Montag, 4. November 2013

[REZENSION] Drecksspiel

Redakteur: Natalie Burger

Titel: Drecksspiel
Autor: Martin Krist
Verlag: Ullstein
Reihe: Teil 1
Ausführung: Taschenbuch, 400 Seiten



Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin.


DRECKSSPIEL

Inhalt:
Eine Frau wird mit ihrem kleinen Baby auf einer Hütte gefangen gehalten.
Eine Prostituierte wird brutal ermordet.
Eine Tochter aus gutem Haus wird entführt.
Was haben diese drei Fälle miteinander zu tun?

Meine Meinung:
Ja das ist die Frage die den Leser von Beginn an begleitet. was haben die vielen Personen und losen Stränge miteinander zu tun? Am grausamsten ist wohl die Geschichte von Hannah und Millie in der Hütte, aber auch der Mord an der Prostituierten Leyla. Man kann Martin Krist seine Handschrift direkt erlesen. Harmlos ist hier nichts.

Aber erstmal fiel es mir etwas schwer rein zu kommen. Ich weiß nicht ob es an den vielen Strängen lag die erstmal wie lose Fäden vor mir lagen und oder an den vielen Personen aus deren Sicht geschrieben wird. Denn jedes Kapitel beinhaltet mehrere Szenen immer aus der Sicht eines Protagonisten.
Doch irgendwann gelang es mir mich in die Geschichte einzufinden und ich konnte gut und flüssig lesen. Immer im Hinterkopf die Frage: Wie wird das alles zusammen gehören? Der flüssige Schreibstil war ein Grund warum ich dieses Buch in einem Rutsch durch gelesen habe, der andere Grund war die Spannung die sich trotz oder gerade wegen der Szenenwechsel gut aufbaute. Es gab viele viele kleine Cliffhanger die einen wieder weiter trieben.

Wie oben erwähnt gab es viele Figuren in dieser Geschichte. 40 sind es laut Personenregister, aber keine Angst nicht alle spielen eine große Rolle. Das Personenregister ist aber auf jeden Fall eine Hilfe. Auflisten möchte ich hier nur diejenigen aus deren Sicht Teile der Story erzählt werden.
Hannah und ihre Tochter sind mit die wichtigsten Protagonisten. Gefangen gehalten in einer Hütte erschließt sich dem Leser erst nach und nach warum sie in diese Situation kamen und es stellt sich immer die Frage werden sie gerettet oder nicht. Hannah würde alles tun um ihre Tochter zu retten. Millie steht bei ihr an erster Stelle
David ist ein weiterer wichtiger Protagonist. Er wird angeheuert um die Tochter aus gutem Hause zu finden um dann am Ende auf was ganz anderes Aufmerksam zu werden. Er ist sehr rätselhaft und nicht einschätzbar. Kein Böser aber trotzdem hatte ich die ganze Zeit über das Gefühl das er auch nicht ganz astrein ist.
Arthur spielt nur eine kleine Rolle die sich auch erst recht spät erschließt. Für mich ein Egoist.
Toni eine Person die Dreck am stecken hat und mit seinen Taten alles nur noch schlimmer macht. Er ist irgendwie jemand der in jedes Mist rein gerät der Möglich ist
Philip. Er ist der Mann von Hannah und zunächst verschwunden. Er verhält sich am Anfang schon recht merkwürdig und irgendetwas stimmt nicht mit ihm
Viele Protagonisten von denen man mal mehr mal weniger erfährt. Die alle ein Puzzleteilchen sind.

Ein Puzzle das man erst am Ende gelöst hat. Ein sehr spannendes nervenaufreibendes Ende mit überraschenden Ausgang und meiner Frage ob es wohl eine Fortsetzung geben wird. Nachdem ich dann ein wenig gegoogelt habe habe ich rausgefunden das es der Auftakt einer Reihe ist.

Mein Fazit: Kein Thriller der sich mal eben nebenher lesen lässt, dann kommt man gerade am Anfang nicht mehr genau mit. Das war auch mein Problem der Einstieg. Als mir der gelungen ist waren es wieder unterhaltsame spannende Stunden

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