Freitag, 31. Mai 2013

[REZENSION] Likör und Sirup zum Verschenken: Leckereien in Flaschen hübsch verpackt

Redakteur: Anette Leister

Titel: Likör und Sirup zum Verschenken: Leckereien in Flaschen hübsch verpackt
Autor: Karina Schmidt, Anna Postel
Fotograf: diverse
Übersetzer: -/-
Verlag: Frech
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 64 Seiten




Autor:
Mit einer Begeisterung für alles Schöne aus Stoff und Papier entschied sich Anna Postel nach dem Abitur zu einer Buchbinder-Ausbildung. Von 2007 bis 2012 studierte sie Buchkunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und schloss das Studium als Diplomkünstlerin ab. Unter ihrem Label "Kleine Madame" vertreibt sie handgearbeitete Schachteln und genähte Einzelstücke.

Die Liebe zum Kochen entdeckte Karina Schmidt schon als Jugendliche. Die eigenen Rezepte "nur" Freunden und Familie zu präsentieren, reichte ihr jedoch irgendwann nicht mehr aus. Der Wunsch entstand, ein breiteres Publikum zu erreichen. Inzwischen hat Karina Schmidt mehrere Bücher zum Thema Kochen und kulinarische Entdeckungsreisen geschrieben, veranstaltet Kochseminare und arbeitet als freiberufliche Foodstylistin.


LIKÖR UND SIRUP ZUM VERSCHENKEN: LECKEREIEN IN FLASCHEN HÜBSCH VERPACKT

Unter dem Label "Kreative Manufaktur" sind mittlerweile einige Titel erschienen, sowohl im kreativen als auch im kulinarischen Bereich, wobei die Bücher unter diesem Label häufig beides vereinen. So findet man auch in "Likör und Sirup zum Verschenken" beides: Rezepte für Liköre und Sirups, sowie Vorschläge und Vorlagen für Labels und Etiketten zum Selbermachen.
Die Titel, die ich bisher aus der Reihe "Kreative Manufaktur" kannte, waren großformatige, quadratische Bücher mit einem relativ umfangreichen Inhalt, "Likör und Sirup zum Verschenken" ist das erste Geschenkbüchlein aus dieser Reihe für mich.
Im Gegensatz zu den großen "Brüdern" dieses Labels, sind die kleinen Büchlein weniger umfangreich, dafür aber recht günstig für eine Hardcoverausgabe und eignen sich nicht zuletzt wegen des kleinen Formats hervorragend als kleines Präsent zusätzlich zu einem nachgemachten Rezept aus dem jeweiligen Buch. So sehe ich die kleinen "Kreativen Manufakturen" auch weniger als Anschaffung fürs eigene Bücherregal, sondern mehr als Präsent für kreative und/oder kochbegeisterte Köpfe.

Der Inhalt des kleinen Bandes umfasst 12 Rezepte, 10 Ideen für Labels und Etiketten (die Vorlagen befinden sich im Anhang des Buches) und eine Doppelseite mit Wissenswertem zu Likören und Sirups.
Die Anordnung finde ich etwas unglücklich gewählt: statt mitten im Buch wäre es sinnvoller gewesen die allgemeine Info zu den Getränken an den Anfang zu stellen. Die beiden Rezepte "Heiße Minz-Schokolade" und "Limetten-Limonen-Granita" statt unter ihrem Rezeptnamen als Extrakapitel "Beschwipste Rezepte" zu führen ist verwirrend und mach das eigentlich überschaubare Inhaltsverzeichnis unübersichtlich.

Im Anhang finden sich hinter den Vorlagen noch eine Übersicht über weitere Titel aus der Reihe "Kreative Manufaktur" und eine kurze Vita der beiden Autorinnen.

Insgesamt bietet das kleine Büchlein für versierte Sirup- und Likörspezialisten nicht viel neues an Rezepten, aber die Ideen für eigene Etiketten und Labels sind sehr schön und vielfältig und die "kleinen Kreativen" sind einfach eine hübsche Geschenkidee für gute Freunde und Bekannte.

Unter topp-kreativ.de gibt es noch viele weitere Empfehlungen zum Selbermachen!

Donnerstag, 30. Mai 2013

[REZENSION] Sweets: Himmlische Verführungen für den ganzen Tag

Redakteur: Anette Leister

Titel: Sweets: Himmlische Verführungen für den ganzen Tag
Autor: Nicole Stich
Fotograf: Nicole Stich
Übersetzer: -/-
Verlag: GU
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 160 Seiten



Autor:
Foodblogger, das sind die heimlichen neuen Stars der internationalen Foodszene. Hinter den immer wieder überraschenden Seiten im Netz stecken ideenreiche Multitalente, die im besten Fall eine unvergleichliche Mixtur aus Kochen, Schreiben, Gestalten und Fotografieren grandios beherrschen. Genau das trifft zu bei Nicole Stich. Ihr blog deliciousdays.com wurde vom TIME MAGAZINE unter die 50 coolsten websites weltweit gewählt.


SWEETS: HIMMLISCHE VERFÜHRUNGEN FÜR DEN GANZEN TAG

"Sweets" besticht vor allem durch seine Vielfalt von Rezeptideen, die tatsächlich für jede Zeit des Tages himmlische Verführungen bieten:

* Frühstück
* Snacks
* Mittagessen
* Teatime
* Gartenfest
* Desserts
* Betthupferl

Beim ersten Durchblättern fallen direkt die schnellen und einfachen Rezeptideen auf, die man mit wenigen Zutaten und in kürzester Zeit umsetzen kann: so befinden sich in dem Buch neben Klassikern wie Früchtemichel, Scones, Rosinenbrötchen, Crème brulée oder Apfelstrudel sehr viele "Ruck-Zuck"-Verführungen wie schnelle Brotaufstriche, Shakes mit frischen Früchten, sommerliche Limonadenideen, Eis am Stil und selbstgemachte Müslis, die man auf Vorrat herstellen kann.

