Mittwoch, 20. November 2013

[REZENSION] Die teuflischen Schädel (Hörspiel)

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Die teuflischen Schädel
Autor: Jason Dark
Sprecher: Erzählerin: Alexandra Lange
Übersetzer: -/-
Verlag: Lübbe
Reihe: Sinclair Classics 17
Ausführung: Hörspiel, ca. 60 Minuten, 1 CD



Autor:
Jason Dark wurde unter seinem bürgerlichen Namen Helmut Rellergerd am 1945 in Dahle im Sauerland geboren. Aufgewachsen ist er in Dortmund.
Eigentlich hatte er Journalist oder Reporter werden wollen, aber auf Wunsch seiner Eltern erlernte er einen "anständigen" Beruf und wurde Chemotechniker. Nebenbei begann er zu schreiben.
Kleine Geschichten, nie einen Roman. Das änderte sich, als er 1966 zur Bundeswehr eingezogen wurde. Da schrieb er seinen ersten Roman, einen Cliff-Corner-Krimi für den Bastei-Verlag.
Anfang 1973 gab er seinen Beruf als Chemotechniker auf und trat als Redakteur in die Romanredaktion des Bastei-Verlages ein. Er schrieb weiterhin Romane - für die Krimiserien Cliff Corner, John Cameron, Jerry Cotton, Kommissar X und Franko Solo, aber auch für Western-Reihen, u.a. für Lassiter.
Als der Bastei-Verlag eine neue Reihe auf dem boomenden Gebiet des Horrorromans plante, wurden Autoren gesucht, die die ersten Romane schrieben. Helmut Rellergerd schrieb Band 1 der neuen Reihe, den ersten Sinclair-Roman.
Ab diesem Zeitpunkt drehte sich das Erfolgskarussell immer schneller. Bald mußte Jason Dark, wie sich der Autor nun nannte, jeden Monat vier Heftromane und ein Taschenbuch schreiben. Die Sinclair- Serie wurde zu einer der meistverkauften Roman-Serien in Deutschland.
Im Jubiläumsjahr 1997, in dem der 1000ste Heftroman seiner Sinclair- Serie erscheint, erfüllt sich für ihn ein Traum, den wohl jeder Autor träumt: seine Romane werden verfilmt.

Sprecher:
Alexandra Lange, Dietmar Wunder, Detlef Bierstedt, Torsten Michaelis, Stefan Staudinger, Nele Mueller-Stöfen, Ilya Welter, Achim Buch, Sonja Stein, Kaspar Eichel, Achim Schülke, Jürgen Holdorf, Oliver Böttcher, Janis Grossmann, Rüdiger Kuhlbrodt, Thomas Petruo, Jan-David Rönfeldt, Bernd Stephan


DIE TEUFLISCHEN SCHÄDEL

Mehrere vermisste Personen in Glasgow, Leichen ohne Kopf und lebendige Schädel – ein klarer Fall für John Sinclair. Sein Freund und Reporter Bill Conolly recherchiert in der Mordserie und wird dabei verschleppt. Zuvor jedoch ereignet sich ein brutaler und kaum glaubhafter Angriff von mehreren Schrumpfköpfen. Glücklicherweise kann er Sinclair noch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Doch diese teilt dem Geisterjäger in keinster Weise mit, mit wem oder was er es diesmal zu tun bekommen wird. Um Bill zu retten würde er sich allerdings auch in die Höhle des Löwen begeben...

Wird einem Menschen der Kopf abgetrennt, geht man gemeinhin davon aus, dass er tot ist. Hier wird jedoch eindrucksvoll das Gegenteil bewiesen. Nicht nur, dass die Schädel lebendig sind, sie sind auch noch bissig. Und gnade dem, der ihnen in die Quere kommt, der wird getötet. Dass hier eine höhere Macht am Werk ist, ist jedem sofort klar, beängstigend ist die Situation dennoch allemal. Schließlich erfährt man nicht sofort was nötig ist, um einen solchen Effekt erzielen zu können.

Für John Sinclair ist dieser Fall wieder einer der persönlicheren. Denn sein Freund Bill verschwindet spurlos, nachdem er sich zu Recherchezwecken mit einer Kellnerin unterhalten hatte. Diese wird tot aufgefunden, von Conolly keine Spur. Nur die bereits erwähnte Nachricht auf dem Anrufbeantworter kann John nun noch einen Hinweis auf den Verbleib des Freundes geben. Jeder, der Sinclair kennt, weiß, dass er vor allem für seine Freunde alles tun würde, vor allem wenn sie in einer solchen Misere stecken, wie Bill. Wer, wenn nicht der Geisterjäger höchstpersönlich, sollte sonst wissen, mit welchen Kreaturen sich hier eingelassen wird. Auch wenn er es diesmal selber nicht so genau weiß, sondern erst im Laufe der Geschichte dahinter kommt, setzt er alle Hebel in Bewegung.

Ebenso wie die Protagonisten, ist auch der Hörer verwirrt, denn mit solchen Kreaturen hat man es noch nie zu tun bekommen. Man weiß nicht wo sie herkommen oder wer sie erschaffen hat, man weiß nur, wer sie einmal waren, nämlich die Vermissten. Wer ihnen das jedoch angetan hat und wieso, das bleibt lange Zeit im Dunkeln, so dass sich ausschließlich Mutmaßungen anstellen lassen könnten. Dies wiederum ist auch nicht von Erfolg gekrönt, da es nicht einmal einen vernünftigen Ansatz gibt. So bleibt nichts anderes übrig als konzentriert das Geschehen zu verfolgen und zu hoffen, dass der Verantwortliche möglicherweise einen Fehler macht. Allerdings darf man auch hier nicht davon ausgehen, dass es sich um einen Menschen handelt und er demnach eventuell gar nicht so handelt, wie man es erwarten würde. Es ist und bleibt ein Glücksspiel, denn das Übernatürliche hält sich nicht an irgendwelche Regeln.

„Die teuflischen Schädel“ sind ein hundsgemeines Erzeugnis, das John Sinclair hoffentlich ohne große Verluste beseitigen wird. Die durchweg vorhandene Spannung steigert sich von Minute zu Minute, um schlussendlich in einem fulminanten Finale an ihren Höhepunkt zu gelangen.

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