Dienstag, 28. Januar 2014

[REZENSION] Gewandelt

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Gewandelt (OT: Jennifer Scales and the Ancient Furnace)
Autor: Mary Janice Davidson
Übersetzer: Christine Gallus
Verlag: Ink
Reihe: Drachenstern 1
Ausführung: Taschenbuch, 256 Seiten



Autor:
Mary Janice Davidson schreibt erfolgreich Liebesromane für ein erwachsenes Publikum. Mit „Weiblich, ledig, untot“, dem 1. Band einer humorvollen Vampir-Serie, gelang ihr aus dem Stand der Sprung auf die internationalen Bestsellerlisten. Sie lebt mit Co-Autor Anthony Alongi, ihrem Ehemann, in Minnesota.


GEWANDELT

Als Jennifers Fähigkeiten immer deutlicher und ausgeprägter werden, haben ihre Eltern keine Wahl mehr. Sie müssen ihrer Tochter erzählen was sie wirklich ist, nämlich ein Werdrache. In einer Sichelmondnacht setzt schließlich ihre erste Verwandlung ein, die sie gleichzeitig verstört, aber in gewisser Weise auch euphorisch macht. Nicht nur Jennifer selbst, auch ihr Vater und ihr Großvater besitzen diese Gabe, die sich regelmäßig in solchen Nächten zeigt und für einige Tage anhält. Gemeinsam mit ihrer Familie und weiteren Werdrachen, die sie kennenlernt, erforscht Jennifer das neue Terrain, muss aber schnell feststellen, dass ihr nicht alles gesagt wurde. Denn die Werdrachen haben mächtige Feinde und sie sind bereit alles zu tun, um die Werdrachen zu vernichten...

Ihre Schulterblätter fühlten sich an, als würden sie jeden Moment zerbrechen und die Haut durchstoßen. Die Wirbelsäule krümmte und streckte sich abwechselnd. (S. 46)

Werwölfe kennt man inzwischen zur Genüge. Sogar Wertiger oder Werbären sind keine Unbekannten mehr. Mit Werdrachen allerdings hatte man bisher noch nicht so häufig zu tun. Dementsprechend erfrischend ist es, dass die Geschichte von Jennifer Scales sich um diese Spezies dreht. Außerdem gibt es noch einige andere Fantasiewesen, die noch nicht allzu häufig ihren großen Auftritt hatten. Wobei es vielleicht zu voreilig ist von Fantasiewesen zu reden, schließlich leben sie alle friedlich und unerkannt unter den Menschen. Wer sagt denn, dass dies nicht auch in der Realität möglich ist. Man darf nur nicht zu engstirnig denken und bloß keine rationalen Erklärungen verlangen, dann erscheint schon vieles gar nicht mehr so klar und eindeutig wie zuvor.

Gespannt verfolgt man die Geschichte der Werdrachen, hauptsächlich natürlich die von Jennifer. Schon von Anfang an ist klar, dass sie eine ganz besondere Rolle spielt, doch lange Zeit wird nicht deutlich was diese Besonderheit darstellt. So wird man zunächst in die Welt dieser seltsamen Wesen eingeführt und lernt quasi mit Jennifer gemeinsam was es heißt solch außergewöhnliche Fähigkeiten zu besitzen.

Dem Geschehen lässt sich leicht folgen, der Schreibstil der Autorin ist absolut leicht und flüssig. Auch wenn aus der beobachtenden Perspektive erzählt wird, so ist die Sprache doch eher flapsig und passt somit gut zu einer Vierzehnjährigen, deren gesamtes Leben zuerst in Frage und dann auf den Kopf gestellt wird. Gebannt ist man nicht nur auf Grund des Hintergrunds der Geschichte, sondern auch wegen der Spannung, die sich kontinuierlich aufbaut. Ein paar Details sind durchaus vorhersehbar, es gibt aber auch wahrliche Überraschungen, die man im Vorhinein nicht einmal in Erwägung gezogen hätte.

Dass die Geschichte rund um Jennifer und die Werdrachen noch nicht zu Ende erzählt ist, darauf deutet nicht nur das offene Ende hin. Der zweite Teil dieser Reihe ist bereits angekündigt und soll im April 2014 erscheinen. Alle, die gerne fantastische Geschichten lesen sollten zu diesem Buch greifen.

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