Jedes Rezept wird sehr ausführlich und mit Foto auf einer Doppelseite vorgestellt.
Unter einem einleitenden Text, in dem Nicole Stich erzählt, wie das Rezept entstanden ist, befinden sich unter dem Rezeptnamen die Menge, die die angegebenen Zutaten ergeben (z.B. 15 Stück), die Zubereitungszeit plus eventueller Back- oder Kochzeit, zu welcher Saison das Rezept passt und welchen Schwierigkeitsgrad es besitzt (von 1 bis 3 Sterne).
Darunter sind die Zutaten aufgelistet und eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Zubereitungsfolge, die häufig durch Tipps und Ideen für Variationen ergänzt wird.
Vor dem Rezeptteil sind die einzelnen Rubriken mit einer kurzer Beschreibung aufgeführt, welche Art Rezepte die jeweilige Rubrik enthält. Eine Übersicht aller Rezepte nach Alphabet und den Hauptzutaten befindet sich am Ende des Buches.
Die Navigation durch das Buch ist schnell und einfach, da man sowohl nach Tageszeit, als auch nach besonderen Zutaten filtern kann. Zudem ist der Schwierigkeitsgrad schnell zu erfassen und auch die benötigte Zeit sowie der Einsatz an Zutaten kann mit einem Blick gecheckt werden, so dass man auch nach diesen Gesichtspunkten schnell die richtige Leckerei zum Nachmachen heraussuchen kann.
Zudem ist "Sweets" für ein durchgehend süßes Koch- und Backbuch so gesund, wie Süßes eben sein kann: Nicole Stich legt sehr viel Wert auf den Einsatz von frischen Obst, diesem Zustand zollt sie Tribut mit der Zuordnung der Rezepte nach Saison.

Sehr sympathisch ist die Einleitung der Autorin, in der sie schreibt, dass "Sweets" das richtige Buch für alle ist, die Pfannkuchen einem Leberwurstbrot vorziehen und wissen, dass Omas Grießbrei der beste Seelentröster sein kann, aber kein Buch für Kalorienzähler oder Personen, die nach jedem süßen Leckerbissen das schlechte Gewissen zwickt. So ist es nicht verwunderlich, dass die sonst so ausführlich präsentierten Rezepte KEINE Angaben über Nährwerte und Kalorien beinhalten.

Ich zähle mich zur Kategorie der Naschkatzen und werde mich in Zukunft sicher noch häufig und mit viel Genuss und Vergnügen von Nicole Stichs "Sweets" verführen lassen!


Dienstag, 28. Mai 2013

[KULINARISCHES] Oreos zum Trinken oder Bananencookie im Glas

Huch... die Sonne scheint! Dieses seltene Ereignis musste ich sofort dafür nutzen einen Shake aus "Sweets" auszuprobieren.

Entweder besitze ich tatsächlich keine unbedruckten hohen Gläser für sommerliche Shakes, oder in der Masse und/oder dem Teilrenovierungschaos im Wohnzimmer sind sie nicht zu finden (naja... wahrscheinlich zweiteres *g*) und meinen Katzen sollte mal jemand erklären, dass Essen durchaus aus Präsentationsgründen in ihrer Augenhöhe stehen kann und nicht immer nur, damit sie es wegnaschen, tztztz...

Viel Spaß beim Ausprobieren :)


Bananencookie im Glas
ergibt 1 großes Glas

Zutaten:
2 Oreo-Kekse
1/4l Milch
1/2 Banane
2 Eiswürfel


Zubereitung:
Kekse halbieren, Füllung abkratzen (und naschen). Kekse in einen hohen Rührbecher krümeln, Banane grob schneiden und mit der Milch dazugeben, mit dem Stabmixer pürieren. Auf Eis servieren.

Das Shake war übrigens weniger süß als erwartet, wahrscheinlich durch das Vorwegvernaschen der Oreo-Keks-Füllung :D Und sicher lassen sich die Oreo-Kekse je nach persönlichem Geschmack auch durch andere ersetzen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert.

Montag, 27. Mai 2013

[REZENSION] Mein riesengroßer Papa

Titel: Mein riesengroßer Papa (OT: Le grand papa et sa toute petite fille)
Autor: Cathy Hors
Illustrator: Samuel Ribeyron
Übersetzer: Anna Taube
Verlag: Mixtvision
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 3-6 Jahre
Ausführung: Hardcover, 32 Seiten oder E-Book



Autor:
Cathy Hors unterrichtet Französisch an einer Gesamtschule. Mein riesengroßer Papa ist ihr zweites Kinderbuch. Sie lebt in Nantes.

Illustrator:
Samuel Ribeyron arbeitet als Illustrator sowie als Sounddesigner des Animationsstudios Folimage. Das Multitalent entwirft Plakate für Theater und Festivals, gestaltet CD-Cover und findet dabei immer noch die Zeit zu reisen. Er lebt in der Drôme.


MEIN RIESENGROSSER PAPA

"Mein riesengroßer Papa" ist eine - sowohl was die Illustrationen als auch die begleitenden Texten angeht - poetische und verträumte Erzählung über die unterschiedlichen Sichtweisen und Blickwinkel, die Erwachsene und Kinder auf Dinge haben.

