: 40 Stunden
Autor: Kathrin Lange
Verlag: blanvalet
Reihe: Band 1
Ausführung: Taschenbuch, 414 Seiten



Autor:
Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar am Harz geboren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf bei Hildesheim in Niedersachsen. Seit 2005 schreibt sie sehr erfolgreich Romane für Erwachsene und Jugendliche.



40 STUNDEN

Inhalt:
Faris Iskander bekommt ein Video in dem ein am Kreuz festgenagelter Mann zu sehen ist, der nur noch etwa 40 Stunden zu leben hat. Das ist auch die Zeit die Faris hat um den Mann zu finden, wenn nicht werden in Berlin mehrere Bomben hoch gehen und das zur Zeit des Kirchentages. Als Vorwarnung sprengt der Täter im Beisein von Iskander eine U-Bahn. Es gibt eine Verbindung zu einem früheren Fall an dem der Ermittler Faris Iskander mit seinem Team der SERV gearbeitet hat...

Meine Meinung:
Bei diesem Thriller klang der Rückentext schon so spannend das es sofort auf meiner Wunschliste landete. Ich kann gleich sagen, das ich nicht enttäuscht wurde.

Der Prolog beginnt schon einiges an Spannung aufzubauen und so geht es auch stetig weiter. Es gibt in diesem Buch keine langweiligen Stellen. Die ganze Zeit passiert irgendetwas. Es ist ein sehr rasant geschriebener Thriller. Zum durchatmen kommt man nur wenig. Es geht Schlag auf Schlag. Schließlich hat Iskander ja auch nur 40 Stunden um diesen Fall zu lösen. Trotzdem fühlte ich mich nicht durch das Buch gehetzt. Es passt alles genau so wie es ist.

Der Plot ist sehr gut. man stelle sich vor ein Attentäter droht mit einem Bombenanschlag in einer Großstadt wie Berlin zu einer Zeit in der noch viel mehr Menschen in dieser Stadt sind, am Kirchentag. Er kann aufgehalten werden, aber man hat gar keinen Anhaltspunkt bis auf die Anrufe und das Video. Man weiß nur das er es Ernst meint, das hat er schon eindrucksvoll bewiesen. Wie will man so jemanden auf die Spur kommen und dann auch noch in der kürze der Zeit. Es gibt bestimmt schon Bücher in der Richtung, doch dieses ist wirklich ganz große Klasse.

Es gibt verschiedene Stränge und Figuren von denen erzählt wird. Kirchentagsbesucher die nichtsahnend ihre Stunden verbringen. Das Ermittlerteam das versucht dem Täter näher zu kommen. Der Täter der sein Ziel verfolgt, welches das auch immer ist. Und auch Einzelpersonen die in Berlin leben und dem Attentäter einfach in die Quere kommen. Kathrin Lange hat alles sehr geschickt aufgebaut und verwoben. manche Figuren haben nur ein kurzes Intermezzo, manche bleiben länger. Der Leser ahnt irgendwann durch versteckte Tipps wie das Attentat ablaufen könnte und das lange vor der Polizei. Das führt zu noch mehr Spannung. Immer wen ein bestimmtes Muster auftauchte erwartete ich das schlimmste und konnte durchatmen wenn das nicht eingetreten ist. Das Motiv des Täters und gar der Täter selber bleiben bis ziemlich zum Schluss unklar und sorgt dann für eine Überraschung.

Die Hauptfigur ist Faris Iskander, schließlich ist er der Ermittler und Mittelsmann. Traumatisiert von einem anderen Fall, suspendiert wegen einer noch anderen Geschichte, ist ausgerechnet er der Mittelsmann. Er beißt sich durch, aber man merkt als Leser das er es nicht leicht hat und in dem Fall eigentlich nichts zu suchen hat. Privat läuft auch nicht alles rund und ich hatte schon Mitleid mit ihm. Er war mir als Mensch und als Ermittler sehr sympathisch.

Am Ende war ich überrascht über den Ausgang und die Auflösung. bis dahin habe ich aber gezittert und war erschrocken, habe mit gelitten mit Iskander und fühlte mich die ganze Zeit gut unterhalten.

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