Freitag, 18. Oktober 2013

[REZENSION] Totenmal

Redakteur: Christiane Demuth

Titel: Totenmal
Autor: Dietmar Lykk
Übersetzer: -/-
Verlag: Emons
Reihe: Malbek und Lüthje 6
Ausführung: Taschenbuch, 288 Seiten



Autor:
Dietmar Lykk, Jahrgang 1949, wurde in Kiel geboren und studierte Rechtswissenschaften, Soziologie und Philosophie in Kiel und Hamburg. Er lebt und arbeitet bei Flensburg.


TOTENMAL

Auf dem Campingplatz, auf dem auch Kommissar Malbek zur Zeit wohnt, wird ein Toter gefunden. Bei ihm findet man einen Zettel mit einem sonderbaren Kinderreim. Die Ermittlungen laufen schleppend, es mangelt einfach an Ansätzen. Zudem werden den Kommissaren Malbek und Lüthje von diversen Seiten Steine in den Weg gelegt, die sie auch noch behindern. Schließlich geschieht ein weiterer Mord, der dieselbe Handschrift trägt und nach und nach wird deutlich, dass die Hinweise scheinbar in Malbeks Vergangenheit führen...

„Verstehst du nicht? Es geht um die Botschaft seines Modus Operandi! Er wollte etwas sagen, was von Schuld, Vergebung und Sühne handelt! Dabei ist es zunächst nicht wichtig, dass er vielleicht nicht alle Tassen im Schrank hat. Die geistige Krankheit ist nur der Filter, der die Botschaft verzerrt. Aber die Botschaft führt und zu ihm. Versuch, dich in den Täter hineinzuversetzen!“ (Seite 71)

„Totenmal“ ist der sechste Band aus der Reihe rund um die Kommissare Malbek und Lüthje und geht zudem auf den ersten Band „Totenschlüssel“ ein. Es ist jedoch nicht zwingend notwendig diesen bereits gelesen zu haben, denn die wichtigsten Informationen werden nochmals aufgegriffen. Wer allerdings nach der Lektüre einen umfassenderen Einblick in den damaligen Fall bekommen möchte, dem sei der erste Band ans Herz gelegt.

Zu Beginn geht es zwar gleich rasant los, denn der erste Tote lässt nicht lange auf sich warten, im weiteren Verlauf flacht die Spannung zunächst aber erstmal wieder ein wenig ab. Das liegt natürlich auch mit daran, dass die Ermittlungen nicht so recht in Gang kommen wollen. Einerseits fehlt es an konkreten Ansätzen, andererseits scheinen einige Leute die Kommissare davon abhalten zu wollen, zu tief in den Fall einzudringen. Malbek, Lüthje und ihre Teams lassen sich aber nicht bremsen, so dass das Tempo bald wieder angezogen wird. Auch die Geschichte kommt nun immer mehr in Fahrt. Überwog zuvor oft noch das Privatleben Malbeks, durch das das Geschehen ebenfalls gebremst wurde, tritt es nun eindeutig in den Hintergrund und macht Platz für die Ermittlungen in dem neuen Fall. Die somit wieder angezogene Spannung steigert sich durchgängig bis zum Schluss, auch wenn man da bereits eine Ahnung hat worauf das Ganze hinauslaufen wird.

Auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt, wird man sofort warm mit den Kommissaren. Keiner der Ermittler ist perfekt, was sich sogleich positiv auf den Eindruck auswirkt. Sie wissen allerdings genau was sie tun und üben ihren Beruf mit Leidenschaft aus, was den Leser beeindruckt und in den Bann zieht. Denn man möchte schließlich keinen Schritt und kein Teilergebnis verpassen.

Verstrickte Gedanken- und Handlungsgänge ziehen sich ebenso durch das Geschehen wie der regionale Bezug. Dietmar Lykk schafft es, den Leser für sich und die Kommissare einzunehmen. Für wen „Totenmal“ der erste Krimi aus dieser Reihe ist, wird auch die anderen Fälle begierig lesen wollen.


Reiheninfo:
Band 1: Totenschlüssel
Band 2: Totenuhr
Band 3: Totensand
Band 4: Totenschleuse
Band 5: Totenreigen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hallo ihr Lieben,
schön, dass ihr uns in der Lies-und-Lausch-WG besucht. Wir freuen uns über jeden Kommentar von Euch :)
Viele Grüße die Katze mit Buch und ihre Mitbewohner