Ein riesengroßer Mann träumt schon lange davon Papa zu werden:
Seit er klein war, ein riesengroßer kleiner Junge natürlich, träumte er davon, eines Tages ein Papa zu sein. Er würde einen Jungen haben oder ein Mädchen, einen riesengroßen kleinen Jungen oder ein riesengroßes kleines Mädchen. Er würde ihm viele lustige Dinge beibringen: einen Apfel direkt vom Baum herunter zu essen, mit den Vögeln im Himmel zu plaudern, ins Wolkenkuckucksheim zu linsen oder den Mond aus der Umlaufbahn zu schnippen...
Eines Tages bekommt er ein Mädchen, aber das ist winzig winzig winzig klein. Und wenn ich sage, der Mann ist riesengroß und das Mädchen winzig klein, dann meine ich das genau so: der Mann ist so groß wie ein Berg und das Mädchen winzig wie eine Maus. So kann der Mann all die lustigen Dinge, die er sich erträumt hat, gar nicht zusammen mit seiner Tochter unternehmen.
So verschieden die beiden von ihrer Größe sind, so viele Gemeinsamkeiten haben sie doch auf einen genaueren Blick: die gleichen grünen Augen, das lockige Haar, die spitze Nase und den verträumten Ausdruck im Gesicht. Diese Übereinstimmungen zwischen den beiden werden in dem Buch unterstrichen durch die harmonische Farbkomposition sämtlicher Illustrationen. Sowohl die Darstellung des Papas als auch seines winzigen Mädchens, sowie seine "Wolkenwelt" als auch ihre erdverbundene Welt greifen immer wieder die gleichen Farben und Formen auf. Dies symbolisiert zum einen (durch die Größe) wie unterschiedlich die Sichtweisen von Eltern und Kindern sind und zum anderen (durch Farben und Formen) wie sich die beiden Sichtweisen einander annähern und die Welt aus einem anderen Blickwinkel betrachtet wird: wie in dem Sprichwort "die Welt aus Kinderaugen sehen". So begibt sich der riesengroße Papa auf die Ebene seiner winzigkleinen Tochter, so dass sie letzten Endes doch noch gemeinsam Spaß haben.
Obwohl die Details auf den meisten Illustrationen die gleichen sind, kommen sie erst im Laufe der Geschichte voll zur Geltung: auf den ersten Bildern sind die Ameisen am Boden noch kleiner als das winzigkleine Mädchen, weil der riesengroße Papa sie schlicht und einfach übersieht. Erst als er die Welt aus den Augen seiner Tochter betrachtet, sind die Ameisen so groß, dass sie ihm - beziehungsweise dem Leser - auffallen.

Nicht nur Kinder lernen von ihren Eltern, auch Eltern lernen von ihren Kindern, da für jede Generation die Sichtweise des anderen eine Bereicherung darstellt.

Sonntag, 26. Mai 2013

[RUND UMS BUCH] Neu in KW21


Im Briefkasten

Warte auf mich, Philipp Andersen / Miriam Bach (GW)

Dies und das

Diese Woche ist die Beichte schnell und kurz, ein Grund mehr - oder die Motivation - mich mal wieder meinen buchigen Neuzugängen zu widmen, bevor ich völlig den Überblick verliere. Aber bei dem Wetter... :( Aber meinetwegen soll es noch 10 Tage regnen, wenn ich dafür mit reichlich Sonnenschein auf dem Literaturfest in Meißen entschädigt werde.
Ansonsten gibt es hier wenig Literarisches zu berichten. Seit Wochen gehe ich noch am ehesten darin auf mich meinen Pflanzen zu widmen. Wenn nicht gerade einige meiner Leser verrückt nach Kräutern - speziell Minzesorten - oder diversen Zimmerpflanzen sind, ist das wohl eher ein langweiliges Thema. Falls sich irgendwann ein paar Sonnenstrahlen zu mir nach Hause trauen, die Katzen sich vergnüglich in meinem Grünzeug wälzen und sich den Pelz wärmen lassen, kann ich euch ja mal ein paar Fotos unterjubeln ;)

Freitag, 24. Mai 2013

[REZENSION] Danas Uhrwerk

Titel: Danas Uhrwerk (OT: Les pendules de Dana)
Autor: Agnès de Lestrade
Illustrator: Constanza Bravo
Übersetzer: Anna Taube
Verlag: Mixtvision
Reihe: -/-
empfohlenes Lesealter: 3-6 Jahre
Ausführung: Hardcover, 48 Seiten oder E-Book



Autor:
Wenn Agnès de Lestrade gerade nicht schreibt, liest, träumt oder eine Tasse Tee trinkt, erfindet sie Gesellschaftsspiele, Lieder und hat sogar die Zeit gefunden, selbst zwei hübsche Kinder zu fabrizieren, um all das an ihnen auszuprobieren. Seit ihrem Debüt 2003 erschienen von Agnès de Lestrade bereits über 20 Bücher in französischer Sprache.

Illustrator:
Constanza Bravo ist Schweizerin chilenischer Abstammung und studierte an der Hochschule für bildende Künste in Genf, wo sie heute als freie Künstlerin und Illustratorin lebt. Daneben engagiert sie sich für freie Kinder-Malschulen.


DANAS UHRWERK

Fast gespenstisch beginnt dieses philosophische Kinderbuch, dass seinem Leser den Begriff ZEIT und ihren Wert näher bringen will:
Danas Herz ist eine Uhr. Es macht TICK TACK TICK TACK. Immer im selben Rhythmus. Die Bäume in der verschneiten Winterlandschaft, durch die Dana geht, sehen aus als strecken sie Finger in den Himmel, als wollten sie nach etwas greifen.

