Freitag, 17. Januar 2014

[REZENSION] Liebesschmarrn und Erdbeerblues

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Liebesschmarrn und Erdbeerblues
Autor: Angelika Schwarzhuber
Verlag: blanvalet
Reihe: -/-
Ausführung: Taschenbuch, 352 Seiten



Autor:
Die bayerische Autorin Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als Drehbuchautorin für verschiedenen Produktionsfirmen und Sender.


LIEBESSCHMARRN UND ERDBEERBLUES

Inhalt:
Lene ist mit Michi zusammen als er ihr auf Bayrisch seine Liebe gesteht. Nur das: “I hob mi fei sakrisch in die valiabt” bringt Lene zum Flüchten und zu der Frage ob es auf bayrisch keine Liebeserklärung wie ein Ich liebe Dich gibt. Auf Bayrisch gibt es die Liebe einfach nicht in klaren Worten gefasst.
Diese These bringt ihr Ärger aber auch viele Männer ein, die ihr das Gegenteil beweisen wollen.

Meine Meinung:
Liebesschmarrn und Erdbeerblues hätte ich mir vermutlich nie gekauft. Der Titel Klang mir zu schmalzig und sprach mich nicht an. Dann bekam ich den zweiten Band von Angelika Schwarzhuber und kurz darauf auch dieses Buch und wollte es dann auch lesen. Wenn es nicht gefällt könnte ich es ja immer noch zur Seite legen, aber es kam Anders.

Denn kaum angefangen gefiel mir die Geschichte von Lene und der Suche nach der bayrischen Liebeserklärung. Sie hatte alles was ich mir für einen leichten Roman wünsche und schwupps waren die ersten Seiten schon gelesen ohne das mir die Zeit überhaupt aufgefallen wäre. So ging es dann auch weiter.

Der Plot sprach meine Neugier an, auch als Nicht-Bayer wollte ich nun natürlich wissen ob sie die Liebeserklärung finden würde. Dazu kam dann die ganzen Verwicklungen und das nicht immer alles so nach Plan lief wie es soll. Es ist ein locker leichter Frauenroman, der als Lektüre zwischendurch genau das Richtige ist.

Die Protagonisten sind überschaubar.
Lene ist natürlich die Hauptfigur. Sie erzählt diese Geschichte in der Ich-Form, sie begleitet man als Leser auf ihrer Suche, die irgendwann zwischendurch nur noch im Hinterkopf statt findet. Lene ist uinkompliziert und Single. Sie hat ihre Liebe noch nicht gefunden auch wenn ihr die Männer Reihenweise zu Füßen liegen. Zu Beginn dachte ich sie ist jemand der nichts anbrennen lässt, aber das stellte sich recht schnell als falsch heraus, weil sie nutzt die Situation nicht aus. Sie denkt nur manchmal nicht genauer nach.
Dann sind da noch die Männer: Ernesto der rassige Spanier, der Lene den Hof macht, aber schon recht forsch ist. Karl der Gegner der in dem Buch der Gegenpol ist und der Geschichte das gewisse Etwas gibt. Michi, der Lene unbedingt zurück möchte. Mathias, der Verleger, der durch Lenes These auf sie Aufmerksam wird und sich um sie kümmert.
Außerdem gibt es noch das nähere Umfeld, das vorher schon da war. Lenes Vater, ein herzensguter Mann, der mit ihrem Lebenswandel aber gerade nichts anfangen kann, Julia, die Nachbarin, die sich nach dem Tod der Mutter ein wenig um Tochter und Vater gekümmert hat und Freundin Claudia, die den Stein erst ins Rollen gebracht hat.

Der Schreibstil ist flüssig, locker leicht und so lässt es sich auch lesen. Bayrisch sind überwiegend die ganzen Liebeserklärungen die im Buch genannt werden, aber auch hin und wieder einzelne Wörter. Die aber in einem Vokabeltrainer übersetzt werden. Spannung wird mit der Suche, aber auch mit viel Zwischenmenschlichem erzeugt. Es gab keinen Moment in dem ich mich langweilte und von Anfang bis Ende hat mich die Geschichte begeistert.

Das Ende ist abgeschlossen und als kleinen Schmankerl obendrauf gibt es noch die Rezepte aus dem Buch.

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