Dana hat eine besondere Gabe. In einer kleinen Werkstatt bastelt sie aus alten Pendeln, Weckern und Uhren ganz besondere Zeit-Geschenke für ihre Familie:
* Ihre Mutter bekommt ganz viel Zeit, damit sie Dana in den Arm nimmt und ihr abends länger vorlesen kann.
* Ihrem Vater schenkt die einen Wecker mit einem Hasen. Wie schon das weiße Kaninchen aus dem Klassiker "Alice im Wunderland" hat auch Danas Vater nie genug Zeit, so dass Dana ihm Extra-Zeit geschenkt hat, um die verlorenen Stunden einzuholen.
* Ihrer Großmutter versüßt sie die Stunden, damit die Erinnerungen an den verstorbenen Großvater schön sind und nicht schmerzen.
* Ihrem kleinen Bruder schenkt sie Trödel-Zeit, denn Trödeln ist schön. Ein Geschenk zum Träumen.

Danas Herz ist eine Uhr. Es macht TICK TACK TICK TACK. Doch eines Tageslegt sie ihr Ohr an das Herz ihres Freundes Anton und hört einen ganz anderen Klang: Bumm bumm bumm bumm...

Agnès de Lestrade hat mit "Danas Uhrwerk" wiederum ein sehr poetisches Bilderbuch verfasst, im Gegensatz zu ihrer von Valeria Docampo illustrierten Geschichte "Die große Wörterfabrik" sind Constanza Bravos Illustrationen weniger niedlich, aber farbenfroher und verspielt. Wer gerne mit Papier, Stempeln und/oder Klebebändern bastelt, wird in Bravos Bildern diese Techniken entdecken können: Danas Kleid wirkt wie mit Masking Tape aufgeklebt, ihre Zeitgeschenke sind in wunderschön bestempeltes Papier eingeschlagen. Einige Szenen wirken recht natürlich, andere verträumt und surreal wie Gemälden des Surrealismus angelehnt.

In vielerlei Hinsicht wirkt dieses Buch für mich auf zwei Ebenen, sowohl was die unterschiedlichen Illustrationen angeht, als auch die Botschaft(en), die es vermittelt. Kinder werden vor allem den Wert von Zeit erkennen und den Begriff besser verstehen können, da die Autorin den eigentlich nicht fassbaren Begriff durch den Vergleich mit Geräuschen und die Darstellung in Farben und Formen greifbar und körperlich macht. Erwachsene lesen zwischen den Zeilen die Vergänglichkeit heraus und Erinnerungen an verlorene Dinge. Kinder werden die unterschiedlichen Botschaften je nach Altersstufe erfassen können oder dadurch, dass sie das Buch nicht nur vorgelesen bekommen, sondern der vorlesende Erwachsene ihnen einige Sachen erläutert. Hier handelt es sich um eine Geschichte, die Kindern und Erwachsenen gleichermaßen ans Herz zu legen ist, da gemeinsam verbrachte Zeit sowohl im Kinder- als auch im Erwachsenenalter von unschätzbarem Wert ist und diese Botschaft hier wunderschön und tiefsinnig vermittelt wird!

Donnerstag, 23. Mai 2013

[REZENSION] Kochhelden: Rezepte für das wahre Leben

Redakteur: Anette Leister

Titel: Kochhelden: Rezepte für das wahre Leben (OT: This is a Cookbook: Recipes For Real Life)
Autor: Max and Eli Sussman
Illustrator: -/-
Fotograf: -/-
Übersetzer: -/-
Verlag: Callwey
Reihe: -/-
Ausführung: Hardcover, 159 Seiten



Autor:
Max Sussman ist chef de cuisine in einem Restaurant in Brooklyn, das mit zwei Sternen von der New York Times ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2012 hat ihn das Forbes Magazin in der Rubrik 30 under 30 für Essen und Wein gewählt und er war für den James Beard Rising Star Chef des Jahres nominiert.
Eli Sussman arbeitet für Mile End Delicatessen in Brooklyn. Er ist außerdem der Marketing Director für Taste of the Nation NYC, einer jährlich stattfindenden Veranstaltung mit dem Ziel, die Wohltätigkeitsorganisation Share our Strength in ihrem Kampf gegen Hungersnot zu unterstützen.


KOCHHELDEN: REZEPTE FÜR DAS WAHRE LEBEN

"Kochhelden" ist ein Kochbuch von Männern für Männer: hier wird gekocht für das wahre Leben, ohne großes Chichi werden sich die meisten Rezepte zwar anhand geschmackvoller Fotos visualisiert, aber das Geschirr ist alltäglich und besitzt Gebrauchsspuren, Szenen am Grill, in der Küche oder beim Essen wirken natürlich und ungekünstelt und die meisten der verwendeten Zutaten sind bodenständig und "was für echte Kerle", sprich: wer Rezepte für die schlanke Linie sucht, ist hier fehl am Platz, Max und Eli kochen was schmeckt und dazu gehört viel Fleisch, Fett und Süßes. Man kann auch sagen: die "Kochhelden" sind sündhaft gut (und kalorienreich), auch wenn mir beim ersten Durchblättern manche Zutatenkombinationen nicht das Wasser im Mund haben zusammen laufen lassen. So stößt man auf direkt zu Beginn auf herzhaft belegte und überbackene Frühstücksmuffins, die laut den beiden Kochhelden nach Fertigstellung "sofort mit der Lieblingsmarmelade, Ahornsirup und/oder Puderzucker" am Tisch serviert werden sollen. Wer's mag... ich habe dieses Rezept sowie die außergewöhnliche Kombination von frittierten Hähnchenteilen mit Waffeln links liegen lassen, da man mich bereits mit Toast Hawaii oder Schnitzel Melba erfolgreich aus der Küche treiben kann. Das war aber auch schon mein einziger Kritikpunkt, aber beinhaltet nicht jedes Kochbuch das eine oder andere Rezept, das einen nicht hinter dem Herd hervorlocken kann? Also weitergeblättert und etwas weniger exotische Vorschläge ausprobiert, die zwar mit alltäglichen Zutaten zubereitet werden, aber alles andere als alltäglich schmecken.

Das Kochbuch in schwarz-türkisen Design wirkt einerseits stylisch-modern, andererseits mit seinem dunklen Einband und ohne Schutzumschlag robust und schlicht.
Im Inneren spiegelt sich der erste Eindruck wider und wird zudem ergänzt durch verspielte Illustrationen, denn nicht alle Rezepte sind durch ein Foto repräsentiert. Doch ausführliche Zubereitungsschritte und/oder einfach umzusetzende Rezepte machen Fotos zu einem "nice-to-have" und sind nicht zwingend erforderlich, um erfolgreich den beiden Brüdern Max und Eli nachzukochen.

Das "wahre Leben" bietet Rezepte für:
* den Sonntagsbrunch
* als Grill-Futter
* den Abend daheim
* die Dinnerparty
* Mitternachtssnacks
* Süßkram

Vor dem eigentlichen Rezeptteil werden die Rubriken mit einem einleitenden, witzigen Text der beiden Brüder vorgestellt, das alphabetische Register aller Rezepte befindet sich am Ende des Buches, jedoch ist jeder Rubrik noch eine Seite vorangestellt, auf der sich eine Übersicht der Rezepte nach Abdruckfolge im Buch befindet.
Pizzen oder Popcorn werden in verschiedenen Varianten und Geschmacksrichtungen präsentiert, das Kapitel Grill-Futter bietet einen ausführlichen Beitrag zum Thema Einlegen und dank einer mehrseitigen Abhandlung rund um Pasta bekommt man direkt Lust Nudeln selbst zu machen, zudem auch die Anleitung zur Bedienung einer Nudelmaschine und persönliche Tipps von Max für den perfekten Nudelgenuss nicht fehlen.
Überhaupt ist einer der größten Plus- und Sympathiepunkte die Ergänzung der Rezepte durch persönliche Tipps der Sussmanbrüder, die nicht nur immer hilfreich, sondern auch sehr kurzweilig zu lesen sind. Viel Spaß zum kompletten Durchstöbern des Buches bieten auch die einleitenden Texte zu jedem Rezept, in denen Max und Eli erzählen, wo der Ursprung für das jeweilige Gericht liegt oder wie sie selbst auf bestimmte Kombinationen gekommen sind oder woher die einzelnen Zutaten stammen.


"Kochhelden" sind männlich, verspielt, sympathisch, vielfältig und sicherlich nicht immer jedermanns Geschmack - sagte der Koch und biss in das Schinkenmuffin mit Marmelade - aber es lohnt in jedem Fall die teils außergewöhnlichen Rezepte auszuprobieren und im Zweifelsfall hält man es so, wie Max und Eli empfehlen: "Geben Sie dazu, was Sie mögen, und lassen Sie anderes weg." Die Sussmanbrüder bieten viel Anregung die ausgetretenen Küchenpfade zu verlassen und auf außergewöhnliche Genusstour zu gehen!


Mittwoch, 22. Mai 2013

[COOL-TOUR-KATZE] Lesung "Vakuum" in Darmstadt



Zum 3. Mal fand in diesem Jahr das Jugend- und Kinderliteraturfestival "Huch, ein Buch" in Darmstadt statt.
Was sich im ersten Jahr noch an einem Tag abspielte, weitete sich mittlerweile auf eine ganze Woche aus: rund 2000 Schüler erreichten die Veranstaltungen in der Woche vom 12. bis 18. Mai.
Für das 4. Festival im nächsten Jahr sollen die Schüler noch stärker eingebunden werden. Testleser, Leseclubs und andere literarische Initiativen an Schulen sind aufgerufen sich beim Veranstalter zu melden. Die Kontaktadressen, sowie das komplette Programm der vergangenen Veranstaltung unter dem Motto "Familie. Alles ist ganz anders." kann HIER eingesehen und heruntergeladen werden.


Am Donnerstag, den 16. Mai las Antje Wagner im Darmstädter Schlossmuseum aus ihrem aktuellen Jugendendzeitthriller "Vakuum" der bei bloomoon erschienen ist.

Am 17. August um 15.07 Uhr passiert das Undenkbare: Die Zeit bleibt stehen, und nahezu alle Menschen sind plötzlich verschwunden. In diesem beängstigenden Vakuum befinden sich fünf Jugendliche. Nach und nach finden sie heraus, dass sie auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind. Denn jeder für sich hütet ein Geheimnis, über das er mit niemandem spricht, weil er es selbst nicht wahrhaben will. Jetzt, vom Schicksal zusammengeführt, sehen sich Tamara, Alissa, Leon, Hannes und Kora plötzlich mit der Wahrheit konfrontiert. 

Nach einer kurzen Anmoderation mit allgemeinen Informationen zum Festival und speziell zu Antje Wagner und ihrem Roman durch den Veranstalter, begann die Autorin mit ihrer Lesung.
"Vakuum" ist ein Jugendthriller mit dystopischen Elementen. Das Buch wird aus der Perspektive von fünf Jugendlichen erzählt, zum besseren Verständnis konzentrierte sich Antje Wagner jedoch auf eine Erzählperspektive, um den anwesenden Schülern zweier 8. Klassen den Roman vorzustellen.
Neben der Buchvorstellung erzählte Antje Wagner allgemeine Dinge zur Entstehungsgeschichte speziell dieses Romans und allgemeine Sachen zu ihrer Arbeit als Autorin.
Sie selbst ist eine Autorin, die sehr viel liest, während sie an einem neuen Roman arbeitet. Dabei geschieht dieses Lesen jedoch mehr analytisch als aus reinem Vergnügen. Sie achtet beim Lesen stark auf die Technik des jeweiligen Autoren, zum Beispiel, wie dieser es schafft beim Leser Gefühle hervorzurufen. Ihre Figuren lehnen sich durchaus an reale Vorbilder an, jedoch hat sie im Laufe der Jahre bemerkt, dass Figuren erst plastisch und dreidimensional werden, wenn man verschiedene Personen zu einer Romanfigur zusammenmischt. Bei ca. 8000 jährlichen Neuerscheinungen nur! auf dem deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteraturmarkt kann man kaum noch einen Inhalt neu "erfinden", die meisten Themen und Geschichten wurden wohl schon einmal erzählt, aber dramaturgisch kann jeder Autor anders und einzigartig sein.
Bei einem Buchcover hat ein Autor in der Regel kein Mitspracherecht, aber Antje Wagner war sehr glücklich als sie der Vorschlag zum Cover von "Vakuum" erreichte, da dieses Cover auf den ersten Blick zwar wie eine graue Maus aussieht, aber haargenau eine Szene widerspiegelt, wie sie in dem Buch vorkommt. Übrigens hätte "Vakuum" eigentlich "Endzeit" heißen sollen, da aber einige Monate vor dessen Erscheinungstermin ein anderer Roman mit diesem Titel veröffentlicht wurde, musste ein neuer Titel her.
Obwohl Antje Wagner an diesem Vormittag bereits ihre zweite Lesung absolvierte, stellte sie ihren Roman und ihre Arbeit so fesselnd informativ vor, dass die Schüler - die vor der Veranstaltung noch wie eine Herde wilder Hummeln lärmten - mucksmäuschenstill und gebannt auf ihren Stühlen saß.

"Vakuum" wurde 2013 mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet, bei bloomoon sind von Antje Wagner außerdem die Titel "Unland" und "Schattengesicht" erschienen.

Sonntag, 19. Mai 2013

[RUND UMS BUCH] Neu in KW20


Im Briefkasten

Behemoth - Im Labyrinth der Macht, Band 2, Scott Westerfeld (GK)
Das große Buch der Gewürze, Bettina Matthaei (GW)
Die Chroniken von Mirad 3: Das Wasser von Silmao, Ralf Isau (GK)
Die Hebamme von Sylt, Gisa Pauly (GW)
Die Toskana in meiner Küche, Tessa Kiros (GK)
Goliath - Die Stunde der Wahrheit, Band 3, Scott Westerfeld (GK)
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Band 1-3, Hörbuch, Michael Ende (GK)
Jim Knopf und die Wilde 13, Band 1-3, Hörbuch, Michael Ende (GK)
Picknick, Ingeborg Pils (GK)

Dienstag, 14. Mai 2013

[MEINE WELT] Dies und das #10

Hier ist es seit mehreren Wochen eher still im Vergleich zu "früher", da mir krankheitsbedingt immer noch Lust und Konzentration zum Lesen und Rezensieren fehlen. Ich hoffe, bald kann ich mich wieder richtig auf beides konzentrieren und der Spaß an der Sache kehrt damit auch wieder zurück.
Zwischenzeitlich habe ich mich etwas stärker um meine beiden Stief-Blogs gekümmert. Ich lese Mischblogs zwar unheimlich gerne, aber selbst trenne ich meine Bloggerei doch lieber nach Interessen. Naja... auf meinem einen Blog ist aber auch soviel Geschlöns, den nenne ich manchmal liebevoll meinen Müllblog :D
In der Zwischenzeit sind hier etliche Bücher zugezogen (die ich in diversen Postentwürfen gespeichert habe, die hoffentlich irgendwann mal online gehen). Aber bei zwei Gewinnen anlässlich der Welttag des Buches Aktion "Blogger schenken Lesefreude", muss ich heute seit ewigen Zeiten mal wieder einen "Dies und das"-Post verfassen, um die beiden Schätze gebührend zu würdigen und noch einige andere Dinge loszuwerden.

Bei sannimade habe ich ein wunderschön illustriertes Märchenbuch gewonnen, zudem sie mir noch ein selbstgemachtes Lesezeichen mitgeschickt hat, das genau die passende Größe für solche Prachtbände hat. Traumhaft, oder?


Das Märchenbuch hat in der nächsten Woche einen großen Auftritt in der KiTa meiner Tochter, ich habe mich nämlich zum Vorlesen gemeldet *ggg*


Bei Melanie vom Lesestrand habe ich ein Buch gewonnen, um das ich seit längerer Zeit herumschleiche und als hätte sie es geahnt, dass ich mir schon sooo lange eine kleine Lesesocke wünsche und selbst keine Socken stricken kann...


Sooo süüüß! Ich bin total begeistert. Bei so schönen und dazu noch selbstgemachten Zugaben, weiß man gar nicht, ob man sich mehr über das Buch oder die Zugabe freuen soll :D

Anbei noch zwei Fotos von meinen "haarigen Pflanzen", die einige vielleicht schon von meinem Facebook-Account kennen:



Ich böse Katzenmutter habe den Bollerwagen allerdings zwischenzeitlich mit Tomaten bepflanzt und im Kasten sind trotz Devils Sonnenbad mittlerweile Blumen gewachsen ;)
Unseren anderen haarigen Pflänzchen geht es auch sehr gut, nur Sindbad ist nicht mehr von einem Ausflug nach Hause zurückgekehrt :( Seit Ostern ist er verschwunden und wir konnten nicht in Erfahrung bringen, was mit ihm passiert ist. Ein Schicksal, dass Freigängerkatzen leider treffen kann, aber manchen Katzen steckt das Streunen einfach mehr im Blut als anderen. Unsere Devil ist ja im Sommer auch mehr unterwegs als zu hause, aber zum Glück ist ihr noch nie etwas wirklich Schlimmes passiert. Wobei einige Tage in einem Nachbarshaus eingesperrt zu sein und sich an einem Draht die Seite aufgerissen zu haben, uns schon genug Nerven gekostet haben...

Auf jeden Fall wird es in den nächsten Tagen und Wochen weitere Lesungsberichte geben. Berichte gehen mir irgendwie noch einigermaßen locker von der Hand im Gegensatz zu Rezensionen. Übermorgen besuche ich eine Lesung von Antje Wagner im Rahmen der "Huch ein Buch"-Woche in Darmstadt und Anfang Juni geht es zu einer mehrtägigen literarischen Veranstaltung, zu der meine Tochter dieses Bild gemalt hat:


Jetzt weiß jeder Bescheid, wo es hingeht, oder ;D Ansonsten wild draufrumraten, vielleicht verrate ich es ja dann noch bevor es soweit ist :P

Sonntag, 12. Mai 2013

[RUND UMS BUCH] Neu in KW19


Im Briefkasten

Charlie 2: Spuk auf Schloss Wolkenturm, Susanne Oswald (GW)
Der Mann der den Regen träumt, Ali Shaw (GW)
Die schönsten Märchen der Brüder Grimm (GW)
Fröhlich buntes Eierlei, Pia Pedevilla (GT)
Gute Geister, Kathryn Stockett (GW)
Minus reist um die Welt, Sven Nordqvist (GT)
Sonnengruß im Badeschaum: Yoga-Übungen für die Wanne, Joachim Becker (RE)
Sweets, Nicole Stich (GW)

Mittwoch, 8. Mai 2013

[REZENSION] Komm essen, Mama!

Redakteur: Anette Leister

Titel: Komm essen, Mama! (OT: Cook School)
Autor: Amanda Grant
Fotograf: Susan Bell
Übersetzer: Renate Christ
Verlag: Thorbecke
Reihe: -/-
Ausführung: Klappenbroschur, 128 Seiten



Autor:
Amanda Grant ist FoodJournalistin und hat eine eigene Sendung in der BBC. Sie schreibt außerdem die Kinderseiten verschiedener Zeitschriften und hält Vorträge zur gesunden Ernährung von Kindern. Als Mutter von drei Kindern kennt sie das Metier bestens aus eigener Erfahrung.


KOMM ESSEN, MAMA!

Mit "Komm essen, Mama!" legt Amanda Grant eine Kochschule für Kinder vor, die sich an "junges Gemüse" zwischen 3 und 11 Jahren richtet.

Die Rezepte sind nicht nach Mahlzeiten oder Zutaten sortiert, sondern nach den Fähigkeiten der kleinen Köche. Der Inhalt ist untergliedert in drei Stufen:
Stufe 1: 3-5 Jahre
Stufe 2: 5-7 Jahre
Stufe 3: 7-11 Jahre

In einer mehrseitigen Einführung erläutert die Autorin das Konzept des Buches. Sie richtet sich dabei direkt an das Kind, dem dieses Buch gehört, und nicht an die Eltern, denn hier ist das Kind der Küchenchef! Wenn Amanda Grant die einzelnen Stufen erklärt richtet sie sich zwar auch an die erwachsenen Sous-Chefs, aber selbst an diesen Stellen ist immer herauszulesen, dass dieses Buch für Kinder konzipiert wurde:
'Erwachsene: Diese Seite ist für Sie.
Kinder: Diesen Teil könnt ihr überspringen.'

Man merkt, dass die Kinder der Autorin und deren Freunde - wie in der Einführung erwähnt - bei der Zusammenstellung der Rezepte geholfen haben. In dem Buch finden sich durchweg Sachen, die Kinder mögen und bei denen sie viel selbst machen können. Dazu ist der Rezeptteil sehr vielfältig und ausgewogen. Es gibt vegetarische Hauptgerichte, Speisen mit Fisch oder Fleisch, Getränke, Desserts und Gebäcke. In der Regel mit Zutaten die man entweder auf Vorrat hat oder problemlos im nächstgelegenen Supermarkt besorgen kann.
Da es durch die Stufen-Einteilung etwas schwierig ist beim Durchblättern gezielt nach einem Rezept zu suchen, bietet das Rezeptregister im Anhang nicht nur eine Suchmöglichkeit nach Rezeptnamen, sondern zusätzlich nach den verwendeten Zutaten. So ist es möglich gezielt nach Lieblingszutaten eines Kindes zu suchen bzw. ungeliebte Speisen oder Sachen, die auf Grund von Allergien nicht vertragen werden, auszusparen.
Die Einführung in die drei Stufen enthält nicht nur eine Einweisung für die erwachsenen Helfer, sondern auch eine Übersicht über die Fähigkeiten von Kindern in der jeweiligen Altersstufe und einen Überblick über die benötigten Küchenutensilien, sowie eine Erklärung, wie man mit den Geräten umzugehen hat und wozu sie im Detail dienen.
Jedes Rezepte wird sehr ausführlich auf einer Doppelseite erklärt. Dank einer bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitung können schon die ganz Kleinen "herauslesen" wie eine Speise zubereitet wird und das Ganze wird zusätzlich als Begleittext zu jedem einzelnen Foto beschrieben. Neben der Bild- und Wort-Zubereitungsanweisung steht bei jedem Rezept dabei, wieviele Stück/Portionen die angegebenen Zutaten ergeben, was benötigt wird an Zutaten und Utensilien und welche Fähigkeiten für das Nachkochen des Rezepts vorhanden sein müssen.
Das Kochbuch kommt sehr authentisch beim Zielpublikum an und vermittelt beim bloßen Anschauen schon Spaß am Kochen (und Essen), da die Fotos sehr natürlich wirken und die Kinder bei der Zubereitung oder beim Essen zeigen, die der Autorin auch beim Zusammenstellen der Rezepte unterstützt haben.
Die Einteilung nach Altersstufen ist sehr hilfreich, muss aber nicht allzu streng befolgt werden: wenn eine 5jährige sich ein Rezept aus Stufe 3 aussucht, dann greift man als Elternteil einfach etwas stärker unter die Arme und schaut sich im Vorfeld das Rezept genau an, bevor es an die Verteilung der Aufgaben geht.
"Komm essen, Mama!" führt Kinder mit viel Spaß an die Zubereitung von Nahrungsmitteln heran und ist mit wachsender Begeisterung und steigenden Fähigkeiten sicher eine Entlastung in der Küche für alle Mamas.


Sonntag, 5. Mai 2013

[RUND UMS BUCH] Neu in KW18


Im Briefkasten

41 Rue Loubert, Mara Ferr (GW)
Bestickt und zugenäht, Jane Bull (GT)
Graffiti Moon, Hörbuch, Cath Crowley (GW)
Rubinrotes Herz, eisblaue See, Hörbuch, Morgan Callan Rogers (GK)

Mittwoch, 1. Mai 2013

[AKTION] Blogger schenken Lesefreude 2013: Der Gewinner steht fest und Auswertung der liebsten Bilderbücher (Bildbände)

 

Der Gewinner dieses wundervollen Buches steht fest:

Die große Wörterfabrik
von Agnès de Lestrade
illustriert von Valeria Docampo

 

In meinem Fall dachte sich random.org wohl "der frühe Vogel (bzw. Leser) fängt den Wurm", denn gewonnen hat Kommentar:


Ohhh, um das Buch bin ich schon einige Male herumschlawenzelt... :D
Mein liebstes Bilderbuch ist vermutlich eines der Findus-Bücher, weil es dort immer so viel zu entdecken gibt.
Aber ich erinnere mich auch noch an ein wirklich schönes Bilderbuch zum Thema "Tod" (leider weiß ich den Titel nicht mehr), dessen Zeichnungen mir direkt ins Herz gegangen sind. 

Tine von Lesemomente :)

Sehr häufig wurde "Die kleine Raupe Nimmersatt" von Eric Carle als liebstes Bilderbuch genannt, andere Nennungen waren:

* "Mein Freund Rune" von Marit Kaldhol
* "Der Club" von Helme Heine
* "Guter Drache, Böser Drache"
* "Heule Eule"
* "Wo die wilden Kerle wohnen"
* "Der Grüffelo"
* "Das ist kein Karton"
* "Wolkenbrot"
* "Hat Pia einen Pipimax?"
* "Der kleine Rabe Socke"
* "Etwas von den Wurzelkindern"
* "The Paper Bag Princess"
* "Herman und Rosie"
* "Lilly lässt Gespenster tanzen"
* "Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich rum"
* "Irma hat so große Füße"
* "Mein Freund der Esel Benjamin"
* "Brüderchen Vierbein" von Ingeborg Meyer-Rey
* Wimmelbücher
* "Der Tag, an dem die Nacht nicht kam"
* "Lieselotte lauert"
* "Mutters wildes Hänschen"
* Petterson und Findus
* "Henriette Bimmelbahn" von James Krüss
* "Mischa und seine Brüder"
* "Zu Hause ist es am schönsten" von Jonathan Emmett
* illustrierte Bücher von Benjamin Lacombe
* "Die Bremer Stadtmusikanten" mit Illustrationen von Klaus Ensikat
* "Katzen: Französische Landsitze und ihre Bewohner"
* "Katzen" von Isolde Ohlbaum
* "Ich, Leonardo" von Ralph Steadman
* "Wind in den Weiden" mit Illustrationen von Eric Kincaid
* "Oma Adele"
* "Der Ginpuin"
* "Planet Willi"
* "Allein im Wald"
* "Struwwelpeter"

In der Liste befinden sich doch einige Bücher, die bei mir ebenfalls im Regal stehen, aber auch etliche, von denen ich bisher nicht mal etwas gehört habe und die werde ich mir auf jeden Fall mal näher ansehen.
Vielen Dank an alle Teilnehmer für das Teilen eurer liebsten Bilderbücher und die Teilnahme an meiner Verlosung. Ich hoffe, diejenigen, die nicht gewonnen haben, sind nicht allzu enttäuscht, vielleicht bietet sich ja mal wieder ein Anlass für mich jemandem mit diesem wunderschönen Bilderbuch eine Freude zu machen ;)